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Chemie · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Konzentration von Lösungen

Konzentrationsberechnungen bleiben für Schüler abstrakt, wenn sie nur Formeln auswendig lernen. Wenn sie dagegen selbst Lösungen herstellen und messen, verstehen sie, warum Volumen und Masse präzise bestimmt werden müssen. Aktives Experimentieren mit Salz und Zucker macht den Unterschied zwischen molarer und Massenkonzentration greifbar und reduziert typische Fehlerquellen durch eigene Anschauung.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Stoff-Teilchen-KonzeptKMK: Sekundarstufe I - Kommunikation
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Konzentrationsherstellung

Richten Sie Stationen ein: Station 1 für molare Konzentration (NaCl wiegen, auflösen, auf Volumen bringen), Station 2 für Verdünnung (Pipettieren und Mischen), Station 3 für Massenkonzentration (Zucker in Wasser). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren Ergebnisse.

Vergleichen Sie die molare Konzentration mit der Massenkonzentration und bewerten Sie deren Anwendungsbereiche.

ModerationstippLassen Sie die Schüler beim Stationenlernen die Waagen und Pipetten selbst einstellen und die Waagen kalibrieren, damit sie die Bedeutung von Präzision spüren.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülern eine Aufgabe: 'Eine 0,5 molare Natriumchlorid-Lösung soll hergestellt werden. Berechnen Sie, wie viel Gramm NaCl Sie für 250 mL Lösung benötigen. Nennen Sie außerdem zwei Gründe, warum die molare Konzentration in diesem Fall besser geeignet ist als die Massenkonzentration.'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Problemorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Verdünnungsreihe

Paare stellen eine Reihe Kupfersulfat-Lösungen her, indem sie schrittweise verdünnen. Sie messen Farbintensität mit dem Handy und berechnen Konzentrationen. Abschließend vergleichen sie gemessene mit theoretischen Werten.

Erklären Sie, wie man eine Lösung mit einer bestimmten Konzentration herstellt.

ModerationstippFordern Sie in der Paararbeit auf, die Verdünnungsreihe mit zwei unterschiedlichen Farben zu dokumentieren, damit die Schüler die Konzentrationsabnahme optisch nachvollziehen.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Aufgabe an die Tafel: 'Sie haben 100 mL einer 2 molaren Salzsäurelösung. Sie fügen 400 mL Wasser hinzu. Wie hoch ist die neue molare Konzentration der Lösung? Zeigen Sie Ihre Rechenschritte.'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Problemorientiertes Lernen50 Min. · Ganze Klasse

Ganze Klasse: Kolorimetrische Bestimmung

Die Klasse misst gemeinsam die Konzentration unbekannter Lösungen mit Farbstoff und Pappstreifen als Vergleichsskala. Jeder Schüler trägt Daten in eine Klassen-Tabelle ein und diskutiert Abweichungen.

Berechnen Sie die Konzentration einer Lösung nach Zugabe von Lösungsmittel oder gelöstem Stoff.

ModerationstippNutzen Sie die kolorimetrische Bestimmung, um die Klasse in die Rolle von Laborantinnen und Laboranten zu versetzen, die Messgeräte kritisch vergleichen müssen.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion: 'Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einem Labor und müssen eine exakte Konzentration für eine Analyse vorbereiten. Welche Messgeräte sind für die genaue Bestimmung von Masse und Volumen entscheidend? Diskutieren Sie die Genauigkeit von Messzylindern im Vergleich zu Bechergläsern für solche Zwecke.'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Problemorientiertes Lernen35 Min. · Einzelarbeit

Individual: Rechen-Challenge mit Messung

Jeder Schüler berechnet benötigte Mengen für eine 0,1-molare Lösung, wiegt aus und prüft Volumen. Danach kalibrieren sie mit einer Waage und diskutieren Ergebnisse im Plenum.

Vergleichen Sie die molare Konzentration mit der Massenkonzentration und bewerten Sie deren Anwendungsbereiche.

ModerationstippGeben Sie in der Rechen-Challenge den Schülern Stoppuhren, damit sie selbst die Zeit messen und so die Bedeutung von Volumenänderungen überprüfen.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülern eine Aufgabe: 'Eine 0,5 molare Natriumchlorid-Lösung soll hergestellt werden. Berechnen Sie, wie viel Gramm NaCl Sie für 250 mL Lösung benötigen. Nennen Sie außerdem zwei Gründe, warum die molare Konzentration in diesem Fall besser geeignet ist als die Massenkonzentration.'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte starten mit einer kurzen Wiederholung der Grundlagen, bevor die Schüler praktisch arbeiten. Sie vermeiden Frontalunterricht bei der Konzentrationsherstellung und setzen stattdessen auf Stationsarbeit, bei der Fehler direkt korrigiert werden können. Wichtig ist, dass die Schüler die Einheiten (mol/L und g/L) nicht nur kennen, sondern auch eigenständig umrechnen und ihre Wahl begründen. Typische Stolpersteine wie die Verwechslung von Masse und Stoffmenge werden durch gezielte Fragen während des Experiments aufgegriffen.

Am Ende sollen die Schülerinnen und Schüler Konzentrationen nicht nur berechnen, sondern auch sicher herstellen, Messfehler erkennen und zwischen molarer und Massenkonzentration begründet wählen können. Sie diskutieren Messgenauigkeit und erklären, warum Verdünnungen nicht die Konzentration beibehalten. Ihre Protokolle zeigen klare Rechenschritte und begründete Entscheidungen bei der Materialauswahl.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens: Konzentrationsherstellung, beobachten Sie Schüler, die molare und Massenkonzentration für austauschbar halten.

    Fordern Sie diese Schüler auf, eine 1-molare Natriumchloridlösung und eine 1-g/L-Glukoselösung mit identischer Masse herzustellen. Lassen Sie sie die Osmose-Effekte an Kartoffelstücken vergleichen und die unterschiedlichen Teilchenzahlen berechnen.

  • Während der Paararbeit: Verdünnungsreihe, achten Sie auf Schüler, die behaupten, die Konzentration bleibe beim Verdünnen gleich.

    Lassen Sie die Schüler die Konzentration vor und nach der Verdünnung berechnen und die Ergebnisse mit den Pipettiermengen überprüfen. Peer-Feedback durch Mitschüler sichert die Erkenntnis, dass c2 = c1 * V1/V2 gilt.

  • Während der kolorimetrischen Bestimmung, hören Sie Schüler, die sagen, die Konzentration ändere sich nicht mit der Temperatur.

    Geben Sie den Paaren zwei Reagenzgläser mit gleicher Lösung, eines kalt und eines warm, und lassen Sie sie das Volumen messen. Die thermische Expansion zeigt, dass die Konzentration sinkt, wenn das Volumen steigt.


In dieser Übersicht verwendete Methoden