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Physik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Sicherungen und Schutzschalter

Aktive Experimente ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, die Funktionsweise von Sicherungen und Schutzschaltern direkt zu erleben und die abstrakten Schutzmechanismen greifbar zu machen. Durch eigenes Handeln und Beobachten wird das Verständnis für elektrische Gefahren und Schutzmaßnahmen nachhaltig gefestigt und Fehlvorstellungen frühzeitig korrigiert.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - BewertungKMK: Sekundarstufe I - Kommunikation
35–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Experimentierecke: Sicherungstest

Richten Sie eine Station mit Batterie, Glühbirne, Draht und modellierter Schmelzsicherung (dünner Draht) ein. Schülerinnen und Schüler erhöhen schrittweise den Widerstand und beobachten das Schmelzen. Notieren Sie Auslösezeit und Stromstärke. Diskutieren Sie Ergebnisse in der Gruppe.

Warum sind Sicherungen lebenswichtige Bauelemente in unserer Hausinstallation?

ModerationstippStellen Sie in der Experimentierecke klare Sicherheitsregeln auf und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Stromkreise nur unter Aufsicht zusammenbauen und testen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Beschreiben Sie in zwei Sätzen, wie ein FI-Schalter einen Stromschlag verhindert.' Auf der Rückseite sollen sie ein einfaches Symbol für eine Sicherung zeichnen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Planspiel35 Min. · Partnerarbeit

Vergleichsstation: Schalter-Demo

Bauen Sie zwei Kreise: einen mit Schmelzsicherung, einen mit Leitungsschutzschalter-Modell. Lassen Sie Gruppen Überlast simulieren und vergleichen Auslöseverhalten. Zeichnen Sie Schaltpläne und erklären Sie Unterschiede.

Vergleichen Sie die Funktionsweise einer Schmelzsicherung mit der eines Leitungsschutzschalters.

ModerationstippZeigen Sie in der Vergleichsstation zuerst die Schmelzsicherung im Auslösezustand und den Leitungsschutzschalter im wiederverwendbaren Zustand, um den Unterschied direkt zu veranschaulichen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum ist es wichtig, dass sowohl Sicherungen als auch FI-Schalter in einem Haushalt vorhanden sind?' Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen diskutieren und anschließend ihre wichtigsten Erkenntnisse im Plenum vorstellen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Planspiel40 Min. · Kleingruppen

FI-Simulation: Berührungsstrom

Verwenden Sie einen FI-Trainer mit Lampe und Probeleiter. Schülerinnen und Schüler simulieren Fehlerströme durch Widerstände und messen Reaktionszeit. Erstellen Sie eine Tabelle mit Schwellenwerten.

Erklären Sie, wie ein Fehlerstromschutzschalter Personen vor Stromschlägen schützt.

ModerationstippSimulieren Sie in der FI-Simulation den Berührungsstrom mit einem präzisen Messgerät und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Zeit bis zur Abschaltung messen, um den schnellen Schutzmechanismus zu verdeutlichen.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von einer Schmelzsicherung und einem Leitungsschutzschalter. Fragen Sie: 'Welches Bauteil ist wiederverwendbar und welches muss ersetzt werden, wenn es auslöst? Begründen Sie kurz.'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Planspiel50 Min. · Ganze Klasse

Ganzer-Klasse: Hausmodell bauen

Die Klasse konstruiert gemeinsam ein Hausnetz-Modell mit Schaltern. Testen Sie Szenarien wie Kochplatte plus Heizung. Besprechen Sie kollektiv Schutzmaßnahmen.

Warum sind Sicherungen lebenswichtige Bauelemente in unserer Hausinstallation?

ModerationstippBauen Sie beim Hausmodell gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Installationsrohre und Schalterhalterungen vor, damit die Gruppe sich auf die richtige Platzierung der Sicherungselemente konzentrieren kann.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Beschreiben Sie in zwei Sätzen, wie ein FI-Schalter einen Stromschlag verhindert.' Auf der Rückseite sollen sie ein einfaches Symbol für eine Sicherung zeichnen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehren Sie dieses Thema handlungsorientiert, indem Sie die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden lassen. Vermeiden Sie reine Erklärungen, sondern lassen Sie die Schutzmechanismen durch Experimente erfahrbar machen. Nutzen Sie Alltagsvergleiche, z. B. den Unterschied zwischen einer Einweg-Sicherung und einem wiederverwendbaren Schalter, um das Verständnis zu vertiefen. Wiederholen Sie die Sicherheitsregeln bei jedem Experiment, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler die Unterschiede zwischen Schmelzsicherungen, Leitungsschutzschaltern und FI-Schaltern erklären, ihre Schutzfunktionen beschreiben und im Hausmodell korrekt anwenden. Sie erkennen die Bedeutung dieser Bauteile für die Sicherheit und können einfache Fehler analysieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Experimentierecke mit Modellkreisen achten Sie darauf, dass einige Schülerinnen und Schüler annehmen, Sicherungen würden nur bei Überlast auslösen. Zeigen Sie ihnen gezielt, wie der Leitungsschutzschalter magnetisch auf Kurzschlussströme reagiert, indem Sie einen Kurzschluss gezielt herbeiführen und den schnellen Auslösevorgang demonstrieren.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, den Modellkreis so aufzubauen, dass sie sowohl eine Überlast als auch einen Kurzschluss simulieren. Lassen Sie sie beobachten, wie der Leitungsschutzschalter im ersten Fall thermisch und im zweiten Fall magnetisch reagiert, und halten Sie diese Beobachtungen schriftlich fest.

  • Während der FI-Simulation mit Messgeräten beobachten Sie, dass einige Schülerinnen und Schüler annehmen, der FI-Schalter löse bei jedem Stromausfall aus. Nutzen Sie die Gelegenheit, um zu zeigen, dass der FI-Schalter nur bei Differenzströmen über 30 mA reagiert.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler mit dem Messgerät zunächst einen normalen Stromausfall simulieren und dann einen Fehlerstrom erzeugen. Sie sollen die Unterschiede in den Messwerten und der Auslösezeit dokumentieren und die Ergebnisse in der Gruppe diskutieren.

  • Während des Austausch-Experiments mit Schmelzsicherungen denken einige Schülerinnen und Schüler, diese seien wiederverwendbar wie ein Leitungsschutzschalter. Zeigen Sie ihnen den zerstörten Schmelzdraht und erklären Sie den Einwegcharakter.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Gruppen eine defekte Schmelzsicherung gegen eine neue austauschen und den Unterschied im Aufbau beschreiben. Fordern Sie sie auf, die Notwendigkeit von wiederverwendbaren Schaltern zu begründen und in ihrem Hausmodell zu integrieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden