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Deutsch · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Sprachliche Bilder in Gedichten

Sprachliche Bilder wirken am stärksten, wenn Lernende sie aktiv entdecken und nicht nur passiv erklärt bekommen. Durch Bewegung, Diskussion und eigene Produktion begreifen Schülerinnen und Schüler, wie Dichter Gefühle und Vorstellungen durch Vergleiche, Metaphern und Personifikationen erzeugen. Das fördert nicht nur das Textverständnis, sondern schult auch die Fähigkeit, literarische Mittel bewusst wahrzunehmen und zu deuten.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Lesen - mit Texten und Medien umgehen
15–30 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Hexagonales Denken20 Min. · Partnerarbeit

Partnerarbeit: Bilder jagen

Die Paare lesen ein Gedicht und unterstreichen Vergleiche, Metaphern und Personifikationen. Sie erklären sich gegenseitig die Bedeutung. Abschließend präsentieren sie ein Beispiel der Klasse.

Welche Bilder erzeugt der Dichter durch Vergleiche und Personifikationen?

ModerationstippStellen Sie bei der Partnerarbeit 'Bilder jagen' klare Zeitlimits und konkrete Aufgabenstellungen, damit die Suche nach sprachlichen Bildern fokussiert bleibt.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein kurzes Gedicht. Sie sollen einen Vergleich und eine Metapher identifizieren und jeweils in einem Satz erklären, welche Vorstellung das Bild im Gedicht erzeugt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Hexagonales Denken30 Min. · Kleingruppen

Kleingruppen: Bildkarten

Jede Gruppe erhält Karten mit Gedichtzeilen und passt passende Bilder hinzu. Sie diskutieren die Wirkung und erstellen ein Plakat. Die Plakate werden im Plenum gezeigt.

Wie unterscheide ich eine Metapher von einem Vergleich?

ModerationstippVerteilen Sie bei der Bildkarten-Methode pro Gruppe mindestens ein Gedicht mit besonders prägnanten sprachlichen Bildern, um die Diskussion anzuregen.

Worauf zu achten istLehrkraft: 'Wir haben heute gelernt, wie wichtig sprachliche Bilder sind. Nennt mir ein Beispiel aus dem Gedicht, das euch besonders gut gefallen hat, und erklärt, warum gerade dieses Bild für euch wirkungsvoll war. Was hätte man anders sagen können, um eine andere Wirkung zu erzielen?'

AnalysierenBewertenErschaffenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Hexagonales Denken25 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Gedichtdebatte

Die Klasse diskutiert die zentrale Botschaft eines Gedichts unter Berücksichtigung der Bilder. Jede Schülerin und jeder Schüler trägt eine Beobachtung bei.

Wie tragen sprachliche Bilder zur Gesamtaussage eines Gedichts bei?

ModerationstippSteuern Sie die Gedichtdebatte durch gezielte Nachfragen, damit die Schülerinnen und Schüler nicht nur Beispiele nennen, sondern auch die Wirkung der Bilder begründen.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft nennt verschiedene sprachliche Bilder (z.B. 'Die Sonne lacht', 'schnell wie der Blitz', 'ein Meer aus Tränen'). Die Schülerinnen und Schüler zeigen auf einer Skala von 1-3 (1=Vergleich, 2=Metapher, 3=Personifikation), um welche Art von sprachlichem Bild es sich handelt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Hexagonales Denken15 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Eigene Metapher

Jeder Schüler schreibt eine Metapher zu einem Thema und erklärt ihre Wirkung. Diese werden anonym gesammelt und bewertet.

Welche Bilder erzeugt der Dichter durch Vergleiche und Personifikationen?

ModerationstippFordern Sie die Lernenden bei der individuellen Metaphern-Erstellung auf, ihre Bilder zunächst zu skizzieren, bevor sie sie verschriftlichen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein kurzes Gedicht. Sie sollen einen Vergleich und eine Metapher identifizieren und jeweils in einem Satz erklären, welche Vorstellung das Bild im Gedicht erzeugt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einfachen, emotional ansprechenden Gedichten, um das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu wecken. Sie vermeiden trockene Definitionen und setzen stattdessen auf entdeckendes Lernen, bei dem die Lernenden selbst die Wirkung sprachlicher Bilder erproben. Wichtig ist, dass sie immer wieder den Bogen zur Gesamtaussage des Gedichts schlagen und zeigen, wie Bilder Stimmungen und Themen verstärken.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler sprachliche Bilder sicher identifizieren, ihre Funktion erklären und selbst kreativ anwenden können. Sie diskutieren über die Wirkung von Bildern und erkennen, wie diese die Aussage eines Gedichts prägen. Die Fähigkeit, zwischen Metaphern und Vergleichen zu unterscheiden, wird zur automatisierten Routine.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Partnerarbeit 'Bilder jagen' werden Metaphern und Vergleiche oft verwechselt.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die gefundenen sprachlichen Bilder direkt in eine Tabelle einzutragen: In die erste Spalte kommen alle Vergleiche (mit 'wie' oder 'als'), in die zweite Spalte alle Metaphern (direkte Aussagen). Besprechen Sie gemeinsam die Unterschiede anhand der gefundenen Beispiele.

  • Während der Bildkarten-Methode wird angenommen, dass Personifikationen nur der Unterhaltung dienen.

    Bitten Sie die Gruppen, zu jeder Personifikation (z.B. 'Die Zeit flüstert') zu notieren, welche abstrakte Idee damit dargestellt wird und wie diese Darstellung die Emotionen im Gedicht verstärkt. Diskutieren Sie im Plenum, warum solche Bilder oft eindringlicher wirken als wörtliche Aussagen.

  • Während der Gedichtdebatte werden sprachliche Bilder wörtlich genommen.

    Lenken Sie die Diskussion gezielt auf die symbolische Bedeutung der Bilder. Fragen Sie etwa: 'Was könnte der Dichter mit diesem Bild ausdrücken wollen, obwohl es nicht wörtlich gemeint ist?' und fordern Sie die Lernenden auf, ihre Interpretationen mit Textstellen zu begründen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden