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Chemie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Grundlagen der Makromoleküle

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler durch haptische und visuelle Zugänge abstrakte Strukturen begreifen. Das Bauen und Sortieren macht große Moleküle greifbar und fördert das Verständnis für Zusammenhänge zwischen Aufbau und Eigenschaften.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Fachwissen: MakromoleküleKMK: Sekundarstufe II - Kommunikation: Fachsprache
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Concept-Mapping35 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Polymerstrukturen

Gruppen erhalten Perlen als Monomere und verbinden sie zu linearen, verzweigten und vernetzten Modellen mit Schnüren oder Kleber. Sie notieren erwartete Eigenschaften wie Biegsamkeit und testen durch Ziehen oder Drücken. Abschließend präsentieren sie Vergleiche.

Differentiieren Sie zwischen Monomeren, Oligomeren und Polymeren.

ModerationstippWährend des Modellbaus die Schülerinnen und Schüler gezielt fragen, wie sich ihre gebauten Strukturen (linear, verzweigt, vernetzt) auf die mechanischen Eigenschaften auswirken würden.

Worauf zu achten istLegen Sie den Schülerinnen und Schülern eine Auswahl von Polymerbeispielen (z.B. ein Stück Gummi, ein Holzspan, ein Stück Plastikfolie) vor. Bitten Sie sie, auf einem Arbeitsblatt zu notieren, ob es sich um ein natürliches oder synthetisches Polymer handelt und welche Struktur (linear, verzweigt, vernetzt) sie vermuten, begründet durch die beobachteten Eigenschaften.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 02

Concept-Mapping25 Min. · Partnerarbeit

Klassifikationskarten: Polymere sortieren

Paare erhalten Karten mit Beispielen wie Gummi, Nylon oder DNA und sortieren sie nach Herkunft und Struktur. Sie diskutieren Kriterien und erstellen eine Tabelle. Der Lehrer gibt Feedback in der Plenumsphase.

Klassifizieren Sie Polymere nach ihrer Struktur (linear, verzweigt, vernetzt) und Herkunft (natürlich, synthetisch).

ModerationstippBei den Klassifikationskarten die Teams regelmäßig mischen, damit unterschiedliche Perspektiven ausgetauscht werden und alle am Sortierprozess teilnehmen.

Worauf zu achten istGeben Sie jeder Schülerin und jedem Schüler eine Karte mit einem Begriff (Monomer, Oligomer, Polymer). Die Schülerinnen und Schüler schreiben auf die Rückseite eine kurze Definition und ein konkretes Beispiel. Anschließend werden die Karten eingesammelt und die Definitionen anonym vorgelesen, damit die Klasse den Begriff erraten kann.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 03

Concept-Mapping45 Min. · Kleingruppen

Molmassen-Experiment: Viskositätsvergleich

Die Klasse misst die Fließzeit verschiedener Stärke-Lösungen mit unterschiedlicher Konzentration durch ein Röhrchen. Sie korrelieren Ergebnisse mit Molmasse und erklären Zusammenhänge in Gruppenprotokollen.

Erklären Sie die Bedeutung der Molmasse für die Eigenschaften von Polymeren.

ModerationstippBeim Viskositätsexperiment die Schülerinnen und Schüler dazu anhalten, ihre Beobachtungen direkt mit den Polymerstrukturen zu verknüpfen und Hypothesen zu formulieren, bevor sie die Ergebnisse vergleichen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wie könnte die Molmasse eines Polymers die Verarbeitung zu einem Werkzeug beeinflussen?' Leiten Sie eine Diskussion, in der die Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen von hoher und niedriger Molmasse auf Schmelzpunkt, Viskosität und die daraus resultierenden Verarbeitungsschritte (z.B. Spritzguss vs. Extrusion) erörtern.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 04

Concept-Mapping20 Min. · Partnerarbeit

Fachsprache-Quiz: Begriffe anwenden

Individuell definieren Schülerinnen und Schüler Begriffe wie Oligomer und vernetzt, dann diskutieren sie in Paaren Anwendungsbeispiele. Gemeinsam erstellen sie ein Glossar.

Differentiieren Sie zwischen Monomeren, Oligomeren und Polymeren.

ModerationstippIm Fachsprache-Quiz die Begriffe nicht nur abfragen, sondern die Anwendung in konkreten Beispielen einfordern, um das Verständnis zu vertiefen.

Worauf zu achten istLegen Sie den Schülerinnen und Schülern eine Auswahl von Polymerbeispielen (z.B. ein Stück Gummi, ein Holzspan, ein Stück Plastikfolie) vor. Bitten Sie sie, auf einem Arbeitsblatt zu notieren, ob es sich um ein natürliches oder synthetisches Polymer handelt und welche Struktur (linear, verzweigt, vernetzt) sie vermuten, begründet durch die beobachteten Eigenschaften.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte nutzen hier einen dreistufigen Ansatz: Erstens bauen die Schülerinnen und Schüler selbst Modelle, um Strukturen zu verinnerlichen. Zweitens sortieren sie Beispiele, um Kategorien zu festigen. Drittens diskutieren sie Eigenschaften im Kontext, um Transfer zu fördern. Wichtig ist, Fehlvorstellungen direkt durch konkrete Beobachtungen aus den Aktivitäten zu korrigieren. Vermeiden Sie reine Theoriephasen, da die abstrakten Strukturen sonst schwer verständlich bleiben.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schülerinnen und Schüler Monomere, Oligomere und Polymere sicher unterscheiden. Sie können natürliche und synthetische Polymere benennen und deren Strukturen mit mechanischen Eigenschaften verknüpfen. Die Fachsprache wird aktiv und korrekt angewendet.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Aktivität 'Klassifikationskarten: Polymere sortieren' beobachten manche Schülerinnen und Schüler, dass sie alle Polymere als synthetisch einordnen. Sie verbinden natürliche Polymere nicht mit Alltagsgegenständen.

    Nutzen Sie die Sortierkarten mit Beispielen wie Holz, Baumwolle oder Seide und fragen Sie gezielt nach der Herkunft dieser Materialien. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Karten in zwei Gruppen (natürlich/synthetisch) sortieren und gemeinsam Beispiele für natürliche Quellen (Pflanzen, Tiere) sammeln.

  • Während des Experiments 'Molmassen-Experiment: Viskositätsvergleich' gehen einige davon aus, dass eine höhere Molmasse immer zu besseren Eigenschaften führt.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Viskosität zweier Lösungen mit unterschiedlichen Molmassen zu vergleichen und zu notieren, welche Lösung sich schwerer verarbeiten lässt. Diskutieren Sie im Plenum, warum höhere Molmasse zwar Festigkeit erhöht, aber die Verarbeitung erschwert.

  • Während des Modellbaus 'Polymerstrukturen' wird oft angenommen, dass die Struktur keinen Einfluss auf physikalische Eigenschaften hat.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Modelle mechanisch testen (z.B. dehnen, knicken) und die Ergebnisse dokumentieren. Fragen Sie nach, warum lineare Polymere flexibler sind als vernetzte und wie sich das auf die Anwendung auswirkt.


In dieser Übersicht verwendete Methoden