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Philosophie · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Kunst und ihre Funktionen

Aktive Methoden eignen sich besonders gut, weil die Schülerinnen und Schüler durch eigenes Handeln die abstrakten Funktionen von Kunst greifbar machen. Indem sie Werke analysieren, diskutieren und selbst gestalten, erkennen sie, dass Kunst nicht nur schön ist, sondern auch Wissen vermittelt, gesellschaftliche Themen aufgreift oder Emotionen ausdrückt.

KMK BildungsstandardsKMK-DE-PH-8.3KMK-DE-PH-8.4
35–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Ausstellungsmethode45 Min. · Kleingruppen

Gruppenanalyse: Funktionskarten

Teilen Sie Kunstwerke aus (Bilder, Videos). Gruppen sortieren Karten mit Funktionen (Ausdruck, Kritik etc.) zu jedem Werk und begründen. Präsentieren Sie Ergebnisse plenum.

Analysieren Sie verschiedene Funktionen, die Kunst in der Gesellschaft erfüllen kann.

ModerationstippStellen Sie bei der Gruppenanalyse sicher, dass jede Gruppe ein Kunstwerk mit klarer Funktion erhält, um Vergleiche zu ermöglichen.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf und geben Sie jeder Gruppe ein bekanntes Kunstwerk (z.B. ein Gemälde, ein Lied, ein Gedicht). Fordern Sie die Gruppen auf, die verschiedenen Funktionen des Werkes zu identifizieren und zu diskutieren: Welche Funktion überwiegt und warum? Jede Gruppe präsentiert ihre Ergebnisse kurz.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Debatte50 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Kunst als Kritik

Teilen Sie Klasse in Pro- und Contra-Gruppen. Debattieren Sie These: 'Kunst ist effektiver Kritiker als Politik'. Jede Seite hat 3 Minuten Redezeit, dann Abstimmung.

Erklären Sie, inwiefern Kunst zur Erkenntnis oder zur Kritik beitragen kann.

ModerationstippLegen Sie bei der Debatte klare Regeln fest, z.B. feste Redezeiten pro Person, um alle Stimmen zu hören.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schülerinnen und Schüler auf einem Zettel eine Funktion von Kunst (z.B. Kritik, Ausdruck) auswählen und kurz erklären, wie ein von ihnen gewähltes Kunstwerk diese Funktion erfüllt. Bitten Sie sie zusätzlich, eine Frage zu formulieren, die sich aus der Betrachtung der Funktion ergibt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Ausstellungsmethode35 Min. · Partnerarbeit

Galerie-Runde: Persönliche Funktionen

Richten Sie eine Galerie mit Schülerarbeiten ein. Paare notieren Funktionen pro Werk und tauschen Notizen. Abschließende Reflexion in Plenum.

Bewerten Sie die Rolle von Kunst in der persönlichen und kollektiven Identitätsbildung.

ModerationstippIn der Galerie-Runde achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre persönliche Funktion mit einem konkreten Beispiel verbinden.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Reihe von Aussagen über Kunstfunktionen auf (z.B. 'Dieses Lied dient hauptsächlich der Unterhaltung.') und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler per Handzeichen (Daumen hoch/runter) oder mit kleinen Kärtchen zustimmen oder ablehnen. Fragen Sie anschließend nach Begründungen für einzelne Aussagen.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Kunstfunktionen

Schüler verkörpern Funktionen (z.B. 'Ich bin Kritik'). Sie reagieren auf ein Kunstwerk. Andere raten die Funktion und diskutieren.

Analysieren Sie verschiedene Funktionen, die Kunst in der Gesellschaft erfüllen kann.

ModerationstippBeim Rollenspiel geben Sie den Rollen konkrete Aufgaben vor, z.B. 'Sie vertreten Künstler:innen, die Gesellschaft kritisieren.'

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf und geben Sie jeder Gruppe ein bekanntes Kunstwerk (z.B. ein Gemälde, ein Lied, ein Gedicht). Fordern Sie die Gruppen auf, die verschiedenen Funktionen des Werkes zu identifizieren und zu diskutieren: Welche Funktion überwiegt und warum? Jede Gruppe präsentiert ihre Ergebnisse kurz.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema handlungsorientiert, indem Sie die Schülerinnen und Schüler direkt mit Kunstwerken arbeiten lassen. Vermeiden Sie reine Theorietexte, sondern nutzen Sie visuelle und auditive Beispiele, die Diskussionen anregen. Forschung zeigt, dass Projektarbeit und Rollenspiele nachhaltigeres Lernen fördern als Frontalunterricht zu ästhetischen Funktionen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler konkrete Funktionen in Kunstwerken benennen und mit Beispielen belegen können. Sie wenden ihr Wissen an, indem sie eigene Deutungen mit historischen oder gesellschaftlichen Kontexten verbinden und diese argumentativ vertreten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Gruppenanalyse Funktionskarten beobachten Sie, dass Schülerinnen und Schüler Kunst ausschließlich als Dekoration oder Unterhaltung einordnen.

    Lenken Sie die Diskussion mit gezielten Impulsfragen um, z.B. 'Welche gesellschaftliche Kritik könnte in diesem Werk stecken?' oder 'Welches Wissen wird hier vermittelt?'. Fordern Sie die Gruppen auf, ihre anfängliche Einordnung zu überprüfen.

  • Während der Debatte Kunst als Kritik beobachten Sie, dass Schülerinnen und Schüler subjektive Meinungen als gleichwertige Deutungen darstellen.

    Nutzen Sie die Debatte, um Kriterien für objektive Bewertung einzuführen, z.B. 'Passt die Kritik zum historischen Kontext?' oder 'Wird die Botschaft klar vermittelt?'. Peer-Feedback hilft, Argumentationen zu schärfen.

  • Während der Galerie-Runde Persönliche Funktionen sehen Sie, dass Schülerinnen und Schüler Kunst nur als individuellen Ausdruck wahrnehmen.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ihre persönliche Funktion mit gesellschaftlichen Effekten zu verknüpfen, z.B. 'Wie könnte dieses Werk eine Gruppe oder Gemeinschaft beeinflussen?' oder 'Welche Werte werden hier vermittelt?'.


In dieser Übersicht verwendete Methoden