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Deutsch · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Aktiv und Passiv: Formen und Funktionen

Aktive Lernformen passen besonders gut zum Thema Aktiv und Passiv, weil Schüler durch eigenes Umformen und Vergleichen die Wirkung der Satzstrukturen unmittelbar erleben. Die Gegenüberstellung von Aktiv- und Passivsätzen wird greifbar, wenn sie eigenständig vorgenommen und diskutiert wird.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Sprache und Sprachgebrauch untersuchenKMK: Sekundarstufe I - Schreiben
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Gruppenpuzzle45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Satz-Umformer

Richten Sie vier Stationen ein: 1. Aktiv in Passiv umwandeln (Karten mit Sätzen). 2. Passiv analysieren (Texte markieren). 3. Betonung vergleichen (Paarvergleich). 4. Eigener Satz schreiben. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Ergebnisse.

Wann ist die Verwendung des Passivs in einem Text sinnvoller als die des Aktivs?

ModerationstippLassen Sie bei der Stationenrotation die Schüler ihre Umformungen laut vorlesen, um die Betonungsverschiebung hörbar zu machen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler einen Satz auf einer Karte. Die Schüler sollen entscheiden, ob der Satz im Aktiv oder Passiv steht, und dies auf der Rückseite notieren. Zusätzlich sollen sie eine kurze Begründung geben, warum diese Form gewählt wurde.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Gruppenpuzzle30 Min. · Partnerarbeit

Partnerarbeit: Perspektivenwechsel

Paare erhalten Sachtexte und wandeln abwechselnd Aktiv- in Passivsätze um. Sie diskutieren, wie sich die Betonung ändert, und schreiben eine überarbeitete Version. Abschluss: Präsentation der Unterschiede.

Analysieren Sie, wie die Wahl zwischen Aktiv und Passiv die Betonung im Satz verändert.

ModerationstippBei der Partnerarbeit fordern Sie gezielt dazu auf, die Perspektive zu wechseln, indem sie denselben Sachverhalt aus zwei verschiedenen Blickwinkeln formulieren.

Worauf zu achten istZeigen Sie eine Liste von Sätzen an der Tafel. Bitten Sie die Schüler, die Sätze, die im Passiv stehen, zu identifizieren und die Formen von 'werden' und das Partizip II zu markieren. Besprechen Sie anschließend die Ergebnisse im Plenum.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Gruppenpuzzle50 Min. · Kleingruppen

Gruppenprojekt: Sachtext-Redaktion

Gruppen schreiben einen Bericht über ein Ereignis, wählen bewusst Aktiv oder Passiv und begründen die Entscheidungen. Peer-Feedbackrunde zur Verbesserung.

Begründen Sie, warum das Passiv oft in Sachtexten verwendet wird.

ModerationstippIm Gruppenprojekt achten Sie darauf, dass die Schüler ihre Textentwürfe gegenseitig auf Aktiv-Passiv-Kontraste hin prüfen lassen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wann ist es besser, einen Satz im Passiv zu formulieren, und wann im Aktiv?' Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen diskutieren und Beispiele aus verschiedenen Textsorten (z.B. Märchen, Kochrezepte, Zeitungsartikel) anführen.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Gruppenpuzzle20 Min. · Einzelarbeit

Individual: Schreibwerkstatt

Jeder Schüler überarbeitet einen eigenen Textabsatz, indem er Passiv einfügt, und notiert den Effekt auf Objektivität.

Wann ist die Verwendung des Passivs in einem Text sinnvoller als die des Aktivs?

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler einen Satz auf einer Karte. Die Schüler sollen entscheiden, ob der Satz im Aktiv oder Passiv steht, und dies auf der Rückseite notieren. Zusätzlich sollen sie eine kurze Begründung geben, warum diese Form gewählt wurde.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Deutsch-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einfachen Beispielen und steigern den Schwierigkeitsgrad systematisch. Sie vermeiden abstrakte Erklärungen und setzen stattdessen auf den Vergleich konkreter Sätze. Wichtig ist, dass Schüler selbst die Funktion des Passivs entdecken, etwa indem sie Sachtexte analysieren und die Wirkung verschiedener Satzstrukturen reflektieren.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schüler nicht nur die Formen korrekt umwandeln, sondern auch begründen können, warum eine bestimmte Satzstruktur gewählt wurde. Sie erkennen die stilistische und informationsbezogene Funktion des Passivs und wenden sie bewusst an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Passivsätze sind immer komplizierter und sollten vermieden werden.

    During der Partnerarbeit 'Perspektivenwechsel' achten Sie darauf, dass Schüler selbst aktiv erleben, wie das Passiv Objektivität erzeugt. Lassen Sie sie Sätze aus Zeitungsartikeln analysieren und die Wirkung des Passivs auf die Aussagekraft beschreiben.

  • Im Passiv bleibt der Täter immer weg.

    During der Stationenrotation 'Satz-Umformer' fordern Sie die Schüler auf, in der 'von'-Ergänzung den Täter zu benennen. Zeigen Sie ihnen, wie sie durch gezielte Fragen nach dem Handelnden die Struktur durchschauen können.

  • Aktiv und Passiv sind austauschbar ohne Effekt.

    During der Schreibwerkstatt lassen Sie die Schüler dasselbe Ereignis zunächst aktiv, dann passiv formulieren. Sie werden selbst erkennen, wie die Satzstruktur die Betonung und den Fokus verändert.


In dieser Übersicht verwendete Methoden