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Biologie · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Zellatmung: Glykolyse und Citratzyklus

Aktives Lernen eignet sich besonders gut für dieses Thema, weil die Stoffwechselwege der Glykolyse und des Citratzyklus komplexe Abläufe mit vielen Zwischenschritten und Produkten sind. Wenn Schülerinnen und Schüler die Schritte selbst ordnen oder modellieren, verstehen sie die Zusammenhänge besser als durch reines Auswendiglernen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Fachwissen ZellstoffwechselKMK: Sekundarstufe II - Erkenntnisgewinnung durch Modellierung
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Concept-Mapping30 Min. · Partnerarbeit

Karten-Sortierung: Glykolyse-Schritte

Schüler erhalten Karten mit Enzymen, Substraten und Produkten der Glykolyse. In Paaren sortieren sie diese chronologisch und begründen Übergänge. Abschließend präsentieren sie ihren Pfad und diskutieren Energiebilanz.

Erklären Sie die Schritte der Glykolyse und die dabei entstehenden Produkte.

ModerationstippLegen Sie bei der Karten-Sortierung zur Glykolyse die Materialien so aus, dass die Schülerinnen und Schüler die Investition von 2 ATP und den Ertrag von 4 ATP sichtbar nebeneinander ablegen müssen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Arbeitsblatt mit den Schemata der Glykolyse und des Citratzyklus. Bitten Sie sie, die Hauptprodukte (Pyruvat, ATP, NADH, CO₂, FADH₂, GTP) zu identifizieren und anzugeben, wo im Zellkompartiment diese Reaktionen stattfinden.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Concept-Mapping45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Citratzyklus-Phasen

Richten Sie Stationen ein: Acetyl-CoA-Eintritt, Isocitrat-Dehydrogenase, Succinat-Dehydrogenase, GTP-Bildung. Gruppen rotieren, zeichnen Diagramme und notieren Reduktionsäquivalente. Plenum fasst zusammen.

Analysieren Sie den Citratzyklus als zentralen Stoffwechselweg zur Gewinnung von Reduktionsäquivalenten.

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation zum Citratzyklus sicher, dass jede Gruppe eine andere Phase modelliert und die Ergebnisse anschließend im Plenum zusammenführt.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welche Rolle spielen die Reduktionsäquivalente NADH und FADH₂, die im Citratzyklus gebildet werden?' Schüler schreiben ihre Antwort auf einen kleinen Zettel und geben ihn ab, um das Verständnis der Funktion dieser Moleküle zu überprüfen.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 03

Concept-Mapping50 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Verknüpfte Wege

Gruppen modellieren Glykolyse mit Kugeln und Stäbchen, verbinden mit Citratzyklus. Sie markieren Vorstufen für andere Wege und berechnen Erträge. Fotodokumentation für Portfolio.

Bewerten Sie die Bedeutung der Vorstufen des Citratzyklus für andere Stoffwechselwege.

ModerationstippFordern Sie beim Modellbau der verknüpften Wege die Schülerinnen und Schüler auf, die Übergänge zwischen Glykolyse, Citratzyklus und Atmungskette durch Pfeile und Beschriftungen explizit darzustellen.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie die Aussage: 'Der Citratzyklus ist nicht nur ein Weg zur Energiegewinnung, sondern auch eine zentrale Drehscheibe des Stoffwechsels.' Bitten Sie die Schüler, Beispiele zu nennen, wie Zwischenprodukte des Zyklus für die Synthese anderer wichtiger Biomoleküle genutzt werden.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 04

Concept-Mapping40 Min. · Kleingruppen

Hefegärung: Glykolyse beobachten

Schüler messen CO₂-Produktion bei Glukosegärung mit Hefen, variieren Bedingungen. Sie vergleichen mit aerobem Citratzyklus und diskutieren Unterschiede in Tabellen.

Erklären Sie die Schritte der Glykolyse und die dabei entstehenden Produkte.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Arbeitsblatt mit den Schemata der Glykolyse und des Citratzyklus. Bitten Sie sie, die Hauptprodukte (Pyruvat, ATP, NADH, CO₂, FADH₂, GTP) zu identifizieren und anzugeben, wo im Zellkompartiment diese Reaktionen stattfinden.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie diesen Stoffwechselweg nicht als isolierte Abläufe, sondern als vernetzte Prozesse mit klarem Fokus auf die Energiebilanz und die räumliche Organisation in der Zelle. Vermeiden Sie es, die Glykolyse als isolierten anaeroben Prozess zu betrachten, sondern zeigen Sie stets die Verbindung zur aeroben Atmung. Nutzen Sie Alltagsbeispiele wie den Sauerteig im Hefeversuch, um die Relevanz zu verdeutlichen. Forschung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler komplexe Stoffwechselwege besser verstehen, wenn sie die Schritte selbst aktiv konstruieren und nicht nur passiv nachvollziehen.

Am Ende des Hubs können die Schülerinnen und Schüler die zentralen Schritte der Glykolyse und des Citratzyklus erklären, die Kompartimentierung der Reaktionen nennen und die Bedeutung der Reduktionsäquivalente für die Atmungskette begründen. Sie erkennen die Energiebilanz und die Vernetzung mit anderen Stoffwechselwegen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Karten-Sortierung zur Glykolyse wird oft übersehen, dass die Investition von 2 ATP für die Aktivierung der Glukose entscheidend ist.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die ATP-Verbraucher (Hexokinase, Phosphofructokinase) und die ATP-Produzenten (PGK, Pyruvatkinase) farblich zu markieren und die Nettobilanz explizit zu berechnen.

  • Während der Stationenrotation zum Citratzyklus wird der Prozess manchmal als lineare Abfolge statt als Zyklus wahrgenommen.

    Lassen Sie die Gruppen ihre Ergebnisse auf ein gemeinsames Plakat übertragen, das die zyklische Struktur durch einen Pfeil von Oxalacetat zurück zu Citrat visualisiert.

  • Während des Experiments zur Hefegärung wird fälschlicherweise angenommen, dass der Citratzyklus auch ohne Sauerstoff aktiv ist.

    Heben Sie hervor, dass die NAD+-Regeneration in der Gärung nur über die Alkoholbildung erfolgt und vertiefen Sie dies durch den Vergleich mit der aeroben Atmung in den Mitochondrien.


In dieser Übersicht verwendete Methoden