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Physik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Chemische Wirkung des Stroms

Bewegung und Experimentieren machen die unsichtbaren Prozesse der Elektrolyse greifbar, sodass Schülerinnen und Schüler die chemische Wirkung von Strom aktiv erleben können. Praktische Versuche fördern das Verständnis für Redoxreaktionen, da sie Abstraktes sichtbar und diskutierbar machen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErkenntnisgewinnungKMK: Sekundarstufe I - Bewertung
15–30 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Fallstudienanalyse30 Min. · Kleingruppen

Experiment: Elektrolyse von Wasser

Schülerinnen und Schüler führen Elektrolyse mit einer 9-V-Batterie, Bleistift-Elektroden und Salzwasser durch. Sie beobachten Gasentwicklung und testen die Gase mit einem Glimmstab. Abschließend notieren sie die Reaktionen.

Wie nutzen wir die chemische Wirkung des Stroms in modernen Batterien und Akkus?

ModerationstippBetonen Sie beim Experiment zur Elektrolyse von Wasser, dass die Gasblasenbildung an den Elektroden sichtbar macht, wo die chemische Reaktion stattfindet.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild eines Alltagsgegenstandes (z.B. verchromter Wasserhahn, Batterie). Sie sollen auf der Rückseite kurz erklären, welche chemische Wirkung des Stroms hierbei eine Rolle spielt und wozu sie dient.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Fallstudienanalyse20 Min. · Partnerarbeit

Modellbau: Batterie-Funktion

In Paaren bauen Schülerinnen und Schüler eine Zitronenbatterie und messen die Spannung. Sie erklären die chemischen Prozesse und vergleichen mit kommerziellen Akkus. Eine Reflexion schließt an.

Analysieren Sie die Prozesse der Elektrolyse und Galvanisierung.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler beim Modellbau einer Batterie auf, die Pole der Stromquelle korrekt mit den Elektroden zu verbinden, um die Redoxreaktion zu ermöglichen.

Worauf zu achten istStellen Sie folgende Frage an die Tafel: 'Beschreiben Sie in eigenen Worten, was bei der Elektrolyse von Wasser passiert, und nennen Sie zwei Produkte, die dabei entstehen.' Sammeln Sie die Antworten auf kleinen Zetteln.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Fishbowl-Diskussion25 Min. · Kleingruppen

Fishbowl-Diskussion: Umweltaspekte

Die Klasse diskutiert in Kleingruppen den Ressourcenverbrauch bei Galvanisierung. Jede Gruppe präsentiert eine Lösungsvorschlag. Der Lehrer moderiert.

Bewerten Sie die Umweltaspekte der chemischen Wirkung des Stroms in der Industrie.

ModerationstippLenken Sie die Diskussion zu Umweltaspekten gezielt auf die Energiebilanz der Elektrolyse und vergleichen Sie sie mit der Energiegewinnung in Batterien.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Welche Vorteile und Nachteile sehen Sie bei der industriellen Nutzung der chemischen Wirkung des Stroms im Hinblick auf die Umwelt?' Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, konkrete Beispiele zu nennen.

AnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse15 Min. · Einzelarbeit

Beobachtung: Galvanik-Bad

Individuell analysieren Schülerinnen und Schüler Fotos oder Videos von Industrieanwendungen und notieren Vor- und Nachteile.

Wie nutzen wir die chemische Wirkung des Stroms in modernen Batterien und Akkus?

ModerationstippZeigen Sie beim Beobachtungsauftrag zum Galvanik-Bad vorab ein Beispiel mit glänzendem und ungeschütztem Metall, um den Unterschied deutlich zu machen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild eines Alltagsgegenstandes (z.B. verchromter Wasserhahn, Batterie). Sie sollen auf der Rückseite kurz erklären, welche chemische Wirkung des Stroms hierbei eine Rolle spielt und wozu sie dient.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Führen Sie die Inhalte schrittweise ein: Beginnen Sie mit einfachen Versuchen, die die Grundlagen der Elektrolyse demonstrieren, bevor Sie komplexere Anwendungen wie Batterien oder Galvanisierung thematisieren. Nutzen Sie Alltagsbeispiele, um die Relevanz des Themas zu verdeutlichen. Vermeiden Sie es, Strom pauschal als „chemischen Verursacher“ darzustellen, sondern betonen Sie die Notwendigkeit von Elektrolyten und beweglichen Ionen.

Die Schülerinnen und Schüler können erklären, warum Elektrolyse nur in Elektrolyten stattfindet, die Produkte der Wasserelektrolyse benennen und Anwendungen wie Galvanisierung oder Batterien beschreiben. Sie erkennen, dass Strom chemische Veränderungen auslöst und Energie dabei entweder verbraucht oder freisetzt.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Experiments zur Elektrolyse von Wasser hören manche Schülerinnen und Schüler, dass Strom „überall chemische Reaktionen verursacht“.

    Nutzen Sie die sichtbaren Ergebnisse des Experiments: Erklären Sie, dass nur in der Kochsalzlösung mit beweglichen Ionen (Na+ und Cl-) Elektrolyse stattfindet. Zeigen Sie parallel, dass ein blanker Metalldraht ohne Elektrolyt keine Reaktion auslöst.

  • Beim Modellbau der Batterie-Funktion wird behauptet, Elektrolyse erzeuge Energie.

    Nutzen Sie die Materialien des Modellbaus: Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler messen, dass die Spannung der selbstgebauten Batterie mit der Zeit abnimmt. Betonen Sie, dass Energie durch die Redoxreaktion freigesetzt wird, aber zunächst chemische Energie gespeichert werden muss.

  • Während der Beobachtung des Galvanik-Bads wird angenommen, dass sich alle Elektroden gleichmäßig auflösen.

    Nutzen Sie die sichtbaren Unterschiede im Galvanik-Bad: Weisen Sie darauf hin, dass sich nur die Anode (z.B. Zink) auflöst, während sich an der Kathode (z.B. Eisen) Metall abscheidet. Zeigen Sie ein Vergleichsbild von gelöster und intakter Anode.


In dieser Übersicht verwendete Methoden