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Chemie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Additive und Modifizierung von Kunststoffen

Aktive Experimente und Analysen zeigen Schülerinnen und Schülern direkt, wie Additive Kunststoff-Eigenschaften verändern, ohne dass sie abstrakte Theorie auswendig lernen müssen. Durch eigenes Ausprobieren und Diskutieren verstehen sie die Bedeutung von Weichmachern, Stabilisatoren und Flammschutzmitteln in realen Anwendungen wie Verpackungen oder Spielzeugen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Fachwissen: WerkstoffeKMK: Sekundarstufe II - Bewertung: Nachhaltigkeit
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Fallstudienanalyse45 Min. · Kleingruppen

Experiment: Weichmacher testen

Schüler mischen PVC-Pulver mit und ohne Weichmacher, formen Proben und prüfen Biegsamkeit. Sie notieren Veränderungen und diskutieren Anwendungen. Ein Vergleich zeigt physikalische Effekte klar.

Analysieren Sie die Funktion von Weichmachern, Stabilisatoren und Flammschutzmitteln in Kunststoffen.

ModerationstippFordern Sie die Lernenden während des Experiments auf, ihre Beobachtungen sofort mit den theoretischen Eigenschaften der Additive zu vergleichen und Unterschiede schriftlich festzuhalten.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern drei Kunststoffproben zur Verfügung, die jeweils durch ein anderes Additiv modifiziert wurden (z.B. PVC mit und ohne Weichmacher, ein Polymer mit Flammschutzmittel). Bitten Sie sie, die offensichtlichsten Unterschiede in den Eigenschaften zu beschreiben und zu vermuten, welches Additiv für die jeweilige Eigenschaft verantwortlich ist.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Fallstudienanalyse30 Min. · Partnerarbeit

Gruppenanalyse: Stabilisatoren

Gruppen altern Kunststoffproben mit UV-Licht, mit und ohne Stabilisatoren. Sie bewerten Abbau und berichten Vor- Nachteile. Fördert Beobachtung und Argumentation.

Bewerten Sie die Vor- und Nachteile der Modifizierung von Kunststoffen für spezifische Anwendungen.

ModerationstippGeben Sie den Gruppen für die Stabilisatoren-Analyse klare Kriterien vor, z.B. 'Haltbarkeit unter UV-Licht', um strukturierte Ergebnisse zu ermöglichen.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie entwickeln ein neues Spielzeug für Kleinkinder. Welche Additive würden Sie in den Kunststoff einbauen, um Sicherheit und Haltbarkeit zu gewährleisten, und welche potenziellen Umweltrisiken müssten Sie dabei minimieren?'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Fishbowl-Diskussion40 Min. · Ganze Klasse

Fishbowl-Diskussion: Flammschutz

Klasse diskutiert Flammschutzmittel in Textilien, testet kleine Proben. Bewertung von Umweltauswirkungen anhand Daten. Schließt mit Empfehlungen ab.

Diskutieren Sie die potenziellen Umweltauswirkungen von Additiven in Kunststoffen.

ModerationstippLenken Sie die Flammschutz-Diskussion gezielt auf Sicherheitsaspekte, indem Sie konkrete Beispiele aus dem Alltag einbringen, etwa Spielzeuge oder Elektrogeräte.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schülerinnen und Schüler, auf einem Zettel zwei Vorteile und einen Nachteil der Verwendung von Flammschutzmitteln in Haushaltsgeräten zu notieren. Sie sollen auch kurz erklären, warum die Migration von Weichmachern aus Lebensmittelverpackungen problematisch sein kann.

AnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse20 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Recherche: Additive

Schüler recherchieren ein Additiv, erstellen Infoblatt zu Funktion und Risiken. Präsentation in Plenum. Vertieft individuelles Wissen.

Analysieren Sie die Funktion von Weichmachern, Stabilisatoren und Flammschutzmitteln in Kunststoffen.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern drei Kunststoffproben zur Verfügung, die jeweils durch ein anderes Additiv modifiziert wurden (z.B. PVC mit und ohne Weichmacher, ein Polymer mit Flammschutzmittel). Bitten Sie sie, die offensichtlichsten Unterschiede in den Eigenschaften zu beschreiben und zu vermuten, welches Additiv für die jeweilige Eigenschaft verantwortlich ist.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Fachdidaktisch bewährt ist, mit einfachen Versuchen zu beginnen und komplexe Zusammenhänge erst danach systematisch aufzubauen. Vermeiden Sie es, Additive isoliert zu betrachten, sondern verknüpfen Sie sie immer mit Anwendungsbeispielen. Forschung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler besser lernen, wenn sie den Nutzen der Additive selbst erkennen – etwa durch Schadensbilder ohne oder mit Stabilisatoren.

Die Schülerinnen und Schüler können die Funktionen von mindestens drei Additivtypen erklären und für konkrete Anwendungen begründet auswählen. Sie erkennen Zusammenhänge zwischen Additivzugabe, Materialeigenschaften und Umweltrisiken und argumentieren sachlich in Diskussionen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Experiment: Weichmacher testen, watch for Schülerinnen und Schüler, die glauben, dass Weichmacher die Kunststoffstruktur chemisch verändern.

    Nutzen Sie die beobachtbaren Eigenschaften der Proben (Biegsamkeit, Oberflächenbeschaffenheit) und verweisen Sie auf die unveränderte Grundstruktur, während Weichmacher nur die Beweglichkeit der Polymerketten erhöhen.

  • During Gruppenanalyse: Stabilisatoren, watch for die Annahme, dass alle Additive umweltschädlich sind.

    Bitten Sie die Gruppen, in ihren Protokollen explizit zwischen biologisch abbaubaren und schädlichen Additiven zu unterscheiden und Beispiele aus ihren Materialien zu nennen.

  • During Diskussion: Flammschutz, watch for die Vorstellung, dass Weichmacher Kunststoffe immer weicher machen, ohne Grenzen zu setzen.

    Zeigen Sie während der Diskussion Proben mit zu hohem Weichmacheranteil (z.B. klebrige Oberfläche) und diskutieren Sie, warum zu viel Weichmacher die Festigkeit zerstört.


In dieser Übersicht verwendete Methoden