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Physik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Magnetische Wirkung des Stroms

Aktives Experimentieren zeigt Schülern, wie Strom und Magnetismus zusammenhängen. Die magnetische Wirkung des Stroms wird durch selbst durchgeführte Versuche greifbar, was das Verständnis für unsichtbare Kräfte fördert. Praktische Erfahrungen mit einfachen Materialien machen komplexe physikalische Prinzipien zugänglich und nachhaltig verankerbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErkenntnisgewinnungKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen
15–30 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis20 Min. · Partnerarbeit

Experiment: Magnetfeld eines Leiters

Schülerinnen und Schüler lassen Strom durch einen geraden Leiter fließen und beobachten das Magnetfeld mit einer Kompassnadel. Sie variieren die Stromstärke und notieren Veränderungen. So erkennen sie die Richtung des Feldes nach der Rechten-Hand-Regel.

Wie erzeugt elektrischer Strom ein Magnetfeld?

ModerationstippStellen Sie sicher, dass die Schüler beim Experiment 'Magnetfeld eines Leiters' die Kompassnadel langsam um den Leiter bewegen, um die kreisförmige Ausrichtung des Magnetfelds zu beobachten.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Arbeitsblatt mit zwei leeren Feldern. Im ersten Feld sollen sie skizzieren, wie sie ein Magnetfeld um einen stromdurchflossenen Draht mit Kompassnadeln nachweisen würden. Im zweiten Feld sollen sie drei Faktoren nennen, die die Stärke eines Elektromagneten beeinflussen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Forschungskreis25 Min. · Partnerarbeit

Untersuchung: Spule mit Eisenkern

In Paaren wickeln Schülerinnen und Schüler eine Spule und testen sie mit und ohne Kern. Sie messen die Anziehungskraft auf Nägel. Dies verdeutlicht den Einfluss der Windungszahl und des Kerns.

Welche Variablen beeinflussen die Stärke des Magnetfeldes einer stromdurchflossenen Spule?

ModerationstippVerweisen Sie die Schüler während der 'Untersuchung: Spule mit Eisenkern' darauf, die Stromstärke schrittweise zu erhöhen und die Wirkung auf die Feldstärke zu vergleichen.

Worauf zu achten istStellen Sie folgende Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Spule mit 100 Windungen und eine mit 200 Windungen, beide mit der gleichen Stromstärke betrieben. Welche Spule erzeugt voraussichtlich das stärkere Magnetfeld und warum?' Sammeln Sie die Antworten auf kleinen Zetteln.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Fishbowl-Diskussion15 Min. · Ganze Klasse

Fishbowl-Diskussion: Anwendungen

Die Klasse diskutiert gemeinsam Anwendungen wie Elektromagnete in Kranen. Jede Gruppe präsentiert ein Beispiel. Das verbindet Theorie mit Praxis.

Erklären Sie die Funktionsweise eines Elektromagneten und seine Anwendungen.

ModerationstippLassen Sie die Schüler beim 'Modellbau: Relais' zunächst eine einfache Schaltung aufbauen, bevor sie die magnetische Wirkung als Schalter nutzen.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine kurze Klassendiskussion mit der Frage: 'Wo begegnen uns Elektromagnete im Alltag, die nicht offensichtlich sind? Nennt Beispiele und erklärt kurz, wie sie funktionieren.' Ermutigen Sie die Schüler, über Haushaltsgeräte oder Werkzeuge nachzudenken.

AnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Forschungskreis30 Min. · Einzelarbeit

Modellbau: Relais

Individuell bauen Schülerinnen und Schüler ein einfaches Relais-Modell mit Batterie und Spule. Sie testen die Schaltfunktion. Dies festigt das Verständnis der Funktionsweise.

Wie erzeugt elektrischer Strom ein Magnetfeld?

ModerationstippNutzen Sie die 'Diskussion: Anwendungen', um die Schüler gezielt nach unsichtbaren Elektromagneten im Alltag zu fragen, z.B. Türöffner oder Lautsprecher.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Arbeitsblatt mit zwei leeren Feldern. Im ersten Feld sollen sie skizzieren, wie sie ein Magnetfeld um einen stromdurchflossenen Draht mit Kompassnadeln nachweisen würden. Im zweiten Feld sollen sie drei Faktoren nennen, die die Stärke eines Elektromagneten beeinflussen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehrkräfte sollten die Experimente kleinschrittig aufbauen und die Schüler die Beobachtungen selbst deuten lassen. Vermeiden Sie zu frühe theoretische Erklärungen, da die Alltagserfahrungen der Schüler oft von physikalischen Prinzipien abweichen. Nutzen Sie Analogien, etwa den Vergleich des Magnetfelds mit Wasserstrudeln, um das kreisförmige Feld um einen Leiter zu veranschaulichen. Forschung zeigt, dass Schüler durch Hands-on-Aktivitäten nachhaltiger lernen, wenn sie ihre eigenen Hypothesen aufstellen und überprüfen dürfen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schülerinnen und Schüler den Zusammenhang zwischen Stromstärke, Windungszahl und Magnetfeldstärke erklären können. Zudem sollen sie Alltagsbeispiele für Elektromagnete nennen und einfache Skizzen von Magnetfeldern anfertigen. Die Experimente sollen strukturiert dokumentiert und diskutiert werden.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Experiments 'Magnetfeld eines Leiters' könnte geäußert werden, dass nur Spulen ein Magnetfeld erzeugen.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit der Schüler auf die kreisförmige Ausrichtung der Kompassnadel um den geraden Leiter und fragen Sie gezielt nach der Form des Magnetfelds.

  • Während der 'Untersuchung: Spule mit Eisenkern' könnte die Meinung entstehen, dass eine höhere Spannung automatisch zu einem stärkeren Magnetfeld führt.

    Bitten Sie die Schüler, die Stromstärke mit einem Amperemeter zu messen und die Ergebnisse in einer Tabelle festzuhalten, um den direkten Zusammenhang zu erkennen.

  • Während des 'Modellbaus: Relais' könnte angenommen werden, dass der Elektromagnet nach dem Ausschalten des Stroms magnetisch bleibt.

    Lassen Sie die Schüler den Relaismechanismus mehrmals ein- und ausschalten, um die sofortige Entmagnetisierung zu beobachten und zu diskutieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden