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Biologie · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Grundlagen der Evolution: Darwin und Lamarck

Aktive Lernformen eignen sich besonders gut, weil die Schülerinnen und Schüler hier die oft abstrakten Mechanismen der Evolution durch konkretes Handeln durchdringen. Durch Debatten, Simulationen und Gruppenarbeit wird der Unterschied zwischen Lamarcks zielgerichteter Anpassung und Darwins zufälliger Selektion erfahrbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Fachwissen EvolutionKMK: Sekundarstufe II - Historische Entwicklung von Theorien
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte45 Min. · Kleingruppen

Debatte: Darwin vs. Lamarck

Teilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: Pro-Lamarck und Pro-Darwin. Jede Gruppe bereitet Argumente mit Beispielen vor, debattiert 20 Minuten und reflektiert in Plenum die Stärken schwachen Punkte. Schließen Sie mit Abstimmung und Evidenz-Diskussion ab.

Vergleichen Sie die zentralen Annahmen von Lamarcks und Darwins Evolutionstheorie.

ModerationstippLegen Sie während der Debatte gezielt Gegenfragen zu Lamarcks Annahmen der Vererbung erworbener Eigenschaften, um das Missverständnis direkt zu adressieren.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen auf, eine vertritt Lamarcks Ansichten, die andere Darwins. Geben Sie beiden Gruppen eine hypothetische Situation (z.B. die Entwicklung von Schwimmhäuten bei Wasservögeln) und lassen Sie sie argumentieren, wie die Evolution nach ihrer Theorie abläuft. Die Lehrkraft moderiert und stellt gezielte Fragen zu den Kernunterschieden.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Zeitstrahl-Challenge30 Min. · Partnerarbeit

Zeitstrahl-Challenge: Theorienentwicklung

Schüler erstellen in Paaren eine interaktive Timeline mit Karten zu Lamarck (1809), Darwin (1859) und modernen Belegen. Sie markieren Unterschiede visuell und präsentieren. Ergänzen Sie mit Quellenrecherche.

Analysieren Sie, warum Darwins Theorie der natürlichen Selektion heute als wissenschaftlich fundierter gilt.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einer Karte zwei Sätze zu schreiben: Der erste Satz erklärt einen Hauptunterschied zwischen Lamarcks und Darwins Theorie. Der zweite Satz erklärt, warum Darwins Theorie heute wissenschaftlich besser belegt ist.

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Gruppenpuzzle50 Min. · Kleingruppen

Gruppenpuzzle: Kernkonzepte

Expertengruppen vertiefen Variation, Selektion oder Vererbung. Experten rotieren zu Heimplänen, erklären und vergleichen Theorien gemeinsam. Abschluss: Gemeinsamer Theorienvergleich.

Erklären Sie die Bedeutung von Variation und Selektion für den evolutionären Wandel.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Liste von Merkmalen zusammen (z.B. Fellfarbe bei Säugetieren, Schnabelform bei Vögeln, Körpergröße). Lassen Sie die Schüler für jedes Merkmal kurz notieren, ob es ihrer Meinung nach eher durch Lamarcks oder Darwins Mechanismus erklärt wird und warum.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Planspiel40 Min. · Ganze Klasse

Planspiel: Selektionsprozesse

Verteilen Sie Karten mit Variationen (z.B. Farben bei Käfern). Schüler simulieren Raubdruck, zählen Überlebende und iterieren Runden. Diskutieren Sie Lamarck- vs. Darwin-Erklärung.

Vergleichen Sie die zentralen Annahmen von Lamarcks und Darwins Evolutionstheorie.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen auf, eine vertritt Lamarcks Ansichten, die andere Darwins. Geben Sie beiden Gruppen eine hypothetische Situation (z.B. die Entwicklung von Schwimmhäuten bei Wasservögeln) und lassen Sie sie argumentieren, wie die Evolution nach ihrer Theorie abläuft. Die Lehrkraft moderiert und stellt gezielte Fragen zu den Kernunterschieden.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema nicht als reinen Theorievergleich, sondern als aktive Konfrontation mit den Fehlvorstellungen. Nutzen Sie die Debatte, um Lamarcks Teleologie herauszuarbeiten, und die Simulation, um die Zufälligkeit der Selektion erlebbar zu machen. Vermeiden Sie es, Lamarck als „falsch“ darzustellen – zeigen Sie stattdessen die historische Leistung und die Grenzen seiner Ideen auf.

Am Ende der Einheit können die Lernenden die Kernunterschiede zwischen Lamarcks und Darwins Theorien präzise benennen und an Beispielen anwenden. Sie erkennen, warum Darwins Ansatz wissenschaftlich tragfähiger ist und wie Selektion in Populationen wirkt.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Debatte: Lamarcks Idee der Vererbung erworbener Eigenschaften wird oft als gültig dargestellt.

    Nutzen Sie die Debatte, um gezielt nachzufragen: Wie erklären Sie, dass Muskelaufbau durch Training nicht vererbt wird? Fordern Sie die Lamarck-Gruppe auf, konkrete Gegenbeispiele zu nennen und Darwins Mechanismus der angeborenen Variation zu beschreiben.

  • Während des Rollenspiels im Rahmen der Simulation: Schülerinnen und Schüler deuten Evolution als zielgerichteten Fortschritt.

    Beobachten Sie in der Simulation, ob Schülerinnen und Schüler die Selektion als zufälligen Prozess begreifen. Konfrontieren Sie sie mit der Frage: Warum entwickelt sich nicht immer das stärkste oder schnellste Individuum? Nutzen Sie die Gruppenreflexion, um Darwins Prinzip der Anpassung ohne Ziel herauszuarbeiten.

  • Während der Analyse der Merkmalsbeispiele: Variation entsteht als direkte Antwort auf Umweltbedürfnisse.

    Fordern Sie die Gruppen während der Analyse auf, Hypothesen zu formulieren und zu prüfen: Warum haben einige Vögel einen kurzen, andere einen langen Schnabel? Lassen Sie sie erkennen, dass Mutationen zufällig auftreten und die Umwelt nur die Selektion steuert.


In dieser Übersicht verwendete Methoden