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Geographie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Gletscher als Landschaftsformer

Aktive Lernerfahrungen sind hier besonders wirksam, weil Gletscherprozesse dynamisch und räumlich wirken. Schülerinnen und Schüler begreifen erosive und akkumulative Vorgänge besser, wenn sie diese selbst in Modellen nachvollziehen oder auf Karten analysieren können. Die Kombination aus haptischen, visuellen und analytischen Zugängen festigt das Verständnis für geologische Zeiträume und exogene Kräfte.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Concept-Mapping45 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Gletschererosion

Schüler formen ein V-förmiges Tal aus Ton, pressen einen mit Sand beladenen Eisblock hindurch und beobachten die U-förmige Verformung. Danach diskutieren sie Abrasion und Plucking in Kleingruppen. Abschließend zeichnen sie Landformen ein.

Erklären Sie die Mechanismen der glazialen Erosion und Akkumulation.

ModerationstippWährend der Modellbau-Phase genau vorgeben, wie Schüler Eisblöcke und Ton anordnen, um Abrasion und Plucking sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istJede Schülerin und jeder Schüler erhält eine Karte mit einem Bild einer Landform (z.B. Kar, Trogtal, Moräne, Drumlin). Sie sollen den Namen der Form und eine kurze Beschreibung des Entstehungsprozesses (Erosion oder Akkumulation) notieren.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 02

Concept-Mapping30 Min. · Partnerarbeit

Kartenanalyse: Vergleich Alpen und Mitteleuropa

Teilen Sie Karten aus Alpen und Norddeutschland aus. Paare markieren U-Täler, Moränen und vergleichen aktuelle mit eiszeitlichen Formen. Gemeinsame Präsentation schließt ab.

Vergleichen Sie die durch Gletscher geformten Landschaften in Hochgebirgen und ehemaligen Eiszeitgebieten.

Worauf zu achten istStellen Sie eine topografische Karte einer Region mit Gletscherspuren (z.B. Alpenvorland oder Skandinavien) zur Verfügung. Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, drei verschiedene glaziale Landformen zu identifizieren und ihre Entstehung kurz zu erläutern.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 03

Lernen an Stationen50 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Glaziale Landformen

Richten Sie Stationen ein: Modell-Cirque bauen, Moränen-Video analysieren, Klimawandel-Diagramm interpretieren, Fjorde auf Globus lokalisieren. Gruppen rotieren alle 10 Minuten.

Analysieren Sie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gletscher weltweit.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie in Kleingruppen: 'Welche zwei Hauptunterschiede gibt es zwischen einem Tal, das von einem Fluss geformt wurde, und einem von einem Gletscher geformten Tal? Begründen Sie Ihre Antworten mit den spezifischen Prozessen Erosion und Akkumulation.'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Planspiel35 Min. · Kleingruppen

Planspiel: Gletscherrückgang

Verwenden Sie Eisklötze auf einer warmen Platte, messen Schmelzrate und diskutieren globale Daten. Jede Gruppe simuliert ein Jahrzehnt.

Erklären Sie die Mechanismen der glazialen Erosion und Akkumulation.

Worauf zu achten istJede Schülerin und jeder Schüler erhält eine Karte mit einem Bild einer Landform (z.B. Kar, Trogtal, Moräne, Drumlin). Sie sollen den Namen der Form und eine kurze Beschreibung des Entstehungsprozesses (Erosion oder Akkumulation) notieren.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit konkreten, alltagsnahen Vergleichen, bevor sie abstrakte Prozesse wie Abrasion einführen. Sie vermeiden reine Frontalphasen und setzen stattdessen auf schrittweise Erarbeitung mit klaren Materialvorgaben. Wichtig ist, dass Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungen sofort in Fachsprache übersetzen, um Fehlvorstellungen früh zu korrigieren.

Am Ende sollen Schülerinnen und Schüler glaziale Landformen sicher erkennen, ihre Entstehung durch Erosion oder Akkumulation erklären und regionale Unterschiede zwischen alpinen und norddeutschen Gletscherspuren benennen können. Sie nutzen Fachbegriffe präzise und verknüpfen Prozesse mit Landschaftsformen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During der Stationenarbeit zu Glazialen Landformen (Aktivität 3), beobachten Sie, ob Schüler Formen nur benennen oder auch dynamische Prozesse wie Abrasion mit Materialien nachstellen.

    Korrigieren Sie gezielt, indem Sie Schüler auffordern, mit den bereitliegenden Materialien (z.B. Eiswürfel und Sandpapier) die Unterschiede zwischen fluvialer und glazialer Erosion selbst zu demonstrieren und zu beschreiben.

  • During der Kartenanalyse (Aktivität 2), achten Sie darauf, ob Schüler alpine Gletscherlandschaften als einzige glaziale Formen wahrnehmen.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf norddeutsche Kartenausschnitte und fragen Sie konkret nach Relikten wie Endmoränen oder Sanderflächen, um das pleistozäne Erbe zu betonen.

  • During der Simulation zum Gletscherrückgang (Aktivität 4), erkennen Sie, ob Schüler den Klimawandel als langfristigen Prozess verstehen.

    Nutzen Sie die Simulation, um Daten seit 1850 einzubeziehen und Schüler auffordern, Trends zu beschreiben und mit aktuellen Fotos von Gletschern zu vergleichen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden