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Chemie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Lösungsvorgänge auf Teilchenebene

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil das Thema abstrakte Teilchenprozesse mit sichtbaren Phänomenen verbindet. Schülerinnen und Schüler entwickeln ein mentales Modell, indem sie Experimente direkt mit der Theorie verknüpfen und nicht nur Fakten auswendig lernen müssen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - Kommunikation
10–25 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Experiment: Zucker vs. Sand

Schülerinnen und Schüler lösen Zucker in Wasser und beobachten Sand. Sie skizzieren Teilchenmodelle vor und nach dem Vorgang. Diskussion der Unterschiede.

Erklären Sie, warum sich Zucker in Wasser löst, während Sand dies nicht tut, auf Teilchenebene.

ModerationstippBeim Experiment 'Zucker vs. Sand' die Schülerinnen und Schüler anleiten, die Unterschiede in den Teilchenebenen zunächst mündlich zu beschreiben, bevor sie zeichnen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Zeichnung eines Wassertropfens und eines Salzkristalls. Sie sollen erklären, was auf Teilchenebene passiert, wenn das Salz ins Wasser gegeben wird, und dabei die Begriffe 'Lösungsmittel', 'gelöster Stoff' und 'Hydratationshülle' verwenden.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Modell: Teilchenverteilung

Mit Kugeln oder Bohnen bauen Gruppen Modelle von Lösungen. Sie vergleichen polare und unpolare Stoffe. Präsentation der Modelle in der Klasse.

Analysieren Sie, welche Faktoren die Geschwindigkeit eines Lösungsvorgangs beeinflussen.

ModerationstippIm Modell 'Teilchenverteilung' darauf achten, dass die Lernenden die Hydratationshülle klar als Anordnung der Wassermoleküle um die Zuckermoleküle darstellen.

Worauf zu achten istDer Lehrer gibt zwei Bechergläser vor: eines mit warmem und eines mit kaltem Wasser. Ein Löffel Zucker wird in beide gleichzeitig gegeben. Die Schülerinnen und Schüler beobachten und notieren, in welchem Wasser sich der Zucker schneller löst und begründen dies mithilfe des Teilchenmodells.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Faktoren: Löslichkeitsgeschwindigkeit

Testen von Temperatur und Rühren bei der Auflösung von Salz. Messen der Zeit bis vollständige Lösung. Auswertung in Diagrammen.

Begründen Sie, warum die Gesamtmasse bei einem Lösungsvorgang erhalten bleibt.

ModerationstippBei 'Faktoren: Löslichkeitsgeschwindigkeit' die Schülerinnen und Schüler explizit auffordern, ihre Beobachtungen mit dem Teilchenmodell zu begründen, nicht nur mit Alltagswissen.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie in Kleingruppen: Warum ist es wichtig, dass die Gesamtmasse bei einem Lösungsvorgang erhalten bleibt? Geben Sie ein Beispiel, wo diese Massenerhaltung eine Rolle spielt (z.B. beim Kochen oder bei chemischen Reaktionen).

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Messung: Masseerhaltung

Wiegen von Stoff und Wasser vor und nach dem Lösen. Vergleich der Massen. Reflexion zur Teilchenmasse.

Erklären Sie, warum sich Zucker in Wasser löst, während Sand dies nicht tut, auf Teilchenebene.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Zeichnung eines Wassertropfens und eines Salzkristalls. Sie sollen erklären, was auf Teilchenebene passiert, wenn das Salz ins Wasser gegeben wird, und dabei die Begriffe 'Lösungsmittel', 'gelöster Stoff' und 'Hydratationshülle' verwenden.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß gelingt das Thema am besten, wenn die Lehrkraft die Experimente als Ausgangspunkt für die Theorie nimmt und nicht umgekehrt. Vermeiden Sie es, das Teilchenmodell zu früh zu abstrakt darzustellen – nutzen Sie stattdessen die sichtbaren Effekte, um die unsichtbaren Prozesse begreifbar zu machen. Achten Sie darauf, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur die Begriffe 'polar' und 'unpolar' kennen, sondern auch erkennen, wie sich diese auf die Wechselwirkungen auswirken.

Am Ende können die Lernenden erklären, warum sich bestimmte Stoffe lösen und andere nicht, und sie nutzen das Teilchenmodell, um Beobachtungen auf submikroskopischer Ebene zu deuten. Erfolg zeigt sich in der korrekten Anwendung der Begriffe und der Fähigkeit, Alltagsbeobachtungen zu verknüpfen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Experiments 'Zucker vs. Sand' hören Sie möglicherweise Schülerinnen und Schüler sagen, dass sich der Zucker 'auflöst und verschwindet'.

    Nutzen Sie die Gelegenheit, um die Lernenden anzuleiten, die Zuckerteilchen im Wasser zu suchen – etwa durch eine Lupe oder eine Zeichnung – und zu betonen, dass sie sich nur gleichmäßig verteilen, aber nicht verloren gehen.

  • Während des Experiments 'Zucker vs. Sand' könnte die Aussage fallen, dass Sand sich nicht löst, weil er 'zu schwer' ist.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Wechselwirkung zwischen den Teilchen: Zeigen Sie, dass Sandteilchen unpolar sind und daher nicht von den polaren Wassermolekülen umhüllt werden können.

  • Während der Aktivität 'Faktoren: Löslichkeitsgeschwindigkeit' könnte die Annahme entstehen, dass Rühren die Löslichkeit erhöht.

    Nutzen Sie die abschließende Diskussion, um klar zu stellen: Rühren beschleunigt zwar die Verteilung der Teilchen, ändert aber nicht die maximale Menge, die sich lösen kann.


In dieser Übersicht verwendete Methoden