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Biologie · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Winterstrategien der Säugetiere

Aktive Lernformen machen die Winterstrategien der Säugetiere greifbar, weil sie physiologische Prozesse wie Stoffwechseleinschränkungen und Verhaltensmuster wie Höhlenbau durch haptische und visuelle Zugänge erfahrbar machen. So wird abstrakter Stoffwechsel nicht nur gehört, sondern durch Modelle, Simulationen und Beobachtungen sinnlich wahrnehmbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Struktur und FunktionKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen
35–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Gruppenpuzzle45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Winterschlaf-Modelle

Richten Sie Stationen ein: 1. Winterschlaf-Simulation mit Kühlpacks und Thermometern. 2. Fell- und Fettanpassungen mit Modellen aus Watte und Ton. 3. Winteraktivität durch Beobachtung von Videos und Zeichnen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen.

Erkläre die physiologischen Mechanismen, die kleinen Säugetieren das Überleben extremer Kälte ermöglichen.

ModerationstippLegen Sie bei der Stationenrotation Wert auf kurze, präzise Arbeitsaufträge an jeder Station, damit die Schüler zügig ins Handeln kommen und nicht in langen Erklärungen steckenbleiben.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen eines Säugetiers (z.B. Igel, Fuchs, Eichhörnchen). Sie notieren auf der Rückseite die Überwinterungsstrategie des Tieres und eine spezifische Anpassung, die ihm hilft, den Winter zu überstehen.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Gruppenpuzzle50 Min. · Kleingruppen

Gruppenrecherche: Lokale Säugetiere

Teilen Sie Tiere wie Igel, Füchse und Eichhörnchen zu. Jede Gruppe recherchiert Anpassungen, erstellt Plakate mit physiologischen Mechanismen und präsentiert. Schließen Sie mit Klassendiskussion ab.

Begründe, warum das Stören von Tieren im Winterschlaf gefährlich ist.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt Bilder von verschiedenen Säugetieren im Winter und fragt: 'Welche Überwinterungsstrategie verfolgt dieses Tier und warum?' Die Schüler antworten mündlich oder schreiben ihre Antworten auf kleine Tafeln.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Planspiel35 Min. · Partnerarbeit

Planspiel: Energiehaushalt

Schüler modellieren Energieverbrauch mit Karten: Ziehen Karten für Kälte oder Nahrung, wählen Strategien und berechnen Überlebenschancen. Vergleichen Sie Ergebnisse in der Klasse.

Analysiere die verschiedenen biologischen Strategien zur Energieeinsparung bei winteraktiven Tieren.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum ist es für Tiere im Winterschlaf besonders schädlich, wenn Menschen sie stören?' Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen diskutieren und anschließend ihre wichtigsten Argumente im Plenum vorstellen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Gruppenpuzzle40 Min. · Ganze Klasse

Freifeldbeobachtung: Spurenlesen

Im Schulhof oder Park Spuren winteraktiver Tiere suchen, skizzieren und Strategien ableiten. Dokumentieren mit Fotos und diskutieren in der Klasse.

Erkläre die physiologischen Mechanismen, die kleinen Säugetieren das Überleben extremer Kälte ermöglichen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen eines Säugetiers (z.B. Igel, Fuchs, Eichhörnchen). Sie notieren auf der Rückseite die Überwinterungsstrategie des Tieres und eine spezifische Anpassung, die ihm hilft, den Winter zu überstehen.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Biologie-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß gelingt die Vermittlung am besten, wenn Sie die Schüler zunächst über Alltagsvorstellungen abholen und dann gezielt mit widersprüchlichen Beobachtungen konfrontieren. Vermeiden Sie lange Frontalphasen: Stattdessen sollten Sie die Schüler durch gezielte Fragen lenken, z.B. 'Warum friert der Fuchs nicht trotz Schnee?' oder 'Wie kann ein Igel wochenlang ohne Nahrung auskommen?'. Nutzen Sie die Neugier auf konkrete Phänomene wie Spuren im Schnee oder Fettreserven, um die Theorie mit Praxis zu verknüpfen.

Am Ende zeigen die Schülerinnen und Schüler, dass sie Anpassungen an Kälte und Nahrungsmangel unterscheiden können. Sie erklären konkrete Strategien wie Winterschlaf, Winterruhe oder Winteraktivität und begründen diese mit physiologischen oder verhaltensbiologischen Argumenten. Erfolgreich ist, wer nicht nur Fakten sammelt, sondern Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen und Tierverhalten herstellen kann.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation 'Winterschlaf-Modelle' beobachten Sie, dass Schüler Winterschlaf mit normalem Schlaf gleichsetzen.

    Nutzen Sie die Thermometer und Herzfrequenz-Simulationen an dieser Station, um die Schüler gezielt zu fragen: 'Wie verändert sich die Temperatur im Körper eines Igels während des Winterschlafs?' und lassen Sie sie die Unterschiede in einer Tabelle festhalten.

  • Während der Gruppenrecherche 'Lokale Säugetiere' behaupten Schüler, alle Säugetiere würden Winterschlaf halten.

    Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Ergebnisse auf einer gemeinsamen Pinnwand nach Strategien zu sortieren und gezielt nach winteraktiven Arten zu suchen. So erkennen sie selbst die Vielfalt der Anpassungen.

  • Während des Rollenspiels in der Simulation 'Energiehaushalt' argumentieren Schüler, dass Störungen im Winterschlaf harmlos seien.

    Nutzen Sie die Energiereserven-Tafeln aus der Simulation, um die Schüler zu fragen: 'Wie viele Tage überlebt der Igel, wenn er durch Störungen 10% seiner Reserven verliert?' und lassen Sie sie die Konsequenzen in Partnerarbeit berechnen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden