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Geographie · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Internationale Klimakonferenzen und Abkommen

Aktive Lernformate zeigen hier besonders Wirkung, weil Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Verhandlungen komplexe politische Prozesse nachvollziehen können. Die Konfrontation mit unterschiedlichen Perspektiven und Interessen macht die Bedeutung von Kompromissen und Machtgefällen in globalen Abkommen erfahrbar.

KMK BildungsstandardsKMK: STD.06KMK: STD.07
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Simulierte Gerichtsverhandlung45 Min. · Kleingruppen

Timeline-Bau: Kyoto bis Paris

Gruppen sammeln Daten zu Konferenzen, Zielen und Ergebnissen von Kyoto bis Paris. Sie erstellen eine interaktive Timeline mit Post-its oder digitalen Tools und präsentieren Meilensteine. Abschließend diskutieren sie Entwicklungen in der Klasse.

Vergleichen Sie die Ziele und Mechanismen des Kyoto-Protokolls und des Pariser Abkommens.

ModerationstippBeim Rollenspiel die Rollenkarten so gestalten, dass sie klare Interessen und Machtpositionen der Länder widerspiegeln, um die Dynamik der Verhandlungen authentisch zu machen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit den Namen 'Kyoto-Protokoll' und 'Pariser Abkommen'. Sie schreiben auf die Rückseite jeweils einen Satz, der ein zentrales Ziel oder einen Kernmechanismus jedes Abkommens beschreibt, und einen Satz, der eine wesentliche Gemeinsamkeit oder einen wesentlichen Unterschied hervorhebt.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Rollenspiel60 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Klimaverhandlungen

Teilen Sie Rollen wie Vertreter von EU, USA, China und NGOs zu. Gruppen bereiten Positionen vor, verhandeln in Runden und erarbeiten ein Abkommen. Reflexion erfolgt durch Peer-Feedback.

Analysieren Sie die Herausforderungen bei der Umsetzung globaler Klimaziele.

ModerationstippFür das Rollenspiel die Klasse in kleine Gruppen teilen und jeder Gruppe ein Land oder eine Ländergruppe zuweisen, um gezielte Recherche zu ermöglichen.

Worauf zu achten istLehrkraft: 'Stellen Sie sich vor, Sie sind Teil einer Delegation bei einer Klimakonferenz. Welche drei Argumente würden Sie anführen, um die Bedeutung von verbindlichen Emissionszielen für Ihr Land zu unterstreichen, und welche zwei Kompromisse wären Sie bereit einzugehen, um eine Einigung zu erzielen?'

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Debatte40 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Umsetzungsherausforderungen

Die Klasse teilt sich in Pro- und Contra-Teams zu Themen wie Sanktionen. Jede Seite hat 3 Minuten Redezeit, gefolgt von Nachfragen. Moderator leitet und fasst ab.

Bewerten Sie die Rolle von Nichtregierungsorganisationen in Klimaverhandlungen.

ModerationstippDie Vergleichstabelle für Kyoto-Protokoll und Pariser Abkommen in eine digitale Vorlage (z.B. Tabellenkalkulation) überführen, damit Schülerinnen und Schüler direkt Veränderungen eintragen und vergleichen können.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft nennt eine NGO (z.B. Greenpeace) und fragt: 'Welche zwei konkreten Aktionsformen könnte diese NGO nutzen, um Einfluss auf die Verhandlungen des Pariser Abkommens zu nehmen?' Die Schülerinnen und Schüler schreiben ihre Antworten auf kleine Zettel und geben sie ab.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Simulierte Gerichtsverhandlung30 Min. · Partnerarbeit

NGO-Recherche: Einflussfälle

Paare recherchieren eine NGO wie Greenpeace bei einer Konferenz, notieren Strategien und Erfolge. Sie erstellen Infoblätter und teilen in einer Galerie-Runde.

Vergleichen Sie die Ziele und Mechanismen des Kyoto-Protokolls und des Pariser Abkommens.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit den Namen 'Kyoto-Protokoll' und 'Pariser Abkommen'. Sie schreiben auf die Rückseite jeweils einen Satz, der ein zentrales Ziel oder einen Kernmechanismus jedes Abkommens beschreibt, und einen Satz, der eine wesentliche Gemeinsamkeit oder einen wesentlichen Unterschied hervorhebt.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine klare Trennung zwischen historischen Fakten und politischen Bewertungen. Sie vermeiden eine zu starke Polarisierung zwischen 'guten' und 'schlechten' Abkommen, sondern lenken den Fokus auf die Rahmenbedingungen, die zu Erfolg oder Scheitern führten. Der Einsatz von Primärquellen wie Originaltexten der Abkommen oder Redeausschnitten von Konferenzen vertieft das Verständnis für die Komplexität der Verhandlungen.

Am Ende der Einheit können die Lernenden die zentralen Unterschiede zwischen verbindlichen und freiwilligen Klimaschutzabkommen erklären und die Rolle verschiedener Akteure wie Staaten, NGOs und Wissenschaft bewerten. Sie nutzen dabei Fachbegriffe präzise und beziehen aktuelle Bezüge ein.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Activity Timeline-Bau: Kyoto bis Paris, watch for statements that judge the effectiveness of Kyoto versus Paris based solely on their binding nature.

    Nutzen Sie die Vergleichstabelle aus der Aktivität, um die unterschiedlichen Mechanismen und Kontextfaktoren zu analysieren. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, sowohl die verbindlichen Ziele als auch die fehlende globale Teilnahme bei Kyoto zu benennen und den freiwilligen Ansatz des Pariser Abkommens mit dessen regelmäßigen Überprüfungen zu vergleichen.

  • Während des Rollenspiels: Klimaverhandlungen, watch for assumptions that international agreements automatically include sanctions for non-compliance.

    Die Rollenkarten sollten explizit die fehlenden Sanktionen im Pariser Abkommen thematisieren. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, im Spiel zu diskutieren, wie Staaten auf freiwillige Ziele reagieren und welche alternativen Druckmittel (z.B. öffentliche Bloßstellung) NGOs nutzen könnten.

  • Während der NGO-Recherche: Einflussfälle, watch for dismissive comments about the impact of NGOs on climate negotiations.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler gezielt nach Fällen suchen, in denen NGOs durch Kampagnen oder Berichterstattung politische Entscheidungen beeinflusst haben. Nutzen Sie die gefundenen Beispiele, um zu zeigen, wie indirekte Einflussnahme (z.B. über die Öffentlichkeit) zu Kompromissen führt.


In dieser Übersicht verwendete Methoden