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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Der Treibhauseffekt und Klimawandel

Aktives Lernen funktioniert hier, weil der Treibhauseffekt ein abstrakter Prozess ist, der durch eigenes Handeln begreifbar wird. Schülerinnen und Schüler erleben mit Experimenten und Rollenspielen die direkten Zusammenhänge zwischen Ursachen, Wirkungen und ihrer eigenen Lebenswelt.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - KlimawandelKMK: Sekundarstufe I - Nachhaltigkeit
35–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Experiment: Treibhausmodell bauen

Bereiten Sie zwei Plastikflaschen vor, eine mit CO₂-angereicherter Luft (Natron und Essig erzeugen Gas), beide mit Thermometern bestückt. Simulieren Sie Sonne mit einer Lampe und messen Sie Temperaturanstieg über 20 Minuten. Gruppen vergleichen Ergebnisse und ziehen Schlüsse zum Treibhauseffekt.

Erklären Sie den natürlichen Treibhauseffekt und seine Bedeutung für das Leben auf der Erde.

ModerationstippBeim Bau des Treibhausmodells (Experiment) achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler Vorhersagen treffen und diese im Protokoll festhalten, bevor sie das Experiment durchführen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Bild (z.B. Fabrikschornstein, Wald, Kuhherde). Die Schüler schreiben zwei Sätze, die erklären, wie dieses Bild mit dem verstärkten Treibhauseffekt zusammenhängt.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen an Stationen50 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Ursachen und Folgen

Richten Sie vier Stationen ein: CO₂-Quellen (Faktenkarten zu Auto, Industrie), Folgen (Bilder von Dürren, Überschwemmungen), Messdaten (Globale Temperaturkurven), Lösungen (Infoblätter zu Erneuerbaren). Gruppen rotieren, notieren Beobachtungen und diskutieren in Plenum.

Analysieren Sie die menschlichen Aktivitäten, die zur Verstärkung des Treibhauseffekts führen.

ModerationstippBei den Stationen zu Ursachen und Folgen lassen Sie die Gruppen ihre Ergebnisse auf Plakaten festhalten und in einer Gallery Walk präsentieren, um den Austausch zu fördern.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie erklären einem jüngeren Geschwisterkind, warum es im Sommer wärmer wird und warum das ein Problem sein könnte. Was würden Sie sagen?' Sammeln Sie die Antworten und diskutieren Sie die Kernpunkte.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Planspiel35 Min. · Partnerarbeit

Datenanalyse: Temperaturdiagramme

Teilen Sie Diagramme aktueller und prognostizierter Temperaturen aus. Paare markieren Trends, berechnen Mittelwerte und notieren regionale Folgen für Deutschland. Gemeinsam erstellen sie eine Plakat-Zusammenfassung.

Bewerten Sie die potenziellen globalen und regionalen Folgen des Klimawandels für Mensch und Umwelt.

ModerationstippBei der Datenanalyse der Temperaturdiagramme geben Sie konkrete Leitfragen vor, z.B. 'Welche Datenpunkte zeigen einen Anstieg? Wie könnte man diese erklären?'

Worauf zu achten istZeigen Sie eine Grafik, die den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur über die letzten 100 Jahre darstellt. Bitten Sie die Schüler, auf einem Zettel zu notieren: 1. Was zeigt die Grafik? 2. Welche menschliche Aktivität könnte diese Entwicklung hauptsächlich verursacht haben?

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Zukunftsszenarien

Verteilen Sie Rollen (Politiker, Farmer, Wissenschaftler). Gruppen planen Maßnahmen gegen Klimawandel und präsentieren in 5-Minuten-Szenarien. Klasse bewertet Plausibilität und Wirksamkeit.

Erklären Sie den natürlichen Treibhauseffekt und seine Bedeutung für das Leben auf der Erde.

ModerationstippIm Rollenspiel zu Zukunftsszenarien weisen Sie die Schülerinnen und Schüler an, ihre Argumente mit Fakten aus den vorherigen Aktivitäten zu untermauern und Rollenkarten als Strukturhilfe zu nutzen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Bild (z.B. Fabrikschornstein, Wald, Kuhherde). Die Schüler schreiben zwei Sätze, die erklären, wie dieses Bild mit dem verstärkten Treibhauseffekt zusammenhängt.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine Kombination aus Modellbildung, Datenanalyse und Perspektivwechsel, um das Thema greifbar zu machen. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da sie die Komplexität des Themas nicht abbilden. Nutzen Sie stattdessen kooperative Lernformen, um den Austausch über Ursachen und Lösungen anzuregen. Achten Sie darauf, dass Schülerinnen und Schüler den Unterschied zwischen natürlichem und anthropogenem Treibhauseffekt klar herausarbeiten, um Fehlvorstellungen vorzubeugen.

Am Ende können die Lernenden den Treibhauseffekt mit eigenen Worten erklären, seine natürliche und menschengemachte Verstärkung unterscheiden sowie lokale und globale Folgen benennen. Sie nutzen Modelle zur Veranschaulichung und argumentieren sachlich mit Daten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Der Treibhauseffekt ist grundsätzlich schädlich.

    Während des Experiments Treibhausmodell bauen beobachten Sie, wie die Schülerinnen und Schüler die Temperatur in den Flaschen vergleichen. Lenken Sie ihre Aufmerksamkeit darauf, dass eine moderate Erwärmung lebensnotwendig ist, aber zu viel CO₂ die Temperatur unkontrolliert steigen lässt. Nutzen Sie die Diskussionsphase, um den Unterschied zwischen natürlichem und verstärktem Effekt zu klären.

  • Klimawandel kommt nur durch Autos.

    Während der Stationenarbeit mit Quellenkarten achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler in Paararbeit nicht nur Autos, sondern auch Industrie, Landwirtschaft und Abholzung als Treibhausgasquellen zuordnen. Stellen Sie gezielte Nachfragen wie: 'Welche anderen Bereiche deiner Quellenliste tragen ebenfalls bei?' um Vereinfachungen zu hinterfragen.

  • Klimawandel betrifft nur ferne Länder.

    Während der Datenanalyse der Temperaturdiagramme lassen Sie die Schülerinnen und Schüler lokale Wetterdaten (z.B. aus ihrer Region) mit den globalen Daten vergleichen. Fordern Sie sie auf, konkrete Beispiele aus ihrer Lebenswelt zu nennen, wie Hitzewellen oder Starkregen, um die Relevanz für Deutschland zu verdeutlichen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden