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Chemie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Trennverfahren: Filtration und Sedimentation

Aktive Lernformen wie Stationenrotation und Experimentieren ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, die Prinzipien von Filtration und Sedimentation direkt zu erleben. Durch praktisches Handeln entwickeln sie ein tieferes Verständnis für die zugrundeliegenden physikalischen Vorgänge, als es theoretische Erklärungen allein jemals könnten.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErkenntnisgewinnungKMK: Sekundarstufe I - Bewertung
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Filtration vs. Sedimentation

Richten Sie zwei Stationen ein: Eine mit Trichter und Filterpapier für Sand-Wasser-Filtration, die andere mit Messzylinder für Sedimentation. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Zeit bis Klarheit und Volumen des Klarwassers. Abschließende Plenumdiskussion vergleicht Effizienz.

Erklären Sie, welche Stoffeigenschaft bei der Filtration zur Trennung genutzt wird.

ModerationstippWährend der Stationenrotation (Aktivität 1) stellen Sie sicher, dass jede Gruppe sowohl Filtration als auch Sedimentation selbst durchführt und die Beobachtungen direkt vergleicht, um die Unterschiede der Verfahren zu verinnerlichen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein kleines Blatt Papier. Bitten Sie sie, zwei Sätze zu schreiben: Der erste Satz erklärt, welche Stoffeigenschaft bei der Filtration genutzt wird, und der zweite Satz erklärt, welche Stoffeigenschaft bei der Sedimentation genutzt wird.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Forschungskreis50 Min. · Partnerarbeit

Experimentdesign: Sand-Wasser-Trennung

Paare erhalten Sand-Wasser-Gemisch und Materialien. Sie planen ein Verfahren mit Filtration oder Sedimentation, führen es durch, messen Rückstände und diskutieren Optimierungen. Präsentation der besten Methode im Plenum.

Vergleichen Sie die Effizienz von Sedimentation und Filtration bei der Trennung von Feststoffen aus Flüssigkeiten.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein Bild eines Gemisches aus Sand und Wasser. Fragen Sie die Schüler: 'Welches Trennverfahren würden Sie zuerst anwenden, um den Sand vom Wasser zu trennen, und warum?' Bewerten Sie die Begründungen der Schüler.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Forschungskreis40 Min. · Kleingruppen

Vergleichsversuch: Verschiedene Gemische

Klassenweise testen Gruppen Gemische mit grobem/feinem Sand. Führen Sie Filtration und Sedimentation parallel durch, protokollieren Zeit und Reinheit. Gemeinsame Auswertung per Tabelle.

Designen Sie ein Experiment zur Trennung eines Sand-Wasser-Gemisches.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie müssten feinen Staub aus der Luft entfernen. Würden Sie eher Filtration oder Sedimentation verwenden? Begründen Sie Ihre Wahl und nennen Sie ein Beispiel für ein Filtermedium, das geeignet wäre.'

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Forschungskreis30 Min. · Einzelarbeit

Modellbau: Sedimentationstank

Individuell bauen Schüler einen einfachen Sedimentschicht-Modell aus Glasflaschen mit Schichten unterschiedlicher Dichte (Sand, Ton, Wasser). Beobachten Sie Absinkszeiten und skizzieren Prinzipien.

Erklären Sie, welche Stoffeigenschaft bei der Filtration zur Trennung genutzt wird.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein kleines Blatt Papier. Bitten Sie sie, zwei Sätze zu schreiben: Der erste Satz erklärt, welche Stoffeigenschaft bei der Filtration genutzt wird, und der zweite Satz erklärt, welche Stoffeigenschaft bei der Sedimentation genutzt wird.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine klare Struktur: Zuerst führen die Schüler einfache Versuche durch, um ein Gefühl für die Verfahren zu bekommen. Anschließend werden die Beobachtungen systematisch reflektiert und mit Fachbegriffen verknüpft. Wichtig ist, dass die Schüler die Prinzipien selbst formulieren, statt sie nur vorgegeben zu bekommen. Vermeiden Sie es, zu schnell auf die theoretischen Grundlagen einzugehen – die Schüler brauchen Zeit, um die Phänomene zu verstehen.

Am Ende der Einheit sollten die Lernenden nicht nur die Definitionen von Filtration und Sedimentation wiedergeben, sondern auch selbstständig entscheiden können, welches Verfahren in einer gegebenen Situation geeignet ist. Sie analysieren Gemische, planen Versuche und bewerten die Effizienz der Trennverfahren kritisch.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Stationenrotation: Filtration vs. Sedimentation, hören Sie möglicherweise Schüler sagen, dass Filtration nach Löslichkeit trennt.

    Nutzen Sie die Stationen, um gezielt Gemische zu testen, die gelöste und ungelöste Stoffe enthalten (z.B. Zuckerwasser und Sandwasser). Die Schüler werden selbst erkennen, dass nur unlösliche Partikel im Filter zurückbleiben, und Sie können die Diskussion direkt an das Experiment anknüpfen.

  • During Experimentdesign: Sand-Wasser-Trennung, könnte die Annahme aufkommen, dass Sedimentation immer schneller als Filtration ist.

    Lassen Sie die Gruppen in ihrem Experimentdesign beide Verfahren direkt vergleichen und die benötigte Zeit messen. Feine Partikel sedimentieren oft langsamer – dies wird durch ihre Messungen sichtbar und korrigiert die Fehleinschätzung.

  • During Vergleichsversuch: Verschiedene Gemische, gehen manche Schüler davon aus, dass Filter alle Feststoffe komplett entfernen.

    Geben Sie den Gruppen verschiedene Filtermaterialien (z.B. Kaffeefilter, Papier, Stoff) und lassen Sie sie testen. Die Schüler werden sehen, dass feine Partikel durchkommen, und können so die Grenzen der Filtration selbst erkunden.


In dieser Übersicht verwendete Methoden