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Geographie · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Ernährung der Weltbevölkerung sichern

Aktive Lernformen sind hier besonders wirksam, weil das Thema globale Ungerechtigkeiten und komplexe Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Konsum und Ressourcenverbrauch berührt. Durch praktische Analysen und Diskussionen entwickeln Schülerinnen und Schüler ein tieferes Verständnis für systemische Probleme, statt nur Fakten zu memorieren.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - SystemcheckKMK: Sekundarstufe I - Handlung
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Forschungskreis: Der Teller-Check

Kleingruppen berechnen den Flächenbedarf für verschiedene Mahlzeiten (Burger vs. Linseneintopf). Sie nutzen Daten zum Futterverbrauch von Nutztieren und diskutieren, wie viele Menschen man mit der gleichen Fläche ernähren könnte.

Kann die Erde 10 Milliarden Menschen nachhaltig ernähren?

ModerationstippLassen Sie die Gruppen beim 'Teller-Check' genau definieren, welche Lebensmittel sie analysieren und welche Datenquellen sie nutzen, um realistische Vergleiche zu ermöglichen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nennen Sie zwei Hauptgründe, warum die Erde möglicherweise nicht 10 Milliarden Menschen nachhaltig ernähren kann, und schlagen Sie eine konkrete Maßnahme vor, um eines dieser Probleme anzugehen.'

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Debatte40 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Gentechnik gegen den Hunger?

Die Klasse debattiert über den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut. Ein Team vertritt die Position der Ertragssicherung und Anpassung an den Klimawandel, das andere Team warnt vor Abhängigkeiten von Konzernen und ökologischen Risiken.

Welche Rolle spielt der Fleischkonsum für den globalen Flächenverbrauch?

ModerationstippIn der Debatte zu Gentechnik gegen Hunger sorgen Sie für eine klare Struktur: Jede Position erhält gleich viel Redezeit, bevor die Klasse eine gemeinsame Bilanz zieht.

Worauf zu achten istLehrkraft: 'Stellen Sie sich vor, Sie sind Teil einer globalen Konferenz zur Welternährung. Diskutieren Sie in Kleingruppen: Welche Rolle sollte technologische Innovation wie Vertical Farming spielen im Vergleich zu traditionellen, ökologischen Landwirtschaftsmethoden? Begründen Sie Ihre Prioritäten.'

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Insekten auf dem Speiseplan?

Die Schüler überlegen einzeln, welche alternativen Proteinquellen sie akzeptieren würden. Im Paar-Austausch diskutieren sie über kulturelle Barrieren und das Potenzial von Insekten oder Laborfleisch für die Welternährung.

Wie sinnvoll sind technologische Lösungen wie Vertical Farming?

ModerationstippBeim Think-Pair-Share zu Insekten auf dem Speiseplan achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Argumente mit konkreten Daten aus der vorherigen Recherche untermauern.

Worauf zu achten istLehrkraft präsentiert eine Grafik zum globalen Fleischkonsum und Flächenverbrauch. Die Schülerinnen und Schüler notieren auf einem Arbeitsblatt: 'Welchen Zusammenhang zeigt die Grafik? Welche Schlussfolgerung ziehen Sie daraus für Ihren eigenen Konsum?'

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Dieses Thema erfordert einen ausgewogenen Mix aus Faktenwissen und ethischer Reflexion. Vermeiden Sie es, eine bestimmte Lösung vorzugeben, sondern fördern Sie eine kritische Auseinandersetzung mit Trade-offs. Studien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler nachhaltiger lernen, wenn sie selbst Lösungswege entwickeln und deren Konsequenzen abwägen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler die Wechselwirkungen zwischen Fleischkonsum, Flächenverbrauch und globalem Hunger erklären können. Sie sollen konkrete Maßnahmen zur Ressourcenschonung vorschlagen und ökologische sowie industrielle Landwirtschaft kritisch vergleichen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Teller-Checks äußern einige Schülerinnen und Schüler die Annahme, dass die Weltbevölkerung hungert, weil wir nicht genug Nahrung produzieren können.

    Nutzen Sie den Teller-Check, um die Daten zu analysieren: Lassen Sie die Gruppen berechnen, wie viel Fläche für Tierfutter oder Biosprit statt für menschliche Nahrung verwendet wird, und vergleichen Sie dies mit dem tatsächlichen Kalorienbedarf der Weltbevölkerung.

  • Während der strukturierten Debatte zur Gentechnik hören Sie die Aussage, dass Bio-Landwirtschaft allein die Welt niemals ernähren kann.

    Lenken Sie die Debatte auf die Ertragsdaten aus ökologischer Landwirtschaft um: Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, Studien zu vergleichen und zu diskutieren, unter welchen Bedingungen ökologische Methoden hohe Erträge liefern.


In dieser Übersicht verwendete Methoden