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Naturwissenschaften · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Nahrungsketten und Netze

Aktive Lernformen machen Energieflüsse und Abhängigkeiten in Nahrungsketten und -netzen greifbar. Durch konkretes Handeln erkennen Schüler:innen die Hierarchien und Systemzusammenhänge, die in Lehrbüchern oft abstrakt bleiben. Die Aktivitäten fördern genaues Beobachten, logisches Denken und die Fähigkeit, Folgen von Veränderungen zu bewerten.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - SystemKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Gruppenpuzzle35 Min. · Kleingruppen

Karten-Sortieren: Nahrungskette aufbauen

Teilen Sie Karten mit Produzenten, Konsumenten und Destruenten aus. Schüler sortieren sie in Ketten für Wald oder Wiese und zeichnen Pfeile für Energiefluss. Gruppendiskussion: Welche Ketten brechen bei Insektenverlust?

Prognostizieren Sie, was passieren würde, wenn alle Insekten in einem Wald verschwinden würden.

ModerationstippBeim Karten-Sortieren: Legen Sie die Karten zunächst unsortiert auf den Tisch und lassen Sie die Schüler:innen in Partnerarbeit die Hierarchie diskutieren, bevor sie die Reihenfolge festlegen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit dem Namen eines Organismus aus einem Wald (z. B. Eiche, Raupe, Amsel, Fuchs). Die Schüler schreiben auf die Rückseite, wer dieser Organismus ist (Produzent, Konsument 1., 2. oder 3. Ordnung, Destruent) und benennen eine weitere Art, von der er sich ernährt oder die ihn frisst.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Gruppenpuzzle45 Min. · Ganze Klasse

Garn-Netz: Ökosystem modellieren

Spannen Sie ein Spinnennetz mit Garn zwischen Schülern, die Rollen wie Gräser oder Vögel übernehmen. Ziehen Sie Fäden für Fressbeziehungen. Simulieren Sie Insektenverlust, indem Gruppen Fäden kappen und Kettenreaktionen beobachten.

Erklären Sie die Rolle von Produzenten, Konsumenten und Destruenten in einem Ökosystem.

ModerationstippBeim Garn-Netz: Achten Sie darauf, dass die Schüler:innen die Fäden straff ziehen und die Richtung der Pfeile durch Knoten oder Farbmarkierungen deutlich machen.

Worauf zu achten istZeichnen Sie ein einfaches Nahrungsnetz an die Tafel mit vier bis fünf Organismen. Stellen Sie die Frage: 'Was würde passieren, wenn alle Raupen verschwinden würden?' Lassen Sie die Schüler ihre Antworten auf einem Blatt Papier notieren und sammeln Sie diese zur schnellen Überprüfung des Verständnisses ein.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Gruppenpuzzle30 Min. · Partnerarbeit

Prognose-Spiel: Störfaktor einführen

Schüler bauen Ketten auf Papier, wählen dann einen Störfaktor wie Insektensterben. Sie prognostizieren und zeichnen Folgen für andere Glieder. Präsentieren und vergleichen in Plenum.

Analysieren Sie, wie die Energie der Sonne in den Körper eines Wolfes gelangt.

ModerationstippBeim Prognose-Spiel: Führen Sie den Störfaktor langsam ein und fordern Sie die Schüler:innen auf, ihre Vermutungen schriftlich festzuhalten, bevor sie sie mündlich einbringen.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Biologe, der die Auswirkungen des Klimawandels auf ein Wiesenökosystem untersucht. Welche drei Arten in der Nahrungskette oder im Nahrungsnetz würden Sie zuerst genauer untersuchen und warum?'

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Aktivität 04

Gruppenpuzzle25 Min. · Kleingruppen

Rollenverteilung: Energieweg nachverfolgen

Schüler verkörpern Organismen in einer Kette von Sonne bis Wolf. Reichen Sie 'Energie'-Bälle weiter und zählen Verluste pro Schritt. Diskutieren Sie 10-Prozent-Regel.

Prognostizieren Sie, was passieren würde, wenn alle Insekten in einem Wald verschwinden würden.

ModerationstippBei der Rollenverteilung: Verteilen Sie die Rollen erst nach einer kurzen Einführung in die Energieumwandlung, damit die Schüler:innen die Bedeutung ihrer Rolle im Gesamtkontext verstehen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit dem Namen eines Organismus aus einem Wald (z. B. Eiche, Raupe, Amsel, Fuchs). Die Schüler schreiben auf die Rückseite, wer dieser Organismus ist (Produzent, Konsument 1., 2. oder 3. Ordnung, Destruent) und benennen eine weitere Art, von der er sich ernährt oder die ihn frisst.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf schrittweise Modellierung, um Überforderung zu vermeiden. Beginnen Sie mit einfachen, linearen Ketten, bevor Sie zu komplexen Netzen übergehen. Vermeiden Sie es, zu schnell zur Abstraktion zu springen – die Anschaulichkeit der Aktivitäten ist entscheidend für das Verständnis. Nutzen Sie Alltagsbezug, um die Relevanz des Themas zu verdeutlichen, z.B. durch Fragen wie: 'Was würde passieren, wenn Bienen verschwinden?'

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schüler:innen Nahrungsketten fehlerfrei aufbauen, Energieverluste bei jedem Fressschritt erklären und die Bedeutung von Destruenten für geschlossene Nährstoffkreisläufe begründen können. Sie sollen Störungen im System vorhersagen und ihre Prognosen mit fachlichen Argumenten stützen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Aktivität Karten-Sortieren fällt auf, dass einige Schüler:innen beliebige Verbindungen zwischen den Organismen herstellen.

    Fordern Sie die Schüler:innen auf, ihre Sortierung zu begründen und verweisen Sie auf die Definitionen der Rollen (Produzent, Konsument, Destruent). Nutzen Sie die Kartenrückseiten mit Hinweisen zu den trophischen Ebenen, um falsche Zuordnungen zu korrigieren.

  • Während des Prognose-Spiels mit dem Störfaktor äußern Schüler:innen die Annahme, dass Energie in voller Menge erhalten bleibt.

    Halten Sie einen Ball bereit und simulieren Sie Energieflüsse: Bei jedem 'Fressvorgang' (Ballübergabe) gehen Sie 90 % der Energie verloren. Die Schüler:innen merken selbst, wie schnell die Energie im System abnimmt und erkennen die 10-Prozent-Regel.

  • Während der Rollenverteilung zur Energieweg-Nachverfolgung wird Destruenten nur eine untergeordnete Rolle zugewiesen.

    Lassen Sie die Schüler:innen in Gruppen die Rolle der Destruenten in ihrem Modell visualisieren. Stellen Sie gezielt Fragen wie: 'Was würde passieren, wenn es keine Pilze gäbe?'. Peer-Feedback in den Gruppen hilft, die Bedeutung der Destruenten zu erkennen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden