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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Beleuchtungszonen und Jahreszeiten: Erdachse und Sonne

Aktives Lernen eignet sich besonders gut für dieses Thema, weil Schülerinnen und Schüler durch eigenes Ausprobieren die Neigung der Erdachse und ihre Auswirkungen auf Sonnenstand und Jahreszeiten konkret erleben können. Modelle und Experimente machen abstrakte Zusammenhänge greifbar und fördern das räumliche Denken.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Astronomische GrundlagenKMK: Sekundarstufe I - Klimatologie
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Erdachse und Lampe

Schüler bauen ein Modell mit einem Globus, einer festen Lampe als Sonne und einer schrägen Achse. Sie markieren Beleuchtungszonen und drehen den Globus um die Sonne, notieren Schattenlängen für Sommersonnenwende. Im zweiten Schritt vergleichen sie mit Winterposition.

Erklären Sie den Mechanismus, durch den die Neigung der Erdachse die Jahreszeiten verursacht.

ModerationstippLassen Sie die Schüler beim Modellbau die Lampe als Sonne und den Globus als Erde präzise ausrichten, damit die Achsenneigung von 23,5 Grad korrekt dargestellt wird.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karte der Erde die drei Hauptbeleuchtungszonen (Tropen, gemäßigte Zone, Polargebiete) einzeichnen. Bitten Sie sie anschließend, für jede Zone eine kurze Beschreibung zu verfassen, wie sich dort die Jahreszeiten aufgrund der Erdachsenneigung bemerkbar machen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Planspiel30 Min. · Partnerarbeit

Schattenmessung: Lokale Jahreszeiten

Gruppen messen den Schatten eines Stocks zur Mittagszeit an verschiedenen Tagen. Sie zeichnen Diagramme und verknüpfen mit Erdachsenneigung. Abschließende Plakatvorstellung erklärt regionale Unterschiede.

Analysieren Sie, warum die Sonneneinstrahlung am Äquator intensiver ist als an den Polen.

ModerationstippFordern Sie die Schüler auf, während der Schattenmessung die Tageslänge an verschiedenen Tagen zu notieren und farblich zu markieren, um Veränderungen sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern zwei Globen zur Verfügung, einen mit und einen ohne Achsenneigung. Bitten Sie sie, mit einer Taschenlampe (Sonne) zu demonstrieren, wie die unterschiedliche Sonneneinstrahlung an den Polen und am Äquator zustande kommt und wie sich dies im Jahresverlauf ändert.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Planspiel50 Min. · Kleingruppen

Zonenkarten: Globale Analyse

Schüler malen Beleuchtungszonen auf Weltkarten für Solstitien und Äquinoktien. Sie prognostizieren Klimawirkungen und präsentieren in der Klasse. Material: Karten, Farben, Kompass.

Prognostizieren Sie die Auswirkungen einer hypothetischen Änderung der Erdachsenneigung auf globale Klimazonen.

ModerationstippBitten Sie die Schüler, bei der Zonenkartenarbeit die Wendekreise und Polarkreise farbig einzutragen, um die Zonen klar abzugrenzen und zu beschreiben.

Worauf zu achten istFragen Sie die Schüler: 'Stellen Sie sich vor, die Erdachse wäre nicht geneigt, sondern stünde senkrecht zur Umlaufbahn. Welche Auswirkungen hätte das auf die Jahreszeiten und die Klimazonen auf der Erde? Diskutieren Sie Ihre Vermutungen in Kleingruppen.'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Planspiel35 Min. · Partnerarbeit

Hypothese-Test: Achsenänderung

In Paaren diskutieren Schüler Auswirkungen einer senkrechten Achse. Sie skizzieren neue Zonen und debattieren in Plenum. Fördert Prognosefähigkeiten.

Erklären Sie den Mechanismus, durch den die Neigung der Erdachse die Jahreszeiten verursacht.

ModerationstippDrehen Sie beim Hypothese-Test den Globus langsam um die eigene Achse und beobachten Sie gemeinsam, wie sich die Beleuchtungszonen verschieben.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karte der Erde die drei Hauptbeleuchtungszonen (Tropen, gemäßigte Zone, Polargebiete) einzeichnen. Bitten Sie sie anschließend, für jede Zone eine kurze Beschreibung zu verfassen, wie sich dort die Jahreszeiten aufgrund der Erdachsenneigung bemerkbar machen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf handlungsorientierte Methoden, weil die Neigung der Erdachse und ihre Auswirkungen für Schüler schwer vorstellbar sind. Modelle, Experimente und Kartenarbeit helfen, die Abstraktion zu überwinden. Wichtig ist, dass Schüler ihre Beobachtungen schriftlich oder mündlich festhalten und mit Fachbegriffen verknüpfen. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da die räumliche Vorstellungskraft sonst nicht ausreichend gefördert wird.

Am Ende der Einheit sollen die Schülerinnen und Schüler die Entstehung der Jahreszeiten durch die Neigung der Erdachse erklären können und die Beleuchtungszonen auf der Erde sicher identifizieren und beschreiben. Sie nutzen Modelle, um Zusammenhänge zu veranschaulichen und eigene Beobachtungen zu reflektieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Aktivität Modellbau: Erdachse und Lampe, beobachten Sie, ob Schüler die Entfernung zwischen Erde und Lampe als Grund für die Jahreszeiten angeben.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Achsenneigung und den Einstrahlungswinkel, indem Sie die Schüler fragen, warum die Sonne im Modell an verschiedenen Stellen unterschiedlich hoch steht und wie sich das auf die Tageslänge auswirkt.

  • Während der Aktivität Schattenmessung: Lokale Jahreszeiten, hören Sie Schüleräußerungen, dass es an den Polen immer kalt sei, weil die Sonne nie direkt scheint.

    Nutzen Sie die Messergebnisse, um zu zeigen, dass die Sonne im Sommer auch an den Polen flach aber intensiv einstrahlt und sogar Mitternachtssonne auftritt. Diskutieren Sie, warum das zu Schmelzprozessen führt.

  • Während der Aktivität Hypothese-Test: Achsenänderung, achten Sie darauf, ob Schüler die Erdachse als sich bewegend darstellen.

    Zeigen Sie mit dem Globus, dass die Achse immer zum Polarstern zeigt, und lassen Sie die Schüler selbst den Globus drehen, um die wandernden Beleuchtungszonen zu beobachten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden