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Physik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Der Elektromagnet

Aktives Experimentieren eignet sich besonders gut für dieses Thema, weil Schülerinnen und Schüler den direkten Zusammenhang zwischen Stromfluss und Magnetfeld selbst erzeugen und beobachten können. Die haptischen Erfahrungen mit einfachen Materialien machen abstrakte physikalische Prinzipien greifbar und verankern das Wissen nachhaltig.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErkenntnisgewinnungKMK: Sekundarstufe I - Bewertung
25–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Projektbasiertes Lernen30 Min. · Kleingruppen

Gruppenbau: Basis-Elektromagnet

Jede Gruppe wickelt 50 Windungen Draht um einen Nagel, verbindet mit Batterie und testet Anziehung von Klammern. Sie zählen die maximale Anzahl und notieren Beobachtungen. Variation: Windungszahl erhöhen und vergleichen.

Wie beeinflusst die Windungszahl einer Spule ihre magnetische Kraft?

ModerationstippStellen Sie sicher, dass jede Gruppe einen Nagel mit glatter Oberfläche verwendet, da raue Kanten die Wicklung erschweren und die Ergebnisse verfälschen können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten einen Nagel, 20 cm isolierten Draht und eine Büroklammer. Sie sollen einen funktionierenden Elektromagneten bauen und testen, ob er die Büroklammer anziehen kann. Auf einem Zettel notieren sie: 'Mein Elektromagnet zieht die Büroklammer an: Ja/Nein' und schreiben einen Satz, was sie ändern würden, um ihn stärker zu machen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Projektbasiertes Lernen25 Min. · Partnerarbeit

Paarvergleich: Kern-Materialien

Paare bauen zwei Elektromagnete: einen mit Eisenkern, einen mit Holz. Sie messen Anziehungskraft und diskutieren Unterschiede. Abschluss: Skizze der Feldlinien.

Analysieren Sie die Rolle des Eisenkerns in einem Elektromagneten.

ModerationstippLegen Sie für die Paarvergleiche Kern-Materialien bereits vorbereitete Sets mit gleichen Drahtlängen bereit, damit nur der Kern variiert wird.

Worauf zu achten istDer Lehrer fragt: 'Stellen Sie sich vor, Sie haben zwei identische Spulen, aber eine hat doppelt so viele Windungen wie die andere. Welche Spule wird einen stärkeren Elektromagneten erzeugen, wenn beide mit der gleichen Batterie betrieben werden? Begründen Sie Ihre Antwort.'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen50 Min. · Kleingruppen

Design-Challenge: Praktische Anwendung

Gruppen entwerfen einen Elektromagneten für eine Aufgabe, z.B. Dose öffnen. Sie bauen, testen und präsentieren Iterationen basierend auf Tests.

Entwerfen Sie einen Elektromagneten für eine spezifische Anwendung.

ModerationstippFordern Sie in der Design-Challenge die Gruppen auf, ihre Skizzen mit konkreten Materialangaben zu versehen, um die Umsetzung zu erleichtern.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe die Aufgabe, einen Elektromagneten zu entwerfen, der stark genug ist, um eine Federwaage um 5 Gramm anzuheben. Die Gruppen diskutieren und notieren: Welche Materialien würden sie wählen? Wie viele Windungen bräuchten sie ungefähr? Welche Stromquelle würden sie verwenden? Sie präsentieren ihre Ideen kurz im Plenum.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Parameter-Variation

Vier Stationen: Windungen, Strom (verschiedene Batterien), Kern, Abstand. Gruppen rotieren, messen und tabellieren Daten pro Station.

Wie beeinflusst die Windungszahl einer Spule ihre magnetische Kraft?

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten einen Nagel, 20 cm isolierten Draht und eine Büroklammer. Sie sollen einen funktionierenden Elektromagneten bauen und testen, ob er die Büroklammer anziehen kann. Auf einem Zettel notieren sie: 'Mein Elektromagnet zieht die Büroklammer an: Ja/Nein' und schreiben einen Satz, was sie ändern würden, um ihn stärker zu machen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einer kurzen Demonstration des Basis-Elektromagneten, um die Neugier zu wecken und die Grundlagen zu legen. Vermeiden Sie zu lange Vorab-Erklärungen, da die Schülerinnen und Schüler das Phänomen durch eigenes Handeln besser verstehen. Nutzen Sie gezielte Fragen, um die Beobachtungen zu lenken, etwa: 'Was passiert, wenn der Strom unterbrochen wird?' oder 'Warum hält der Nagel ohne Draht nichts an?' Forschung zeigt, dass kontextualisiertes Lernen in diesem Themenbereich zu einer deutlich höheren Behaltensleistung führt.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler den Elektromagneten funktionsfähig bauen, die magnetische Anziehungskraft durch Parameter wie Windungszahl oder Kernmaterial gezielt beeinflussen und ihre Beobachtungen mit Fachbegriffen erklären. Erfolg zeigt sich in präzisen Messungen und begründeten Schlussfolgerungen aus den Experimenten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Gruppenbau-Phase: 'Ein Elektromagnet ist immer magnetisch, auch ohne Strom.'

    Fordern Sie die Schüler auf, den Strom bewusst zu unterbrechen und zu beobachten, wie die Büroklammern sofort abfallen. Lassen Sie sie in der Gruppe diskutieren, warum der Magnetismus nur bei Stromfluss existiert.

  • Während der Stationenrotation: 'Mehr Windungen machen den Magneten immer stärker, unabhängig vom Kern.'

    Bitten Sie die Gruppen, parallel einen Magneten ohne Kern und einen mit Nagel zu bauen und die gezogenen Büroklammern zu vergleichen. Die Messergebnisse zeigen deutlich den Einfluss des ferromagnetischen Kerns.

  • Während der Design-Challenge: 'Der Elektromagnet funktioniert wie ein Dauermagnet.'

    Lassen Sie die Schüler testen, ob der Magnet Gegenstände auch ohne Strom hält. Ein Vergleich mit einem Permanentmagneten in der Gruppe fördert die Einsicht in die Unterschiede.


In dieser Übersicht verwendete Methoden