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Biologie · Klasse 8

Ideen für aktives Lernen

Hormonsystem: Drüsen und Botenstoffe

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil das Hormonsystem unsichtbare Prozesse sichtbar macht. Durch praktische Stationen, Modelle und Rollenspiele werden abstrakte Zusammenhänge wie Hormontransport und Rezeptorbindung greifbar und begreifbar für 13- bis 14-Jährige.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Information und KommunikationKMK: Sekundarstufe I - Struktur und Funktion
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Concept-Mapping45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Hormondrüsen erkunden

Richten Sie Stationen für Hypophyse, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse und Nebennieren ein. An jeder Station notieren Gruppen Drüsenfunktionen, Hormone und Zielorgane anhand von Modellen und Karten. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Erklären Sie das Prinzip der hormonellen Steuerung im Körper und das Schlüssel-Schloss-Prinzip.

ModerationstippBei der Stationenrotation die Drüsen nicht nur beschriften lassen, sondern auch deren Lage im Körper durch Puzzleteile oder 3D-Modelle rekonstruieren lassen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen einer Hormondrüse (z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse). Sie sollen eine wichtige Funktion dieser Drüse und das von ihr produzierte Hormon nennen. Zusätzlich sollen sie kurz das Schlüssel-Schloss-Prinzip erklären.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 02

Concept-Mapping30 Min. · Partnerarbeit

Modellbau: Schlüssel-Schloss-Prinzip

Schüler basteln aus Karton und Filz Schlüssel (Hormone) und Schlösser (Rezeptoren). Sie testen Passgenauigkeit und erklären Spezifität. Paare präsentieren ein Hormonbeispiel wie Insulin.

Analysieren Sie die Funktionen wichtiger Hormondrüsen (z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse) und ihrer Hormone.

ModerationstippBeim Modellbau zum Schlüssel-Schloss-Prinzip darauf achten, dass die Schülerinnen und Schüler die Rezeptoren als passgenaue Strukturen gestalten und nicht einfach nur als beliebige Klebeflächen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum ist das Hormonsystem für die langfristige Steuerung von Körperfunktionen wichtiger als das Nervensystem, obwohl das Nervensystem schneller reagiert?' Diskutieren Sie die Unterschiede in Wirkungsdauer und -bereich.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 03

Rollenspiel35 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Hormonregulation

Weisen Sie Rollen zu: Drüse, Hormon, Zielzelle, Blut. Simulieren Sie den Weg von Adrenalin bei Stress. Gruppen diskutieren Geschwindigkeit im Vergleich zum Nervensystem.

Vergleichen Sie die Wirkungsweise des Hormonsystems mit der des Nervensystems.

ModerationstippIm Rollenspiel die Hierarchie der Drüsen durch farbige Armbänder oder Karten sichtbar machen, damit die Steuerungswege klar werden.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Hormondrüsen. Die Schülerinnen und Schüler schreiben auf einen Zettel den Namen der Drüse und eine Hauptfunktion. Überprüfen Sie die Antworten auf Korrektheit und geben Sie sofortiges Feedback.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Concept-Mapping25 Min. · Einzelarbeit

Diagramm: Regulationskreisläufe

Individuell zeichnen Schüler Kreisläufe für Blutzuckerregulation. Dann vergleichen sie in Gruppen mit Partnern und ergänzen Lücken.

Erklären Sie das Prinzip der hormonellen Steuerung im Körper und das Schlüssel-Schloss-Prinzip.

ModerationstippBeim Diagramm der Regulationskreisläufe auf klare Beschriftungen und Pfeile achten, um die Feedback-Mechanismen deutlich zu machen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen einer Hormondrüse (z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse). Sie sollen eine wichtige Funktion dieser Drüse und das von ihr produzierte Hormon nennen. Zusätzlich sollen sie kurz das Schlüssel-Schloss-Prinzip erklären.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Biologie-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehrkräfte arbeiten hier mit drei zentralen Prinzipien: Anschaulichkeit durch Modelle, Aktivierung durch Bewegung und Selbsttätigkeit durch Experimente. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da die Komplexität des Themas sonst zu Überforderung führt. Nutzen Sie Alltagsbezug, um Hormonwirkungen greifbar zu machen, z.B. durch Diskussionen zu Stress oder Diabetes.

Am Ende können die Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Hormondrüsen benennen, ihre Funktionen erklären und das Schlüssel-Schloss-Prinzip an konkreten Beispielen anwenden. Sie erkennen, dass Hormone gezielt wirken und mit anderen Systemen zusammenhängen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation beobachten manche Schülerinnen und Schüler, dass Hormone überall im Körper wirken, und schließen daraus, sie wirkten genauso schnell wie Nervenimpulse.

    Nutzen Sie die Station zur Hypophyse und Schilddrüse. Die Schülerinnen und Schüler messen mit Stoppuhren die Zeit zwischen Hormonausschüttung und Wirkung und vergleichen dies mit der Nervenleitung. Ein konkretes Beispiel ist die Reaktion auf Stress: Adrenalin braucht Sekunden bis Minuten, ein Reflex nur Millisekunden.

  • Während des Rollenspiels zur Hormonregulation äußern einige, dass Hormone nur schädlich oder Medikamente seien.

    Beziehen Sie die Schülerinnen und Schüler in eine Reflexion ein: Bitten Sie sie, Situationen zu nennen, in denen Hormone normal und sogar lebensnotwendig sind (z.B. Insulin nach dem Essen). Zeigen Sie Alltagsbeispiele wie Wachstum oder Stressreaktionen, um das Missverständnis zu korrigieren.

  • Beim Modellbau zur Drüseninteraktion arbeiten einige Gruppen so, als würden Drüsen unabhängig voneinander Hormone produzieren.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ihre Modelle mit Pfeilen zu ergänzen, die die Steuerung durch die Hypophyse oder Rückkopplungen zeigen. Verwenden Sie farbige Kabel oder Fäden, um die Abhängigkeiten sichtbar zu machen. Besprechen Sie im Plenum, warum die Schilddrüse ohne Hypophyse nicht richtig arbeiten würde.


In dieser Übersicht verwendete Methoden