Skip to content
Chemie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Löslichkeit und Aggregatzustände

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Schülerinnen und Schüler Löslichkeit und Aggregatzustände direkt beobachten und messen können. Durch Experimentieren und konkrete Vergleiche werden abstrakte Teilchenmodelle greifbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Fallstudienanalyse45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Löslichkeitsmessung

Richten Sie drei Stationen ein: Salz in kaltem/heißem Wasser, Zucker in kaltem/heißem Wasser, Rühren vs. Stillstand. Gruppen wiegen 10 g Substanz ab, lösen in 100 ml Wasser bei definierter Temperatur und filtern Rückstände nach 5 Minuten. Notieren Sie gelöste Mengen und vergleichen Sie.

Vergleichen Sie die Löslichkeit von Salz und Zucker in Wasser bei unterschiedlichen Temperaturen.

ModerationstippBei der Stationenrotation: Bereiten Sie für jede Station klare Arbeitsanweisungen mit Materiallisten vor, damit die Schüler selbstständig arbeiten können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nennen Sie zwei Faktoren, die die Löslichkeit von Zucker in Wasser beeinflussen, und erklären Sie kurz, wie sie wirken.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karte.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Fallstudienanalyse30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Aggregatzustandsmodelle

Paare bauen Modelle mit Murmeln in Behältern: Fest (fest gepackt), Flüssig ( locker beweglich), Gas (verstreut mit Schütteln). Beschreiben Sie Teilchenbewegung und testen Volumenänderung durch Erwärmung. Diskutieren Sie Beobachtungen.

Erklären Sie, welche Faktoren die Löslichkeit eines Feststoffes in einer Flüssigkeit beeinflussen.

ModerationstippBei der Paararbeit zu Aggregatzustandsmodellen: Geben Sie den Schülern konkrete Beispiele wie Murmeln oder Luftballons vor, um die Teilchenbewegung sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern drei Becher mit Wasser vor: einen kalt, einen warm, einen kochend. Geben Sie jedem Becher einen Löffel Salz. Fragen Sie: 'Welcher Becher wird das Salz am schnellsten auflösen und warum?' Die Schüler zeigen auf den Becher und geben eine kurze mündliche Begründung.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Fallstudienanalyse35 Min. · Ganze Klasse

Ganzklasse-Experiment: Lösungsmittelvergleich

Die Klasse testet Öl, Wasser und Alkohol mit Salz und Zucker. Jede Schülerin/Schüler trägt eine Messung bei, Ergebnisse werden geteilt und in einer Tabelle zusammengefasst. Erörtern Sie Polarität als Faktor.

Analysieren Sie die Unterschiede in der Anordnung und Bewegung der Teilchen in festen, flüssigen und gasförmigen Aggregatzuständen.

ModerationstippBeim Ganzklasse-Experiment: Nutzen Sie Wasser mit unterschiedlichen Temperaturen und zeigen Sie den Schülern direkt die Unterschiede in der Lösungsgeschwindigkeit.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in drei Gruppen ein: Fest, Flüssig, Gas. Bitten Sie jede Gruppe, drei Eigenschaften ihres Aggregatzustandes zu nennen und zu erklären, wie die Teilchenbewegung diese Eigenschaften verursacht. Lassen Sie die Gruppen ihre Ergebnisse der Klasse präsentieren.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Fallstudienanalyse25 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Aufgabe: Temperaturkurve

Jede Schülerin/Schüler löst Zucker in Wasser bei 20, 40, 60 °C, misst Löslichkeit und zeichnet eine Kurve. Teilen Sie Grafiken in Plenum.

Vergleichen Sie die Löslichkeit von Salz und Zucker in Wasser bei unterschiedlichen Temperaturen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nennen Sie zwei Faktoren, die die Löslichkeit von Zucker in Wasser beeinflussen, und erklären Sie kurz, wie sie wirken.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karte.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Chemie-Aktivitäten passen

Nutzen, bearbeiten, drucken oder teilen.

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Setzen Sie auf schrittweise Erklärungen: Beginnen Sie mit einfachen Beobachtungen und messbaren Effekten, bevor Sie das Teilchenmodell einführen. Vermeiden Sie zu frühe theoretische Vertiefungen, da diese oft zu Missverständnissen führen. Nutzen Sie Alltagsbeispiele wie das Auflösen von Salz im Tee oder Zucker im Kaffee, um die Relevanz zu verdeutlichen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn die Schülerinnen und Schüler Temperaturabhängigkeiten messen, Stoffunterschiede erkennen und Teilchenbewegungen in Modellen erklären können. Sie sollen eigenständig Faktoren wie Temperatur und Stoffart benennen und ihre Wirkung begründen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation Löslichkeitsmessung beobachten Sie, dass einige Schüler annehmen, alle Stoffe lösen sich gleich gut in Wasser.

    Nutzen Sie die Station mit dem direkten Vergleich von Salz und Zucker: Lassen Sie die Schüler die gelösten Mengen abwiegen und gemeinsam diskutieren, welcher Stoff sich besser löst und warum.

  • Während der Paararbeit Aggregatzustandsmodelle meinen einige Schüler, Teilchen in Gasen stünden still.

    Fordern Sie die Schüler auf, mit Luftballons oder Murmeln die Bewegung der Teilchen zu simulieren und die Unterschiede zwischen den Aggregatzuständen im Plenum zu besprechen.

  • Während der individuellen Aufgabe Temperaturkurve glauben einige Schüler nicht, dass Temperatur die Löslichkeit beeinflusst.

    Nutzen Sie die gemessenen Daten der Schüler: Lassen Sie sie ihre Temperaturkurven vergleichen und gemeinsam erarbeiten, dass höhere Temperaturen die Löslichkeit vieler Feststoffe erhöhen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden