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Geographie · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Ozonloch und Klimaschutz

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil das Ozonloch ein komplexes, unsichtbares Phänomen ist. Durch Modelle, Daten und Rollenspiele wird die abstrakte Chemie greifbar und die globale Dimension des Problems verständlich.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - Systemcheck
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Ozonabbau-Modelle

Richten Sie Stationen ein: Station 1 modelliert FCKW-Zersetzung mit Essig und Backpulver für Chlorfreisetzung, Station 2 simuliert polare Wolken mit Eis und Farbstoff, Station 3 misst UV-Strahlung mit Detektoren, Station 4 analysiert Ozontrends per Grafik. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren.

Erklären Sie die Ursachen für die Entstehung des Ozonlochs und seine Auswirkungen.

ModerationstippStellen Sie beim Stationenlernen sicher, dass jedes Modell klar beschriftet ist und Leitfragen zur Vertiefung anregt.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nennen Sie zwei Hauptunterschiede zwischen dem Ozonproblem und dem Klimawandel bezüglich Ursachen und Lösungsansätzen.' Sie schreiben ihre Antworten auf die Karte.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Montreal-Verhandlungen

Teilen Sie Rollen zu (Staaten, Wissenschaftler, Industrie). Gruppen bereiten Positionen vor, verhandeln 20 Minuten ein Protokoll und präsentieren Ergebnisse. Schüler bewerten Erfolgsfaktoren wie Kompromisse.

Analysieren Sie die Wirksamkeit des Montreal-Protokolls als Beispiel für erfolgreichen Umweltschutz.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum war das Montreal-Protokoll trotz komplexer internationaler Verhandlungen erfolgreicher als viele aktuelle Klimaschutzabkommen?' Leiten Sie eine Diskussion, in der Schülerinnen und Schüler die Rolle von wissenschaftlichen Erkenntnissen, politischem Willen und der Identifizierbarkeit der Verursacher beleuchten.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse35 Min. · Partnerarbeit

Datenanalyse: Ozon- und CO2-Trends

Schüler laden NASA-Daten herunter, erstellen Diagramme für Ozonloch-Größe und CO2-Konzentrationen seit 1980. In Paaren vergleichen sie Trends und diskutieren Unterschiede in Reaktionsgeschwindigkeit.

Vergleichen Sie die Herausforderungen beim Schutz der Ozonschicht mit denen des Klimaschutzes.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein Diagramm, das die FCKW-Konzentration und die Ozonkonzentration über der Antarktis über mehrere Jahrzehnte darstellt. Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, die Korrelation zu beschreiben und eine mögliche Ursache für die beobachteten Trends zu nennen.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse30 Min. · Ganze Klasse

Vergleichstabelle: Ozonschutz vs. Klimaschutz

Jede Gruppe füllt eine Tabelle mit Kriterien wie Ursachen, Abkommen, Erfolge und Herausforderungen. Gemeinsame Präsentation und Klassendiskussion folgen.

Erklären Sie die Ursachen für die Entstehung des Ozonlochs und seine Auswirkungen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nennen Sie zwei Hauptunterschiede zwischen dem Ozonproblem und dem Klimawandel bezüglich Ursachen und Lösungsansätzen.' Sie schreiben ihre Antworten auf die Karte.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einfachen Experimenten, um das Konzept der Ozonzerstörung zu veranschaulichen. Sie vermeiden reine Faktenvermittlung und setzen stattdessen auf partizipative Methoden, die wissenschaftliche Denkweisen fördern. Wichtig ist, die Verbindung zwischen lokalen Beobachtungen und globalen Auswirkungen herzustellen.

Am Ende sollen die Schülerinnen und Schüler die chemischen Prozesse des Ozonabbaus erklären und die politischen Lösungsansätze bewerten können. Sie nutzen Messdaten, um Zusammenhänge zu erkennen und Unterschiede zwischen Ozon- und Klimaschutz zu benennen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens zu Ozonabbau-Modellen hören Sie möglicherweise die Aussage: 'Das Ozonloch ist ein echtes Loch in der Ozonschicht'.

    Nutzen Sie die Modellexperimente: Zeigen Sie, wie Ozon chemisch abgebaut wird und die Schicht sich lokal verdünnt. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse in Peer-Gruppen diskutieren, um falsche Vorstellungen zu korrigieren.

  • Während des Rollenspiels zu den Montreal-Verhandlungen könnte geäußert werden: 'Das Montreal-Protokoll löst auch den Klimawandel'.

    Verweisen Sie auf die Vergleichstabelle: Heben Sie hervor, dass das Protokoll nur FCKW bekämpft, die ozonschädigend sind. Lassen Sie die Gruppen die Unterschiede zwischen Ozonschutz und Klimaschutz in ihrer Simulation aktiv erarbeiten.

  • Während der Datenanalyse zu Ozon- und CO2-Trends könnte die Aussage fallen: 'UV-Strahlung ist nur im Sommer gefährlich'.

    Nutzen Sie die UV-Lampen-Experimente: Demonstrieren Sie, wie das Ozonloch im Frühling maximiert UV-Strahlung. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Gruppen Risikofaktoren für verschiedene Jahreszeiten ableiten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden