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Chemie · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Prinzip von Le Chatelier

Aktive Lernformen wirken besonders gut, weil Schüler:innen hier selbst beobachten, vorhersagen und überprüfen können, wie Störungen ein chemisches Gleichgewicht beeinflussen. Die Stationenrotation und Paararbeit machen abstrakte Konzepte wie Druck- oder Temperaturabhängigkeit greifbar.

KMK BildungsstandardsKMK: SEC-II-FWKMK: SEC-II-BW
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Gleichgewichts-Störungen

Richten Sie vier Stationen ein: Konzentrationsstörung (Zusatz von Reagenzien zu Eisen(III)-thiocyanat), Druckstörung (Spritze mit NO2/N2O4), Temperaturstörung (Heizung/Kühlung von Chrom(VI)-Sulfat) und Produktentnahme (Fällung in Silberchromat). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Vorhersagen und Beobachtungen.

Wie reagiert ein System auf die Entnahme eines Produkts?

ModerationstippBei der Stationenrotation nach jeder Station eine kurze Reflexion einplanen: Jede Gruppe erklärt in einem Satz, welche Störung sie beobachtet hat und wie das Gleichgewicht reagierte.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schüler:innen eine Karte mit einer Gleichgewichtsreaktion (z.B. N2 + 3H2 <=> 2NH3). Bitten Sie sie, eine Störung (z.B. Erhöhung des Drucks) zu beschreiben und vorherzusagen, wie sich das Gleichgewicht verschiebt und warum.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Museumsgang30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Vorhersage und Test

Paare erhalten ein Gleichgewichtssystem (z. B. Essigsäure-Ester), prognostizieren Verschiebungen bei Störungen und testen mit Indikatoren. Sie diskutieren Abweichungen und passen Vorhersagen an. Abschließende Präsentation der Ergebnisse.

Welchen Effekt hat eine Volumenverkleinerung auf Gasgleichgewichte?

ModerationstippIn der Paararbeit klare Zeitlimits setzen und die Schüler:innen zwingen, ihre Vorhersagen schriftlich festzuhalten, bevor sie das Experiment durchführen.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Frage an die Klasse: 'Wenn wir bei der Reaktion A + B <=> C + Wärme ein Produkt C entfernen, was passiert mit der Menge an A und B?' Sammeln Sie Antworten und klären Sie Missverständnisse sofort.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Museumsgang20 Min. · Ganze Klasse

Ganzklasse-Diskussion: Industrielle Anwendungen

Präsentieren Sie ein Video zur Haber-Bosch-Synthese. Die Klasse diskutiert in Plenum Störungen und Vorhersagen, ergänzt durch Whiteboard-Notizen. Jede:r Schüler:in trägt eine Vorhersage bei.

Warum verschiebt Temperaturerhöhung das Gleichgewicht zur endothermen Seite?

ModerationstippIn der Ganzklasse-Diskussion gezielt Industriebeispiele einbringen, die Schüler:innen aber selbst formulieren lassen, um ihr Verständnis zu vertiefen.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie in Kleingruppen: 'Warum ist es für die chemische Industrie so wichtig, die Bedingungen zu kennen, die ein Gleichgewicht beeinflussen? Geben Sie ein Beispiel, wie eine falsche Bedingung zu Problemen führen könnte.'

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Museumsgang25 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Simulation: Online-Tool

Schüler:innen nutzen PhET-Simulationen zu Le Chatelier, testen Störungen virtuell und protokollieren Verschiebungen. Vergleich mit realen Experimenten folgt.

Wie reagiert ein System auf die Entnahme eines Produkts?

Worauf zu achten istGeben Sie den Schüler:innen eine Karte mit einer Gleichgewichtsreaktion (z.B. N2 + 3H2 <=> 2NH3). Bitten Sie sie, eine Störung (z.B. Erhöhung des Drucks) zu beschreiben und vorherzusagen, wie sich das Gleichgewicht verschiebt und warum.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Chemie-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehrkräfte sollten das Prinzip von Le Chatelier schrittweise einführen: Zuerst die Grundlagen des dynamischen Gleichgewichts demonstrieren, dann gezielt Störungen einführen und deren Auswirkungen sichtbar machen. Wichtig ist, dass Schüler:innen selbst Hypothesen aufstellen und überprüfen, statt nur Fakten zu reproduzieren. Vermeiden Sie zu frühe Überforderung mit komplexen Systemen – beginnen Sie mit einfachen Gasgleichgewichten.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schüler:innen Verschiebungen des Gleichgewichts präzise vorhersagen und mit Le Chateliers Prinzip begründen. Sie erkennen dynamische Gleichgewichte in Experimenten und wenden das Prinzip auf reale Systeme an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Stationenrotation: Gleichgewichts-Störungen, watch for Schüler:innen, die annehmen, das Gleichgewicht sei ein statischer Zustand ohne Bewegung.

    Nutzen Sie die Station mit dem NO2-N2O4-Gleichgewicht (Farbwechsel), um zu zeigen, dass beide Reaktionen gleichzeitig ablaufen. Lassen Sie die Schüler:innen in der Reflexion beschreiben, warum die Farbe trotz 'Gleichgewicht' wechselt.

  • During Paararbeit: Vorhersage und Test, watch for Schüler:innen, die behaupten, jede Störung verschiebe das Gleichgewicht immer in die gleiche Richtung.

    Fordern Sie die Schüler:innen auf, ihre Vorhersagen für Druckänderungen im System H2 + I2 <=> 2HI schriftlich zu begründen. Diskutieren Sie dann in der Klasse, warum die Richtung von der Gasanzahl abhängt.

  • During Ganzklasse-Diskussion: Industrielle Anwendungen, watch for Schüler:innen, die Temperatur nur als Einfluss auf die Reaktionsgeschwindigkeit sehen.

    Nutzen Sie das Beispiel der Ammoniaksynthese, um zu zeigen, wie Temperatur die Gleichgewichtslage beeinflusst. Lassen Sie Schüler:innen in Kleingruppen überlegen, warum niedrige Temperaturen zwar das Gleichgewicht begünstigen, aber hohe Temperaturen für die Industrie praktikabler sind.


In dieser Übersicht verwendete Methoden