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Chemie · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Konzentrations-Zeit-Gesetze und Reaktionsordnung

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Konzentrations-Zeit-Gesetze abstrakte mathematische Zusammenhänge mit sichtbaren Experimentdaten verknüpfen. Schülerinnen und Schüler durchschauen die Unterschiede zwischen Reaktionsordnungen am besten, wenn sie selbst Konzentrationsverläufe aufnehmen, grafisch darstellen und diskutieren.

KMK BildungsstandardsKMK: STD.35KMK: STD.39
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Ordnungsbestimmung

Richten Sie drei Stationen ein: Nullte Ordnung (Reaktion mit Katalase), erste Ordnung (Säure-Biebrichrot) und zweite Ordnung (Jod-Uhr-Variante). Gruppen messen Konzentrationen alle 30 Sekunden, plotten Daten und bestimmen die Ordnung. Nach Rotation vergleichen sie Ergebnisse.

Differentiieren Sie die Halbwertszeit bei Reaktionen verschiedener Ordnungen.

ModerationstippLegen Sie bei der Stationenrotation Wert darauf, dass jede Gruppe ihre Ergebnisse an der Tafel präsentiert, um den Peer-Vergleich zu fördern.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Schülerinnen und Schülern drei verschiedene grafische Darstellungen: [c] vs. t, ln[c] vs. t und 1/[c] vs. t. Bitten Sie sie, die Reaktionsordnung für jede Grafik zu identifizieren und kurz zu begründen, warum sie diese Ordnung gewählt haben.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Forschungskreis30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Experimentdesign

Paare entwerfen ein Experiment zur Bestimmung der Ordnung einer gegebenen Reaktion, inklusive Materialliste, Messmethode und Auswertung. Sie testen es kurz und präsentieren den Plan der Klasse. Lehrer gibt Feedback zu Machbarkeit.

Designen Sie ein Experiment zur Bestimmung der Ordnung einer Reaktion.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Tabelle mit Konzentrations-Zeit-Daten für eine Reaktion bereit. Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, die Reaktionsordnung zu bestimmen, indem sie die Daten grafisch darstellen und die beste lineare Anpassung identifizieren. Sie sollen auch die berechnete Halbwertszeit angeben.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Forschungskreis50 Min. · Kleingruppen

Klassenexperiment: Halbwertszeit-Vergleich

Die Klasse misst Halbwertszeiten für eine erste-Ordnung-Reaktion bei variierender Anfangskonzentration. Jede Gruppe übernimmt eine Konzentration, teilt Daten in Echtzeit. Gemeinsam plotten und diskutieren.

Begründen Sie, warum Reaktionen höherer Ordnung als zwei extrem selten sind.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie in Kleingruppen: Warum sind Reaktionen, die eine gleichzeitige Kollision von drei oder mehr Molekülen erfordern (höhere Ordnung), im Vergleich zu Reaktionen, die nur eine oder zwei Moleküle involvieren, so selten? Welche Faktoren müssten gegeben sein, damit solche Mehrfachkollisionen häufiger auftreten?

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Forschungskreis20 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Simulation: Reaktionsverläufe

Schüler nutzen eine Online-Simulation, um Kurven für Ordnungen 0-2 zu erzeugen und Halbwertszeiten zu berechnen. Sie notieren Vorhersagen und vergleichen mit realen Experimentdaten aus der Vorwoche.

Differentiieren Sie die Halbwertszeit bei Reaktionen verschiedener Ordnungen.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Schülerinnen und Schülern drei verschiedene grafische Darstellungen: [c] vs. t, ln[c] vs. t und 1/[c] vs. t. Bitten Sie sie, die Reaktionsordnung für jede Grafik zu identifizieren und kurz zu begründen, warum sie diese Ordnung gewählt haben.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf experimentelle Daten und grafische Analysen, um die abstrakten Gesetze greifbar zu machen. Vermeiden Sie reine Theorievermittlung, da die Konzepte durch eigenes Messen und Plotten besser verinnerlicht werden. Nutzen Sie die Gelegenheit, um den Unterschied zwischen Stöchiometrie und Reaktionsordnung zu betonen und mechanistische Überlegungen einzubinden.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Lernende Reaktionsordnungen aus grafischen Darstellungen sicher ableiten und Halbwertszeiten korrekt berechnen. Sie können begründen, warum eine Reaktion nullter, erster oder zweiter Ordnung vorliegt und mechanistische Gründe für die Ordnung nennen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Stationenrotation: Ordnungsbestimmung, nehmen einige Schüler an, die Halbwertszeit sei bei allen Reaktionen gleich lang.

    Nutzen Sie die Messdaten der Stationen, um gezielt zu fragen: Warum bleibt die Halbwertszeit bei Reaktionen erster Ordnung konstant, während sie bei nullter Ordnung abnimmt? Lassen Sie die Gruppen ihre eigenen Daten vergleichen und Unterschiede diskutieren.

  • During Paararbeit: Experimentdesign, glauben manche, die Reaktionsordnung entspreche der Stöchiometrie in der Reaktionsgleichung.

    Fordern Sie die Paare auf, ihre grafischen Auftragungen zu vergleichen und zu prüfen, welche Linearisierung tatsächlich eine Gerade ergibt. Diskutieren Sie anschließend, wie der Mechanismus die Ordnung bestimmt, nicht die Stöchiometrie.

  • During Individuelle Simulation: Reaktionsverläufe, halten Schüler Reaktionen dritter Ordnung für genauso häufig wie niedrigere Ordnungen.

    Nutzen Sie die Simulationsergebnisse, um sichtbar zu machen, wie unwahrscheinlich Dreifachkollisionen sind. Lassen Sie Schüler in Gruppen die Wahrscheinlichkeiten diskutieren und überlegen, welche Bedingungen solche Reaktionen begünstigen würden.


In dieser Übersicht verwendete Methoden