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Deutsch · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Umgangssprache und Standardsprache

Aktives Lernen funktioniert besonders gut bei diesem Thema, weil Kinder durch eigenes Handeln und Ausprobieren die Unterschiede zwischen Umgangs- und Standardsprache direkt erleben. Durch Rollenspiele und interaktive Aufgaben prägen sie sich die Situationen ein, in denen jede Sprachform passt.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Sprechen und ZuhörenKMK: Grundschule - Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
25–40 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel35 Min. · Partnerarbeit

Rollenspiel: Alltagssituationen

Teilen Sie die Klasse in Paare ein. Jede Pair übt zwei Szenarien: Begrüßung eines Freundes (Umgangssprache) und eines Lehrers (Standardsprache). Die Partner geben Feedback zur Passung. Abschließend teilen Gruppen ihre besten Beispiele im Plenum.

Wann ist es angemessen, Umgangssprache zu verwenden und wann Standardsprache?

ModerationstippLassen Sie die Schülerinnen und Schüler im Rollenspiel Alltagssituationen selbst auswählen, um ihre Motivation zu steigern.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten zwei kurze Sätze: 'Hey, was geht?' und 'Guten Tag, wie geht es Ihnen?'. Sie sollen auf einem Zettel notieren, welche Aussage Umgangssprache und welche Standardsprache ist und in welcher Situation (z.B. mit einem Freund, mit der Schulleiterin) jede Aussage am besten passt.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Rollenspiel25 Min. · Kleingruppen

Sortierspiel: Sätze zuordnen

Bereiten Sie Karten mit Sätzen vor, z.B. 'Ey, mach das!' oder 'Würden Sie das bitte machen?'. In kleinen Gruppen sortieren Schüler die Karten in 'mit Freunden' oder 'mit Erwachsenen'. Diskutieren Sie Grenzfälle gemeinsam.

Wie verändert sich meine Sprache, wenn ich mit Erwachsenen spreche?

ModerationstippBeim Sortierspiel fordern Sie die Kinder auf, ihre Entscheidungen laut zu begründen, um das Sprachbewusstsein zu schärfen.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern folgende Frage: 'Stellt euch vor, ihr trefft eure beste Freundin auf dem Spielplatz und später am Tag müsst ihr eure Großeltern anrufen. Wie würdet ihr mit eurer Freundin sprechen und wie mit euren Großeltern? Nennt Beispiele für Wörter oder Sätze, die ihr verwenden würdet.'

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Situationskarten: Gruppendiskussion

Verteilen Sie Karten mit Szenen wie 'Im Supermarkt' oder 'Beim Fußball'. Gruppen entscheiden kollektiv die passende Sprachform und formulieren Beispielsätze. Präsentieren Sie die Ergebnisse und vergleichen.

Beurteile, welche Sprachform in einer bestimmten Situation am besten geeignet ist.

ModerationstippNutzen Sie die Situationskarten für offene Diskussionen, bei denen auch ungewöhnliche Perspektiven Raum finden.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Situationen (z.B. Kinder spielen, ein Kind spricht mit einem Lehrer, eine Familie isst gemeinsam). Bitten Sie die Schüler, für jede Situation zu entscheiden, ob eher Umgangssprache oder Standardsprache angebracht ist und kurz zu begründen, warum.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Selbstreflexion: Audio-Aufnahme

Schüler nehmen kurze Gespräche mit Partnern auf, einmal informell, einmal formell. Hören Sie gemeinsam an und bewerten die Angemessenheit anhand einer Checkliste.

Wann ist es angemessen, Umgangssprache zu verwenden und wann Standardsprache?

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten zwei kurze Sätze: 'Hey, was geht?' und 'Guten Tag, wie geht es Ihnen?'. Sie sollen auf einem Zettel notieren, welche Aussage Umgangssprache und welche Standardsprache ist und in welcher Situation (z.B. mit einem Freund, mit der Schulleiterin) jede Aussage am besten passt.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Gehen Sie schrittweise vor: Beginnen Sie mit einfachen Beispielen aus dem Alltag der Kinder, um Vertrautheit zu schaffen. Vermeiden Sie abstrakte Erklärungen, sondern lassen Sie die Schüler die Unterschiede selbst entdecken. Forschung zeigt, dass Kinder Sprachformen besser behalten, wenn sie sie in authentischen Kontexten anwenden können.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn die Schülerinnen und Schüler in den Spielen und Diskussionen zielgerichtet zwischen Umgangs- und Standardsprache wechseln können. Sie erklären selbstständig, warum eine bestimmte Sprachform in einer Situation angemessen ist.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Rollenspiels Alltagssituationen beobachten manche Kinder, dass Umgangssprache bei Freunden besser ankommt, und schließen daraus, dass sie überall besser ist.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Reaktionen der Gesprächspartner. Bitten Sie die Schüler zu beschreiben, wie sie sich fühlen, wenn sie Standardsprache hören, und vergleichen Sie das mit den Gefühlen bei Umgangssprache.

  • Im Sortierspiel halten einige Schüler Standardsprache für übertrieben und kompliziert.

    Zeigen Sie einfache Beispiele von Standardsprache, die höflich und klar sind, wie 'Darf ich bitte mal vorbei?' im Vergleich zu 'Mach mal Platz!'. Fragen Sie die Kinder, welche Variante sie lieber anwenden würden.

  • Während des Sortierspiels Sätze zuordnen glauben manche, der Unterschied liege nur an 'du' oder 'Sie'.

    Heben Sie die Wortwahl und Satzstruktur hervor. Lassen Sie die Schüler Sätze wie 'Komm her!' und 'Kommen Sie bitte her!' vergleichen und beschreiben, wie sich die Aussagen anfühlen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden