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Chemie · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Die Nernst-Gleichung

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Nernst-Gleichung einen abstrakten mathematischen Zusammenhang zwischen Konzentration, Temperatur und Potenzial beschreibt. Messungen und Simulationen machen diesen unsichtbaren Einfluss sichtbar und greifbar, was das Verständnis für die physikalische Chemie vertieft.

KMK BildungsstandardsKMK: SEC-II-FWKMK: SEC-II-KK
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Flipped Classroom45 Min. · Partnerarbeit

Experiment: Konzentrationszelle Kupfer

Schüler bauen eine Cu/Cu²⁺-Konzentrationszelle mit 0,1 M und 0,01 M Lösungen. Messen die Spannung mit Voltmeter, berechnen E mit Nernst-Gleichung und vergleichen. Variieren Konzentrationen und diskutieren Abweichungen.

Wie verändert sich die Zellspannung bei Entladung einer Batterie?

ModerationstippWeisen Sie die Schüler während des Experiments mit der Konzentrationszelle Kupfer an, die Spannung in regelmäßigen Abständen zu notieren und die Daten direkt in ein gemeinsames Diagramm einzutragen.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern eine Tabelle mit verschiedenen Konzentrationen für die Reaktanten und Produkte einer gegebenen Halbreaktion zur Verfügung. Bitten Sie sie, das nicht-Standard-Elektrodenpotenzial mithilfe der Nernst-Gleichung zu berechnen und ihre Schritte zu dokumentieren.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Lernen an Stationen50 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: pH-Einfluss auf Redoxpotenzial

Drei Stationen: Wasserstoffelektrode bei pH 1, 4, 7 aufbauen, Potenziale messen. Nernst-Term für [H⁺] ableiten. Gruppen rotieren, protokollieren und grafisch darstellen.

Wie kann man Konzentrationszellen zur Bestimmung von Löslichkeitsprodukten nutzen?

ModerationstippLassen Sie die Gruppen beim Stationsbetrieb zum pH-Einfluss die Ergebnisse auf Karten festhalten und in einer gemeinsamen Mindmap an der Tafel ordnen, um Muster zu erkennen.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie mit der Klasse: 'Wie würde sich die Spannung einer galvanischen Zelle ändern, wenn die Konzentration des Reaktanten in der Anode verdoppelt und die Konzentration des Produkts in der Kathode halbiert würde? Begründen Sie Ihre Antwort mithilfe der Nernst-Gleichung.'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Flipped Classroom40 Min. · Kleingruppen

Temperaturserie: Daniell-Element

Zellspannung eines Zn/Cu-Elements bei 20°C, 30°C, 40°C messen. Nernst-Gleichung anwenden, RT/nF-Term isolieren. Ergebnisse plotten und Temperaturkoeffizienten diskutieren.

Welchen Einfluss hat der pH-Wert auf das Potenzial von Redoxpaaren mit Oxoniumionen?

ModerationstippSteuern Sie die Temperaturserie beim Daniell-Element so, dass jede Gruppe eine andere Temperatur misst und die Werte später im Plenum verglichen werden.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Blatt mit einer Redoxreaktion, die Oxoniumionen beinhaltet (z.B. MnO4-/Mn2+ im sauren Medium). Bitten Sie die Schüler, zu erklären, wie eine Erhöhung des pH-Werts das Potenzial dieses Paares beeinflussen würde und warum, unter Bezugnahme auf die Nernst-Gleichung.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Flipped Classroom30 Min. · Einzelarbeit

Simulation und Berechnung: Batterieentladung

Mit Software Q-Werte während Entladung simulieren. Schüler prognostizieren Spannungsabfall, vergleichen mit Literaturdaten und berichten in Plenum.

Wie verändert sich die Zellspannung bei Entladung einer Batterie?

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern eine Tabelle mit verschiedenen Konzentrationen für die Reaktanten und Produkte einer gegebenen Halbreaktion zur Verfügung. Bitten Sie sie, das nicht-Standard-Elektrodenpotenzial mithilfe der Nernst-Gleichung zu berechnen und ihre Schritte zu dokumentieren.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit konkreten Experimenten, bevor sie die Nernst-Gleichung formal einführen. So bauen die Schüler ein intuitives Verständnis für den Einfluss von Konzentration und Temperatur auf. Vermeiden Sie es, die Gleichung sofort mathematisch zu behandeln – stattdessen sollten Schüler erst durch Messungen Muster erkennen, die sie später theoretisch einordnen.

Die Schüler können nach den Aktivitäten die Nernst-Gleichung anwenden, um Potenzialänderungen vorherzusagen und experimentelle Daten zu interpretieren. Sie erkennen den logarithmischen Charakter der Konzentrationsabhängigkeit und erklären den Temperatureinfluss mithilfe der Gleichung.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Experiments mit der Konzentrationszelle Kupfer denken viele Schüler, das Potenzial hänge nur vom Standardpotenzial E° ab, Konzentration spielt keine Rolle.

    Zeigen Sie den Schülern direkt nach der Messung, wie sich die Spannung ändert, wenn die Konzentration in einem Halbelement variiert wird. Lassen Sie sie den ln(Q)-Term in der Gleichung mit den gemessenen Werten verknüpfen und in der Gruppe diskutieren, warum der Konzentrationsgradient die Ursache ist.

  • Beim Stationsbetrieb zum pH-Einfluss auf das Redoxpotenzial unterschätzen Schüler oft den logarithmischen Charakter der Konzentrationsabhängigkeit.

    Lassen Sie die Schüler verdünnte Lösungen (z.B. 0,01 M und 0,1 M) testen und die Ergebnisse grafisch darstellen. Die nicht-lineare Abnahme der Spannung wird so direkt sichtbar und lässt sich mit der Nernst-Gleichung erklären.

  • Bei der Temperaturserie am Daniell-Element ignorieren Schüler den RT/nF-Faktor und nehmen an, Temperatur wirke sich nicht auf das Potenzial aus.

    Führen Sie die Schüler nach der Messreihe zur Temperaturabhängigkeit zu der Frage, wie sich die Spannung bei 0°C und 50°C verändert hat. Lassen Sie sie den Temperatureinfluss mit dem Entropieterm der Gleichung verknüpfen und in Kleingruppen analysieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden