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Deutsch · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Werbung und ihre Wirkung

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Werbung komplexe Botschaften transportiert, die Schüler:innen nur durch eigenes Entdecken und Analysieren durchschauen. Die Kombination aus Stationenarbeit, kreativem Gestalten und Reflexion macht abstrakte Begriffe wie Zielgruppe oder Emotionen greifbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Lesen - mit Texten und Medien umgehen
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Werbestrategien entschlüsseln

Richten Sie vier Stationen ein: Emotionen in Bildern analysieren, Zielgruppen an Symbolen erkennen, Slogans auf Überzeugung prüfen, Spots mit Stoppuhr bewerten. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen in einer Tabelle. Abschließende Plenumdiskussion fasst Ergebnisse zusammen.

Wie versuchen Werbungen, unsere Gefühle zu beeinflussen?

ModerationstippStellen Sie beim Stationenlernen sicher, dass jede Station Materialien enthält, die für verschiedene Lernniveaus zugänglich sind, z.B. durch differenzierte Arbeitsblätter oder visuelle Hilfen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Bild einer bekannten Werbung (z.B. Haribo Gummibärchen). Bitten Sie die Schüler, auf einem Zettel zu notieren: 1. Wer ist die wahrscheinliche Zielgruppe? 2. Was ist die Hauptbotschaft? 3. Nenne eine Überzeugungstechnik, die verwendet wird.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Quellenrätsel20 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Zielgruppe profilieren

Paare erhalten eine Werbung und listen Merkmale wie Farben, Sprache und Motive auf. Sie erstellen ein Zielgruppen-Profil (Alter, Interessen) und begründen es. Austausch mit Nachbarpaar vergleicht Profile.

Welche Zielgruppe spricht eine bestimmte Werbung an und woran erkenne ich das?

Worauf zu achten istZeigen Sie einen kurzen Ausschnitt aus einem Werbespot (ca. 15-20 Sekunden). Stellen Sie folgende Fragen: 'Welche Gefühle versucht dieser Spot hervorzurufen?' und 'Welche zwei visuellen Elemente fallen Ihnen besonders auf und warum?' Sammeln Sie Antworten im Plenum oder per Handzeichen.

AnalysierenBewertenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Quellenrätsel50 Min. · Kleingruppen

Gruppenprojekt: Eigene Werbung gestalten

Gruppen wählen ein Produkt und planen eine Anzeige mit Strategien für Emotionen und Zielgruppe. Sie zeichnen oder filmen sie und präsentieren. Klasse bewertet Glaubwürdigkeit.

Wie bewerte ich die Glaubwürdigkeit von Werbeaussagen?

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf und geben Sie jeder Gruppe zwei verschiedene Anzeigen für ähnliche Produkte (z.B. zwei verschiedene Müslisorten). Fordern Sie die Gruppen auf: 'Vergleicht die Anzeigen. Welche Zielgruppe spricht jede Anzeige an und woran erkennt ihr das? Welche Anzeige findet ihr überzeugender und warum?' Lassen Sie die Gruppen ihre Ergebnisse kurz vorstellen.

AnalysierenBewertenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Quellenrätsel30 Min. · Ganze Klasse

Klassenrunde: Glaubwürdigkeits-Check

Zeigen Sie Spots vor, Schüler heben per Handzeichen (Daumen hoch/runter) Glaubwürdigkeit an. Diskutieren Sie in Plenum Gründe und Strategien.

Wie versuchen Werbungen, unsere Gefühle zu beeinflussen?

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Bild einer bekannten Werbung (z.B. Haribo Gummibärchen). Bitten Sie die Schüler, auf einem Zettel zu notieren: 1. Wer ist die wahrscheinliche Zielgruppe? 2. Was ist die Hauptbotschaft? 3. Nenne eine Überzeugungstechnik, die verwendet wird.

AnalysierenBewertenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit konkreten Beispielen aus dem Alltag der Schüler:innen, um Zugänge zu schaffen. Wichtig ist, Werbung nicht zu moralisieren, sondern als Phänomen zu behandeln, das analysiert und verstanden werden will. Vermeiden Sie es, eigene Bewertungen vorzugeben – lassen Sie die Schüler:innen ihre Schlüsse ziehen.

Am Ende der Einheit können Schüler:innen Werbestrategien benennen, Zielgruppen identifizieren und bewerten, wie Emotionen oder Überzeugungsmechanismen eingesetzt werden. Erfolg zeigt sich darin, dass sie Alltagsbeispiele selbstständig analysieren und eigene Werbung mit klaren Absichten gestalten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Viele Schüler:innen glauben während des Stationenlernens „Werbung sagt immer die reine Wahrheit.“

    Während der Stationenarbeit mit realen Werbeplakaten und -spots gehen die Schüler:innen gezielt auf die Suche nach Übertreibungen, Halbwahrheiten oder emotionalen Tricks. Sie markieren diese im Material und vergleichen ihre Funde in Kleingruppen.

  • Schüler:innen nehmen während der Paararbeit an, „Alle Werbung richtet sich an Kinder.“

    Bei der Zielgruppenprofilierung analysieren die Paare unterschiedliche Werbetexte und -bilder. Sie notieren, welche Merkmale auf bestimmte Altersgruppen oder Interessen hindeuten und diskutieren, warum dieselben Produkte mal an Erwachsene, mal an Jugendliche gerichtet sind.

  • Während der Gruppenprojektphase glauben einige Schüler:innen, „Werbung beeinflusst nur Kaufentscheidungen.“

    Beim Gestalten eigener Werbung überlegen die Gruppen bewusst, welche Gefühle sie ansprechen wollen. Durch den Vergleich mit professioneller Werbung erkennen sie, wie Emotionen wie Freude, Angst oder Neid gezielt eingesetzt werden.


In dieser Übersicht verwendete Methoden