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Geographie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Virtuelles Wasser und Wasserfußabdruck

Aktives Lernen macht das abstrakte Konzept des virtuellen Wassers greifbar, indem es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, Berechnungen selbst durchzuführen und globale Zusammenhänge zu erleben. Durch handlungsorientierte Methoden wie Rollenspiele und Tagebücher verstehen Lernende die Auswirkungen ihres Konsums auf Wasserressourcen weltweit.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Nachhaltiges Wirtschaften
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Kollaboratives Problemlösen45 Min. · Kleingruppen

Gruppenrechnung: Produkt-Fußabdrücke

Teilen Sie Produkte wie Jeans, Kaffee und Schokolade aus. Gruppen recherchieren online Daten zum Wasserfußabdruck, berechnen pro Person und vergleichen Ergebnisse. Erstellen Sie eine Tabelle mit regionalen Unterschieden.

Erklären Sie das Konzept des virtuellen Wassers und seine Bedeutung für den globalen Handel.

ModerationstippLegen Sie bei der Gruppenrechnung klare Zeitvorgaben fest, damit alle Teams ihre Ergebnisse strukturiert präsentieren können.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Liste von fünf Produkten (z.B. ein Smartphone, ein Kilogramm Rindfleisch, ein Baumwoll-T-Shirt, ein Liter Milch, eine Tasse Kaffee). Sie sollen für drei dieser Produkte den ungefähren virtuellen Wasserverbrauch recherchieren und notieren. Zusätzlich sollen sie eine kurze Begründung geben, warum der Wasserfußabdruck eines Produkts so hoch ist.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Globaler Handel

Weisen Sie Ländern Rollen zu, z. B. Deutschland als Importeur und Ägypten als Exporteur. Gruppen verhandeln virtuelle Wasserströme basierend auf realen Fußabdrücken und bewerten Konsequenzen für Wasserreserven.

Berechnen Sie den Wasserfußabdruck alltäglicher Produkte und Dienstleistungen.

ModerationstippIm Rollenspiel sollten Sie als Moderator nur eingreifen, wenn die Diskussion ins Stocken gerät, um authentische Perspektivwechsel zu ermöglichen.

Worauf zu achten istLehrkraft: 'Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Berater für nachhaltigen Konsum. Welche drei konkreten Ratschläge würden Sie einer Familie geben, um ihren virtuellen Wasserfußabdruck zu reduzieren, und warum sind diese Ratschläge wichtig?' Die Schülerinnen und Schüler diskutieren ihre Vorschläge in Kleingruppen und präsentieren die besten drei Ideen der Klasse.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Kollaboratives Problemlösen30 Min. · Einzelarbeit

Fußabdruck-Tracker: Wochentagebuch

Jede Schülerin und jeder Schüler protokolliert ihren Konsum eine Woche, schätzt Fußabdrücke und berechnet den persönlichen Gesamtwert. Im Plenum teilen sie Strategien zur Reduktion.

Bewerten Sie die Implikationen des virtuellen Wasserhandels für wasserarme Regionen.

ModerationstippBeim Fußabdruck-Tracker achten Sie darauf, dass Schülerinnen und Schüler täglich konkrete Notizen machen, nicht nur grobe Einschätzungen.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft präsentiert eine Grafik mit dem Wasserfußabdruck verschiedener Lebensmittel. Die Schülerinnen und Schüler sollen die drei Lebensmittel mit dem höchsten Wasserfußabdruck identifizieren und eine mögliche Erklärung für diese hohen Werte liefern. Dies kann mündlich oder schriftlich erfolgen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Lernen an Stationen40 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Quellen und Berechnung

Richten Sie Stationen ein: Datenrecherche, Rechnernutzung, Implikationsdiskussion und Visualisierung mit Diagrammen. Gruppen rotieren und präsentieren Erkenntnisse.

Erklären Sie das Konzept des virtuellen Wassers und seine Bedeutung für den globalen Handel.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Liste von fünf Produkten (z.B. ein Smartphone, ein Kilogramm Rindfleisch, ein Baumwoll-T-Shirt, ein Liter Milch, eine Tasse Kaffee). Sie sollen für drei dieser Produkte den ungefähren virtuellen Wasserverbrauch recherchieren und notieren. Zusätzlich sollen sie eine kurze Begründung geben, warum der Wasserfußabdruck eines Produkts so hoch ist.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Setzen Sie auf realistische Daten und lokale Bezugspunkte, um die Relevanz für die Schülerinnen und Schüler zu erhöhen. Vermeiden Sie reine Theorieblöcke, da das Thema durch konkrete Berechnungen und Diskussionen überzeugender wird. Nutzen Sie die Stationenarbeit, um unterschiedliche Lerntypen anzusprechen und die Berechnung des Wasserfußabdrucks Schritt für Schritt zu vermitteln.

Am Ende der Einheit erkennen Schülerinnen und Schüler, dass der Wasserfußabdruck ein komplexes System aus Produktion, Handel und individuellem Verhalten ist. Sie können konkrete Berechnungen durchführen, globale Ungleichheiten benennen und Handlungsoptionen für nachhaltigen Konsum ableiten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Gruppenrechnung Produkt-Fußabdrücke achten Sie darauf, dass Schülerinnen und Schüler nicht davon ausgehen, dass virtuelles Wasser physisch in Produkten enthalten ist.

    Nutzen Sie in dieser Aktivität die bereitgestellten Datenbanken und Etiketten, um den gesamten Produktionsprozess zu analysieren. Fragen Sie gezielt nach, wie viel Wasser für Anbau, Verarbeitung und Transport benötigt wird, und machen Sie den Unterschied zum direkten Wasserverbrauch klar.

  • Während des Rollenspiels Globaler Handel beobachten Sie, dass Schülerinnen und Schüler den Wasserfußabdruck nur auf den Konsum beschränken.

    Führen Sie in dieser Aktivität konkrete Beispiele für exportabhängige Länder an, zum Beispiel Baumwollanbau in wasserarmen Regionen. Fragen Sie nach den langfristigen Folgen für diese Regionen und verknüpfen Sie dies mit den Rollenkarten.

  • Während des Fußabdruck-Trackers Wochentagebuch stellen Sie fest, dass Schülerinnen und Schüler lokale Wasserverfügbarkeit mit virtuellem Wasser gleichsetzen.

    Nutzen Sie die täglichen Einträge als Grundlage, um zu zeigen, dass virtuelles Wasser auch in importierten Produkten enthalten ist. Diskutieren Sie gemeinsam, wie sich der eigene Konsum auf globale Wasserressourcen auswirkt, unabhängig vom Wohnort.


In dieser Übersicht verwendete Methoden