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Deutsch · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Direkte und indirekte Rede

Aktives Ausprobieren hilft hier, weil die Umwandlung zwischen direkter und indirekter Rede nicht nur Regeln, sondern auch ein Gespür für Wirkung und Stil verlangt. Durch konkretes Handeln merken Schüler schnell, wie Pronomen, Zeitformen und Konjunktiv die Aussage verändern.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Sprache und Sprachgebrauch untersuchenKMK: Sekundarstufe I - Schreiben
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen20 Min. · Partnerarbeit

Partnerumwandlung: Direkte zu indirekter Rede

Paare erhalten Karten mit direkten Zitaten aus Geschichten. Sie wandeln diese in indirekte Rede um und notieren Anpassungen. Danach vergleichen sie Ergebnisse und diskutieren Wirkungsunterschiede.

Wie verändert die Umwandlung von direkter in indirekte Rede die Wirkung einer Aussage?

ModerationstippBei der Partnerumwandlung darauf achten, dass beide Partner ihre Umformungen gegenseitig vorlesen, um die Wirkung zu vergleichen.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülern einen kurzen Dialog in direkter Rede. Bitten Sie sie, diesen in indirekter Rede umzuwandeln und dabei die notwendigen grammatischen Anpassungen (Konjunktiv, Pronomen) vorzunehmen. Fragen Sie: 'Welche Anpassung fiel Ihnen am schwersten und warum?'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Rede nachstellen

Richten Sie Stationen ein: Bei jeder spielen Gruppen Szenen nach, protokollieren direkte Rede und wandeln sie indirekt um. Rotation nach 10 Minuten, abschließende Plenumdiskussion.

Analysieren Sie die grammatischen Anpassungen, die bei der indirekten Rede notwendig sind.

ModerationstippRollenspiel-Stationen mit klaren Rollenkarten ausstatten, damit Schüler die Perspektivwechsel konkret erleben können.

Worauf zu achten istZeigen Sie Sätze, die entweder direkte oder indirekte Rede enthalten. Die Schüler zeigen mit einer Handbewegung (z. B. Daumen hoch für direkt, Daumen runter für indirekt) oder einer Karte an, um welche Redeform es sich handelt. Stellen Sie anschließend gezielte Fragen zur Begründung der Klassifizierung.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Lernen an Stationen30 Min. · Einzelarbeit

Textretter: Indirekte Rede ergänzen

Teilen Sie Texte mit Lücken aus. Individuen ergänzen indirekte Rede, dann paart man sich zum Austausch und Korrektur. Gemeinsam präsentieren beste Varianten.

Begründen Sie, wann die direkte Rede in einem Text bevorzugt werden sollte.

ModerationstippBeim Textretter gezielt Sätze mit Konjunktiv I und II markieren lassen, um Unterschiede sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten jeweils einen kurzen Textausschnitt, der entweder nur direkte oder nur indirekte Rede verwendet. Sie tauschen die Texte aus und schreiben eine kurze Bewertung: 'Ist die gewählte Redeform passend für den Text? Begründe deine Meinung mit einem Beispiel aus dem Text.' Die Partner besprechen anschließend die Rückmeldungen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen an Stationen35 Min. · Kleingruppen

Dialog-Schreiben: Gemischte Rede

In Kleingruppen schreiben Schüler einen Dialog mit direkter und indirekter Rede. Sie üben Umwandlungen und bewerten gegenseitig die grammatische Korrektheit.

Wie verändert die Umwandlung von direkter in indirekte Rede die Wirkung einer Aussage?

ModerationstippDialog-Schreiben als Partnerarbeit organisieren, damit Schüler direkt Feedback zu ihren Redeformen geben können.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülern einen kurzen Dialog in direkter Rede. Bitten Sie sie, diesen in indirekter Rede umzuwandeln und dabei die notwendigen grammatischen Anpassungen (Konjunktiv, Pronomen) vorzunehmen. Fragen Sie: 'Welche Anpassung fiel Ihnen am schwersten und warum?'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Fangen Sie mit einfachen Sätzen an, die nur Pronomen oder Zeitformen ändern. Vermeiden Sie von Anfang an die Erklärung aller Regeln auf einmal. Nutzen Sie häufige Fehler als Lerngelegenheit, indem Sie sie gemeinsam korrigieren. Konjunktiv I und II werden am besten durch Wiederholung in verschiedenen Kontexten verinnerlicht, nicht durch Theorie.

Erfolg zeigt sich, wenn Schüler selbstständig und sicher zwischen den Redeformen wechseln und dabei den Kontext passend gestalten. Sie erkennen, wann direkte Rede lebendiger wirkt und wann indirekte Rede besser fließt.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Partnerumwandlung bleibt 'Ich' oft unverändert.

    Geben Sie den Partnern eine Checkliste mit Pronomenpaaren (z.B. ich/er, wir/sie) und lassen Sie sie gegenseitig ihre Umformungen abgleichen.

  • Während des Textretters wird Konjunktiv I oder II als optional angesehen.

    Markieren Sie im Text gezielt Stellen, wo Konjunktiv notwendig ist, und lassen Sie Schüler in Gruppen diskutieren, warum hier keine andere Form passt.

  • Während der Rollenspiel-Stationen wird direkte Rede stets als besser bewertet.

    Fordern Sie die Schüler nach jedem Rollenspiel auf, zu begründen, warum sie sich für eine Redeform entschieden haben und welche Wirkung sie erreichen wollten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden