Skip to content
Geographie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler die Begrenztheit von Rohstoffen und die Komplexität der Kreislaufwirtschaft nur durch eigenes Handeln begreifen. Durch das Erleben von Rohstoffabhängigkeiten, Lieferkettenkonflikten und nachhaltigen Alternativen wird Theorie zu erfahrbarer Erkenntnis.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Ressourcenmanagement
35–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Rohstoffströme

Richten Sie Stationen ein: Globale Karten mit Importabhängigkeiten markieren, Videos zu Abbau analysieren, Materialbilanzen berechnen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren Erkenntnisse. Abschließende Plenumdiskussion synthetisiert Ergebnisse.

Analysieren Sie die globalen Rohstoffströme und die Abhängigkeiten von Lieferländern.

ModerationstippBeim Stationenlernen zu Rohstoffströmen: Legen Sie reale Beispiele wie ein altes Smartphone oder eine Plastikflasche als Anschauungsobjekte an jede Station, um den Bezug zur Lebenswelt herzustellen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Rohstoff (z.B. Kupfer, Lithium, Erdöl). Bitten Sie die Schüler, auf der Karte zwei Sätze zu schreiben: 1. Woher stammt dieser Rohstoff hauptsächlich? 2. Nennen Sie eine Maßnahme der Kreislaufwirtschaft, die seine Nutzung nachhaltiger macht.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Lieferkette simulieren

Teilen Sie Rollen zu: Bergwerksbesitzer, Hersteller, Recycler, Verbraucher. Gruppen verhandeln über Ressourcenverteilung in Szenarien mit Engpässen. Debriefing reflektiert Konflikte und Kreislaufpotenziale.

Erklären Sie die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und ihre Vorteile gegenüber der Linearwirtschaft.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: Befürworter der linearen Wirtschaft und Befürworter der Kreislaufwirtschaft. Geben Sie jeder Gruppe 10 Minuten Zeit, Argumente zu sammeln. Leiten Sie anschließend eine Debatte, in der die Gruppen ihre Positionen verteidigen und die Argumente der Gegenseite widerlegen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen60 Min. · Partnerarbeit

Design-Challenge: Kreislaufprodukt

In Paaren entwerfen Schüler ein Produkt mit Recyclingschleife, skizzieren Materialflussdiagramme und präsentieren Vorteile. Materialien wie Karton und Alufolie nutzen. Klasse votet beste Lösung.

Entwickeln Sie Strategien zur Förderung einer nachhaltigen Rohstoffnutzung.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Liste von Produkten (z.B. Smartphone, Einwegflasche, Holzstuhl, Elektroauto-Batterie) bereit. Bitten Sie die Schüler, für jedes Produkt zu entscheiden, ob es eher dem linearen oder dem zirkulären Wirtschaftsmodell entspricht und begründen Sie kurz ihre Wahl.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen35 Min. · Einzelarbeit

Datenanalyse: Rohstoffverbrauch

Individuell Rohstoffdaten aus Statistiken auswerten, Diagramme erstellen und Trends prognostizieren. Gemeinsam in Kleingruppen Strategien diskutieren und priorisieren.

Analysieren Sie die globalen Rohstoffströme und die Abhängigkeiten von Lieferländern.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Rohstoff (z.B. Kupfer, Lithium, Erdöl). Bitten Sie die Schüler, auf der Karte zwei Sätze zu schreiben: 1. Woher stammt dieser Rohstoff hauptsächlich? 2. Nennen Sie eine Maßnahme der Kreislaufwirtschaft, die seine Nutzung nachhaltiger macht.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema handlungsorientiert und kontextbezogen. Vermeiden Sie reine Faktenvermittlung, da die Komplexität der Themen sonst schnell überfordert. Nutzen Sie Alltagsgegenstände als Einstieg und lassen Sie Schülerinnen und Schüler selbst Lösungen entwickeln, statt ihnen fertige Antworten zu geben. Studien zeigen, dass nachhaltige Lernprozesse besonders wirksam sind, wenn sie emotional ansprechen und kognitive Konflikte auslösen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Lernende globale Rohstoffströme analysieren können, die Vor- und Nachteile linearer und zirkulärer Modelle abwägen und konkrete Handlungsmöglichkeiten der Kreislaufwirtschaft benennen. Sie erkennen Abhängigkeiten und können diese in politischen oder wirtschaftlichen Kontexten einordnen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens zu Rohstoffströmen hören manche Schülerinnen und Schüler, dass Rohstoffe unerschöpflich und neu entdeckbar seien.

    Nutzen Sie die Station mit den begrenzten Phosphor- und Metallreserven: Zeigen Sie konkrete Zahlen zu Abbaukosten und Umweltfolgen, und lassen Sie die Lernenden selbst berechnen, wie lange die bekannten Vorkommen bei aktuellem Verbrauch reichen.

  • Während des Rollenspiels zur Lieferkette kommentieren einige, Kreislaufwirtschaft sei immer teurer als das Linearmodell.

    Beziehen Sie im Rollenspiel die versteckten Kosten der Linearwirtschaft ein: Lassen Sie Teams die Entsorgungskosten, Umweltstrafen und Imageverluste berechnen und mit den Einsparungen durch Reparatur und Recycling vergleichen.

  • Während der Design-Challenge für Kreislaufprodukte meinen manche, Recycling allein löse alle Probleme.

    Fordern Sie in der Challenge explizit die Einbindung von Reduktions- und Wiederverwendungsstrategien ein: Lassen Sie Teams ihre Produktideen mit einer Mindmap begründen, die alle drei Prinzipien aufgreift.


In dieser Übersicht verwendete Methoden