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Chemie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Exotherme und Endotherme Reaktionen

Aktive Experimente und Visualisierungen helfen Schülerinnen und Schülern, die abstrakten Konzepte der Reaktionsenthalpie ΔH und der Energieprofile greifbar zu machen. Durch Temperaturmessungen und Diagramme wird der Unterschied zwischen exothermen und endothermen Reaktionen direkt erfahrbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Fachwissen: Energetik
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Reaktions-Temperaturmessung

Richten Sie Stationen mit exothermen (z. B. Stahlwolle + Essig) und endothermen Reaktionen (z. B. Natriumhydrogencarbonat + Zitronensäure) ein. Schüler messen Temperatur vor, während und nach der Reaktion mit Thermometern, notieren ΔT und skizzieren grobe Energieprofile. Abschließende Stationsbesprechung vergleicht Ergebnisse.

Differentiieren Sie zwischen exothermen und endothermen Reaktionen anhand von Energieprofilen.

ModerationstippBei der Stationenarbeit zur Reaktions-Temperaturmessung achten Sie darauf, dass jede Gruppe eine klare Aufgabenverteilung hat: Eine Person misst, eine notiert, eine beobachtet die Zeit.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem kurzen Reaktionsszenario (z.B. 'Das Auflösen von Salzen in Wasser unter Erwärmung'). Die Schüler schreiben auf die Rückseite: 'Exotherm' oder 'Endotherm' und begründen ihre Wahl mit einem Satz zur Energieänderung (ΔH).

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Concept-Mapping30 Min. · Partnerarbeit

Energieprofile zeichnen: Paararbeit

Paare erhalten Reaktionsdaten (Ea, ΔH) und zeichnen Profile für exotherm/endotherm. Sie markieren Achsen, Übergangszustand und diskutieren Einfluss von Katalysatoren. Gemeinsam präsentieren sie ein Profil der Klasse.

Erklären Sie die Rolle der Aktivierungsenergie in beiden Reaktionstypen.

ModerationstippLassen Sie die Schülerinnen und Schüler bei der Paararbeit die Energieprofile zunächst mit Bleistift skizzieren, damit sie Korrekturen leicht vornehmen können.

Worauf zu achten istZeigen Sie zwei Energieprofil-Diagramme, eines für eine exotherme und eines für eine endotherme Reaktion. Stellen Sie folgende Fragen: 'Welches Diagramm zeigt eine exotherme Reaktion und warum?', 'Wo liegt die Aktivierungsenergie in beiden Diagrammen und was bedeutet sie für die Reaktion?'

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 03

Concept-Mapping20 Min. · Ganze Klasse

Alltagsbeispiele sammeln: Plenum

Klasse brainstormt Beispiele (z. B. Kompaktbaustoff exotherm), gruppiert sie und ordnet Energieprofile zu. Lehrer moderiert mit Flipchart, Schüler validieren durch schnelle Demo.

Analysieren Sie Beispiele aus dem Alltag für exotherme und endotherme Prozesse.

ModerationstippFühren Sie die Alltagsbeispiele als Gallery Walk durch, damit alle Teilnehmenden die Beispiele sehen und diskutieren können.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie in Kleingruppen: 'Warum ist die Aktivierungsenergie für beide Reaktionstypen notwendig, obwohl bei exothermen Reaktionen Energie freigesetzt wird?' Die Gruppen sammeln Argumente und präsentieren ihre Schlussfolgerungen.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 04

Concept-Mapping25 Min. · Einzelarbeit

Virtuelle Simulation: Individuelle Übung

Schüler nutzen PhET-Simulationen zur Thermodynamik, variieren Ea/ΔH und beobachten Profile. Sie notieren drei Erkenntnisse zu Reaktionstypen.

Differentiieren Sie zwischen exothermen und endothermen Reaktionen anhand von Energieprofilen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem kurzen Reaktionsszenario (z.B. 'Das Auflösen von Salzen in Wasser unter Erwärmung'). Die Schüler schreiben auf die Rückseite: 'Exotherm' oder 'Endotherm' und begründen ihre Wahl mit einem Satz zur Energieänderung (ΔH).

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Führen Sie exotherme und endotherme Reaktionen über Experimente ein, bevor Sie Energieprofile zeichnen. Vermeiden Sie es, die Gibbs-Energie zu früh zu thematisieren, sonst überfordern Sie die Lernenden mit zu vielen neuen Konzepten. Nutzen Sie Alltagsbeispiele als Anker für die Theorie und wiederholen Sie die Aktivierungsenergie als zentrales Element beider Reaktionstypen.

Am Ende der Einheit können Schülerinnen und Schüler exotherme und endotherme Reaktionen anhand von Energieprofilen und ΔH-Werten unterscheiden. Sie erklären die Rolle der Aktivierungsenergie und erkennen Alltagsbeispiele korrekt ein. Ihre Argumentation verknüpft Theorie mit beobachtbaren Effekten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenarbeit zur Reaktions-Temperaturmessung beobachten Sie, dass Schülerinnen und Schüler die Aktivierungsenergie als nur bei exothermen Reaktionen vorhanden ansehen.

    Nutzen Sie die Stationen, um gezielt nachzufragen: Zeigen Sie auf das Energieprofil und fragen Sie, wo die Aktivierungsenergie liegt und warum sie für beide Reaktionstypen notwendig ist. Lassen Sie die Gruppen ihre Antworten im Plenum diskutieren und korrigieren.

  • Während der Diskussion zu Alltagsbeispielen argumentieren Schülerinnen und Schüler, dass endotherme Reaktionen nie spontan ablaufen können.

    Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Beispiele zu überprüfen: Zeigen Sie mit dem Instant-Kühlpack, dass endotherme Reaktionen zwar Energie aufnehmen, aber trotzdem spontan ablaufen können. Verknüpfen Sie dies mit der Gibbs-Gleichung und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Gleichung auf ihr Beispiel anwenden.

  • Während der Stationenarbeit zur Kalorimetrie messen Schülerinnen und Schüler Temperaturänderungen, gehen aber davon aus, dass ΔH direkt der gemessenen Temperatur entspricht.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Messergebnisse mit der Formel ΔH = m·c·ΔT berechnen und vergleichen Sie die Werte mit Standardwerten. Diskutieren Sie, warum die gemessene Temperaturänderung von der Masse der Probe abhängt und ΔH trotzdem standardisiert ist.


In dieser Übersicht verwendete Methoden