Aktivität 01
Debatte: Hedonismus vs. Eudaimonismus
Teilen Sie die Klasse in Paare ein. Jedes Paar zieht eine Position und bereitet drei Argumente vor. Nach 10 Minuten debattieren die Paare gegeneinander, die Klasse notiert Stärken und Schwächen. Abschließende Plenumdiskussion synthetisiert die Ergebnisse.
Differentiieren Sie zwischen verschiedenen philosophischen Glückskonzepten (z.B. Lust, Zufriedenheit, gelingendes Leben).
ModerationstippBei der Paar-Debatte klaren Zeitrahmen setzen, damit beide Positionen gleichberechtigt zu Wort kommen und nicht nur die lautesten Stimmen dominieren.
Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: eine vertritt die hedonistische, die andere die eudaimonistische Position. Geben Sie ihnen die Aufgabe, Argumente zu sammeln, warum ihre Definition von Glück die überzeugendere ist. Leiten Sie die anschließende Debatte, indem Sie fragen: 'Welche Rolle spielen kurzfristige Freuden im Vergleich zu langfristiger Erfüllung für Ihr persönliches Glück?'
AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02
Rollenspiel: Philosophen im Streitgespräch
Gruppen von vier wählen Philosophen wie Epikur oder Aristoteles. Sie recherchieren Zitate, verkörpern die Figuren in einem fiktiven Streit über Glück und präsentieren vor der Klasse. Zuhörer*innen stellen Gegenfragen.
Analysieren Sie, welche Rolle äußere Umstände und innere Einstellungen für das Glück spielen.
ModerationstippIm Rollenspiel die Philosophenrollen vorher genau beschreiben, damit Schüler*innen sich in ihre Positionen hineinversetzen können, ohne eigene Meinungen einzubringen.
Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler*innen, auf einer Karteikarte zwei Sätze zu schreiben: Der erste Satz soll erklären, wie sich das Glücksverständnis eines Hedonisten von dem eines Eudaimonisten unterscheidet. Der zweite Satz soll ein persönliches Beispiel nennen, wie äußere Umstände oder innere Einstellungen ihr eigenes Glück beeinflusst haben.
AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03
Glücks-Tagebuch: Wöchentliche Reflexion
Schüler*innen führen individuell ein Tagebuch: Täglich notieren sie eine glückliche Situation, kategorisieren sie (Lust, Sinn) und reflektieren Einflüsse. In der Stunde teilen sie anonyme Beispiele und diskutieren Muster.
Beurteilen Sie, ob Glück ein erreichbares Ziel oder ein Nebenprodukt eines sinnvollen Lebens ist.
ModerationstippIm Glücks-Tagebuch die wöchentlichen Reflexionen mit konkreten Leitfragen unterstützen, etwa 'Wann hast du heute Zufriedenheit statt kurzfristige Lust gespürt?'.
Worauf zu achten istPräsentieren Sie drei kurze Zitate von Philosophen, die unterschiedliche Glückskonzepte vertreten. Lassen Sie die Schüler*innen die Zitate den Begriffen Hedonismus, Eudaimonismus oder einer anderen relevanten Position zuordnen und kurz begründen, warum. Dies prüft das Verständnis der Kernkonzepte.
AnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04
Stationenrotation: Glückskonzepte
Richten Sie Stationen ein: Hedonismus (Lustexperimente), Eudaimonismus (Tugendliste), Stoizismus (Kontrollkreise). Gruppen rotieren, sammeln Belege und erstellen ein Vergleichsposter.
Differentiieren Sie zwischen verschiedenen philosophischen Glückskonzepten (z.B. Lust, Zufriedenheit, gelingendes Leben).
ModerationstippBei der Stationenrotation die Materialien an jeder Station klar strukturieren, sodass die Schüler*innen selbstständig arbeiten und nicht durch unklare Aufgaben blockiert werden.
Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: eine vertritt die hedonistische, die andere die eudaimonistische Position. Geben Sie ihnen die Aufgabe, Argumente zu sammeln, warum ihre Definition von Glück die überzeugendere ist. Leiten Sie die anschließende Debatte, indem Sie fragen: 'Welche Rolle spielen kurzfristige Freuden im Vergleich zu langfristiger Erfüllung für Ihr persönliches Glück?'
AnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen→Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit
Erfahrene Lehrkräfte kombinieren bei diesem Thema direkte Wissensvermittlung mit dialogischem Lernen. Zuerst führen sie die zentralen Begriffe ein, bevor sie die Schüler*innen aktiv einbinden. Wichtig ist, dass die Lehrkraft nicht ihre eigene Position vertritt, sondern die Schüler*innen dazu anregt, selbst zu urteilen. Zudem sollte sie regelmäßig Brücken zu Alltagserfahrungen schlagen, um die Relevanz der Theorie zu verdeutlichen. Vermeiden Sie es, die Debatten zu schnell zu bewerten – vielmehr geht es darum, unterschiedliche Perspektiven nebeneinander stehen zu lassen und die Schüler*innen zu ermutigen, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen.
Am Ende der Einheit erkennen Schüler*innen die Unterschiede zwischen Hedonismus, Eudaimonismus und Stoizismus und können diese auf eigene Lebenserfahrungen beziehen. Erfolg zeigt sich darin, dass sie nicht nur Definitionen wiedergeben, sondern argumentieren, welche Sichtweise sie für sich selbst plausibel finden. Ihre Reflexionsfähigkeit wird deutlich durch differenzierte Beispiele und eine kritische Auseinandersetzung mit eigenen Glücksvorstellungen.
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Während der Paardebatte 'Hedonismus vs. Eudaimonismus' beobachten viele Schüler*innen, dass Lust mit Glück gleichgesetzt wird.
Nutzen Sie die Debatte, um die Schüler*innen explizit auf Epikurs Unterscheidung zwischen sinnlicher Lust und 'seelenruhiger Freude' hinzuweisen. Fordern Sie sie auf, Beispiele aus den Texten zu nennen, die zeigen, dass Epikur Lust nicht als Selbstzweck verstand.
Im Rollenspiel 'Philosophen im Streitgespräch' gehen Schüler*innen davon aus, dass äußere Umstände allein über Glück entscheiden.
Fordern Sie die Schüler*innen auf, in ihren Rollen bewusst innere Haltungen wie Gelassenheit oder Dankbarkeit einzubringen. So wird erlebbar, wie Stoiker äußere Ereignisse als neutral bewerten und Glück in der eigenen Einstellung liegt.
Beim Glücks-Tagebuch verstehen Schüler*innen Glück häufig als etwas, das man gezielt herbeiführen kann.
Nutzen Sie die wöchentlichen Reflexionen, um die Schüler*innen zu fragen, wann Glück eher als Nebenprodukt entstanden ist. Fordern Sie sie auf, Situationen zu beschreiben, in denen sie sich nicht aktiv um Glück bemüht haben, es aber trotzdem erlebten.
In dieser Übersicht verwendete Methoden