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Naturwissenschaften · Klasse 2

Ideen für aktives Lernen

Pflanzen in der Stadt

Aktives Lernen funktioniert bei diesem Thema besonders gut, weil Schüler:innen der zweiten Klasse durch direkte Beobachtungen und praktische Erfahrungen ein reales Bild städtischer Pflanzenwelten entwickeln. Die Kombination aus Bewegung, Kartierung und kreativem Gestalten macht abstrakte Zusammenhänge wie Luftreinigung oder Lebensräume für Tiere greifbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Natur und LebenKMK: Grundschule - Raum und Mobilität
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Kugellager45 Min. · Kleingruppen

Stadtspaziergang: Pflanzenjagd

Schüler:innen gehen in Gruppen durch die Umgebung, notieren und zeichnen gefundene Pflanzen wie Bäume oder Sträucher. Jede Gruppe sammelt Fotos oder Blätter als Belege. In der Klasse teilen sie Beobachtungen und erstellen eine gemeinsame Liste.

Welche Pflanzen kannst du in der Stadt finden?

ModerationstippSorgen Sie beim Stadtspaziergang für eine klare Struktur, indem Sie vorher festlegen, welche Pflanzengruppen die Kinder entdecken sollen und wie sie diese dokumentieren.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit drei Feldern: 'Eine Pflanze, die ich in der Stadt sehe', 'Warum diese Pflanze wichtig ist' und 'Eine Idee, wie wir mehr Pflanzen in die Stadt bringen'. Sie füllen die Felder aus.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Kugellager30 Min. · Ganze Klasse

Grünflächen-Karte: Unsere Stadt

Die Klasse zeichnet eine Karte der Schule und Nachbarschaft, markiert Parks, Bäume und leere Flächen. Jeder Schüler:innen trägt eine Beobachtung ein. Gemeinsam besprechen sie, warum diese Orte wichtig sind.

Warum brauchen Menschen und Tiere Pflanzen in der Stadt?

ModerationstippLegen Sie der Grünflächen-Karte eine Farbskala bei, die den Kindern hilft, verschiedene Bodenbeläge und Vegetationsarten zu unterscheiden.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt Bilder von verschiedenen städtischen Pflanzen (z.B. Linde, Gänseblümchen, Efeu). Die Schülerinnen und Schüler zeigen mit den Fingern, ob die Pflanze eher auf dem Gehweg, im Park oder an einer Hauswand wächst.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Kugellager35 Min. · Partnerarbeit

Ideenwerkstatt: Mehr Grün schaffen

In Paaren brainstormen Schüler:innen Vorschläge wie Blumenkästen oder Insektenhotels. Sie skizzieren Ideen und präsentieren sie der Klasse. Die besten werden in einem Plakat festgehalten.

Überlege, wie wir mehr Pflanzen in unsere Stadt bringen können.

ModerationstippBereiten Sie bei der Ideenwerkstatt konkrete Materialien wie Samen, Erde und Behälter vor, damit die Kinder ihre Vorschläge direkt ausprobieren können.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellt euch vor, ihr seid Stadtplaner. Welche drei Pflanzen würdet ihr für einen neuen Spielplatz auswählen und warum? Begründet eure Wahl mit Blick auf Tiere und Menschen.'

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Kugellager40 Min. · Kleingruppen

Pflanzen-Stationen: Bedürfnisse testen

Richten Sie Stationen ein: Sonne simulieren mit Lampen, Schatten mit Kartons, Boden mit verschiedenen Töpfen. Gruppen testen, wo Mini-Pflanzen wachsen, und notieren Ergebnisse.

Welche Pflanzen kannst du in der Stadt finden?

ModerationstippRichten Sie die Pflanzen-Stationen so ein, dass die Kinder selbstständig einfache Experimente durchführen können, etwa mit Schatten und Feuchtigkeit.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit drei Feldern: 'Eine Pflanze, die ich in der Stadt sehe', 'Warum diese Pflanze wichtig ist' und 'Eine Idee, wie wir mehr Pflanzen in die Stadt bringen'. Sie füllen die Felder aus.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einer klaren Zielsetzung, indem sie den Kindern zu Beginn erklären, warum Stadtpflanzen wichtig sind und was sie in den nächsten Stunden lernen werden. Sie vermeiden es, zu viele Informationen auf einmal zu vermitteln, sondern lassen die Kinder durch gezielte Fragen selbst Zusammenhänge entdecken. Wichtig ist, dass die Lehrkraft als Begleiter:in agiert und nicht als reine Wissensvermittler:in, um die Neugier der Kinder zu fördern.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Kinder gängige Stadtpflanzen sicher erkennen und ihre Funktionen für Mensch und Tier benennen können. Sie sollen in der Lage sein, einfache ökologische Zusammenhänge zu erklären und eigene Ideen für mehr Grün in der Stadt zu entwickeln, ohne dabei zu pauschalisieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stadtspaziergangs hören Sie oft Sätze wie: 'Hier wächst doch nichts, alles ist voller Beton.'

    Nutzen Sie die Beobachtungsbögen, um die Kinder gezielt auf Moose, Flechten oder Kletterpflanzen an Hauswänden hinzuweisen. Fragen Sie nach: 'Wo genau wächst das? Was braucht die Pflanze zum Wachsen?'

  • Während der Ideenwerkstatt äußern Kinder: 'Pflanzen in der Stadt sind doch nur für uns da.'

    Führen Sie nach dem Gespräch eine Reflexionsrunde ein, in der die Kinder überlegen, welche Tiere die Pflanzen nutzen. Nutzen Sie dabei die Beispiele aus dem Stadtspaziergang.

  • Während der Grünflächen-Karte kommt die Idee: 'Wir können einfach überall Blumen pflanzen, das ist doch egal.'

    Nutzen Sie die Kartierungsbögen, um den Kindern zu zeigen, dass nicht jede Pflanze an jedem Ort wächst. Zeigen Sie ihnen, wie sie Bodenqualität und Lichtverhältnisse in ihrer Karte markieren können.


In dieser Übersicht verwendete Methoden