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Physik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Schwimmen, Schweben, Sinken

Kinder begreifen physikalische Konzepte wie Auftrieb und Dichte besser, wenn sie sie mit den Händen greifen und im wahrsten Sinne des Wortes erleben können. Durch eigenes Ausprobieren und Beobachten entwickeln sie ein intuitives Verständnis, das über reine Theorie hinausgeht und nachhaltig wirkt. Gerade bei abstrakten Phänomenen wie dem Zusammenhang von Masse, Volumen und Auftrieb ist aktives Lernen mit echten Materialien unverzichtbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung
10–30 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen25 Min. · Kleingruppen

Versuch: Schwimmversuch

Schülerinnen und Schüler testen Objekte wie Holz, Stein und Plastik in Wasser. Sie notieren, ob sie schwimmen, schweben oder sinken, und messen Volumen und Masse. Dadurch berechnen sie die Dichte.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Körper schwimmt?

ModerationstippLassen Sie die Schülerinnen und Schüler beim Schwimmversuch eigene Hypothesen aufstellen, bevor sie mit dem Experiment beginnen, um ihr Vorwissen aktiv einzubinden.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Bild von drei Objekten (z.B. ein Stein, ein Holzstück, ein Stück Metall) in einem Wasserglas. Sie sollen für jedes Objekt notieren, ob es schwimmt, schwebt oder sinkt, und eine kurze Begründung mit dem Begriff 'Dichte' oder 'Auftrieb' geben.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Fishbowl-Diskussion15 Min. · Partnerarbeit

Fishbowl-Diskussion: Dichte vergleichen

In Paaren vergleichen die Schüler Dichten bekannter Materialien mit Wasser. Sie erklären Vorhersagen für neue Objekte. Abschließend teilen sie im Plenum.

Vergleichen Sie die Dichte von schwimmenden, schwebenden und sinkenden Objekten mit der Dichte der Flüssigkeit.

ModerationstippFühren Sie die Diskussion zum Dichtevergleich mit konkreten Alltagsgegenständen durch, damit die abstrakten Begriffe an Anschaulichkeit gewinnen.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern folgende Frage: 'Ein Schiff aus Stahl sinkt normalerweise nicht, aber ein kleiner Stahlstift sinkt sofort. Erklären Sie diesen Unterschied mithilfe der Konzepte Dichte und Auftrieb.'

AnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Kleingruppen

Experimentdesign: Unbekannte Dichte

Gruppen entwerfen und führen ein Experiment zur Dichtebestimmung eines Materials durch. Sie präsentieren Methode und Ergebnisse.

Entwerfen Sie ein Experiment, um die Dichte eines unbekannten Materials zu bestimmen.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler beim Experimentdesign auf, ihre Versuchsanordnung genau zu skizzieren, bevor sie mit dem Bau beginnen, um das Planungsdenken zu stärken.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Würfel aus Blei und einen gleich großen Würfel aus Kork. Welcher hat die größere Dichte? Wenn Sie beide in Wasser legen, was passiert jeweils und warum?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen10 Min. · Einzelarbeit

Alltagsbeispiele sammeln

Individuell listen Schüler Alltagsobjekte und ordnen sie ein. Gemeinsam diskutieren sie Anwendungen wie Schiffe.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Körper schwimmt?

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Bild von drei Objekten (z.B. ein Stein, ein Holzstück, ein Stück Metall) in einem Wasserglas. Sie sollen für jedes Objekt notieren, ob es schwimmt, schwebt oder sinkt, und eine kurze Begründung mit dem Begriff 'Dichte' oder 'Auftrieb' geben.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte wissen, dass Schülerinnen und Schüler oft Schwierigkeiten haben, Dichte von Gewicht zu unterscheiden. Vermeiden Sie daher Formulierungen wie 'schwer bedeutet sinken'. Stattdessen sollten Sie immer betonen, dass die durchschnittliche Dichte des Körpers im Vergleich zur Flüssigkeit entscheidend ist. Nutzen Sie Alltagsbeispiele wie Schiffe oder Heißluftballons, um zu zeigen, wie Auftrieb in Gasen funktioniert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verwendung von präziser Fachsprache von Anfang an, um Missverständnisse früh zu korrigieren.

Am Ende dieses Themas können Schülerinnen und Schüler nicht nur die Begriffe Schwimmen, Schweben und Sinken korrekt anwenden, sondern auch erklären, warum diese Zustände eintreten. Sie erkennen den Unterschied zwischen Gewicht und Dichte und nutzen das Archimedische Prinzip, um Alltagsphänomene zu deuten. Eine erfolgreiche Lerneinheit zeigt sich darin, dass die Kinder die Konzepte selbstständig auf neue Situationen übertragen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Schwimmversuchs beobachten viele Schülerinnen und Schüler, dass schwere Gegenstände wie Steine sofort sinken, und schließen daraus, dass Gewicht allein über das Sinken entscheidet.

    Nutzen Sie den Schwimmversuch, um die Dichte als entscheidenden Faktor einzuführen. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Masse und das Volumen verschiedener Gegenstände messen und die Dichte berechnen, um zu zeigen, dass ein großer, leichter Körper (z.B. ein Schiff) trotz hohem Gewicht schwimmen kann.

  • Während der Diskussion zum Dichtevergleich wird oft angenommen, dass Auftrieb nur in Flüssigkeiten wirkt.

    Greifen Sie im Dichtevergleich die Alltagsbeispiele aus dem Unterricht auf und fragen Sie gezielt nach dem Heißluftballon. Zeigen Sie, wie Auftrieb in Gasen funktioniert, indem Sie einen leichten Ballon in die Luft steigen lassen und die Dichte der Luft im Ballon mit der Umgebungsluft vergleichen.

  • Beim Sammeln von Alltagsbeispielen wird 'Schweben' oft mit 'Gewichtslosigkeit' gleichgesetzt.

    Nutzen Sie das Experimentdesign zur unbekannten Dichte, um den Unterschied zwischen Schweben und Gewichtsneutralität zu verdeutlichen. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler ein Objekt finden, das genau die Dichte von Wasser hat, und erklären Sie, dass dabei der Auftrieb genau das Gewicht ausgleicht, ohne dass der Gegenstand gewichtslos ist.


In dieser Übersicht verwendete Methoden