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Kunst · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Grafikdesign: Logos und Markenidentität

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler durch praktische Analyse und Gestaltung direkt erleben, wie Design Entscheidungen Werte und Botschaften transportiert. Das Stationenlernen und der Entwurf eigener Logos machen abstrakte Konzepte wie ,Form folgt Funktion‘ greifbar und fördern ein tiefes Verständnis für visuelle Kommunikation.

KMK BildungsstandardsDesignBildnerische Gestaltung
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Logo-Analyse

Richten Sie vier Stationen ein: Wortmarke, Bildmarke, Kombinationsmarke und historische Logos. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Merkmale, Botschaften und Effektivität. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Wie kommuniziert ein Logo die Werte und Botschaften einer Marke?

ModerationstippGeben Sie den Schülerinnen und Schülern beim Stationenlernen klare Zeitvorgaben pro Station, um Diskussionen zu fokussieren und ein Überziehen zu vermeiden.

Worauf zu achten istDie Schüler präsentieren ihre Entwürfe für ein fiktives Logo. Die Mitschüler geben Feedback anhand von zwei Kriterien: 1. Wie gut kommuniziert das Logo die Kernbotschaft des fiktiven Unternehmens? 2. Ist das Logo visuell ansprechend und einprägsam? Die Feedbackgeber notieren ihre Antworten und begründen sie kurz.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Fallstudienanalyse30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Markenkonzept-Entwurf

Paare erfinden ein fiktives Unternehmen, definieren Werte und skizzieren drei Logo-Varianten. Sie begründen Farben, Formen und Typen. Partner geben gegenseitiges Feedback.

Vergleichen Sie die Effektivität verschiedener Logo-Typen (Wortmarke, Bildmarke, Kombinationsmarke).

ModerationstippAchten Sie bei der Paararbeit darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Entwürfe anhand der definierten Markenwerte begründen, bevor sie gestalten.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält ein bekanntes Logo (z.B. von Coca-Cola, Adidas). Sie notieren auf einem Zettel: Welcher Logotyp ist es (Wort-, Bild-, Kombinationsmarke)? Welche zwei Werte oder Botschaften versucht das Logo zu vermitteln? Was gefällt ihnen an der Gestaltung besonders gut oder schlecht?

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse40 Min. · Kleingruppen

Gruppenpräsentation: Logo-Pitch

Gruppen wählen ihr bestes Logo aus, erstellen eine kurze Präsentation mit Begründung und testen es an der Klasse. Die Klasse bewertet auf Klarheit und Wirkung.

Entwerfen Sie ein Logo für ein fiktives Unternehmen und begründen Sie Ihre gestalterischen Entscheidungen.

ModerationstippFordern Sie bei den Gruppenpräsentationen gezielt Fragen aus dem Plenum ein, um die Interaktion zu stärken und die Argumentationsfähigkeit zu schulen.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt eine Reihe von Logos auf dem Bildschirm. Die Schüler heben eine Karte mit 'Wortmarke', 'Bildmarke' oder 'Kombinationsmarke' hoch, je nachdem, um welchen Typ es sich handelt. Anschließend werden zwei Logos ausgewählt, und die Schüler erklären kurz, warum sie diese für besonders effektiv halten.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse20 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Logo-Revision

Jede Schülerin und jeder Schüler überarbeitet ihr Logo basierend auf Feedback, dokumentiert Änderungen schriftlich und teilt die finale Version.

Wie kommuniziert ein Logo die Werte und Botschaften einer Marke?

ModerationstippBitten Sie bei der Logo-Revision die Schülerinnen und Schüler, ihre ersten Entwürfe neben die überarbeitete Version zu legen und die Veränderungen schriftlich zu begründen.

Worauf zu achten istDie Schüler präsentieren ihre Entwürfe für ein fiktives Logo. Die Mitschüler geben Feedback anhand von zwei Kriterien: 1. Wie gut kommuniziert das Logo die Kernbotschaft des fiktiven Unternehmens? 2. Ist das Logo visuell ansprechend und einprägsam? Die Feedbackgeber notieren ihre Antworten und begründen sie kurz.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte wissen, dass der Einstieg über Alltagsbeispiele wie Nike oder Mercedes die Motivation steigert, da die Schülerinnen und Schüler sofort erkennen, wie Logos im Kontext funktionieren. Vermeiden Sie frontale Inputphasen – stattdessen öffnen Sie den Raum für experimentelles Gestalten und iterative Prozesse. Die KMK-Standards sollten als Checkliste dienen, nicht als starre Vorgabe, um kreative Lösungen zu ermöglichen.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler selbstständig Logos analysieren, deren Gestaltungsprinzipien erklären und eigene, funktionale Logoentwürfe entwickeln. Sie begründen ihre Entscheidungen mit Bezug auf Markenidentität und gestalterische Kriterien und geben konstruktives Feedback zu Entwürfen anderer.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens hören Sie oft, dass Logos kompliziert sein müssen, um zu wirken.

    Zeigen Sie den Schülerinnen und Schülern in der Station mit realen Beispielen wie dem Apple- oder Nike-Logo, dass Einfachheit oft zu besserer Merkfähigkeit und Skalierbarkeit führt. Fordern Sie sie auf, in ihren eigenen Entwürfen bewusst Reduktion einzusetzen.

  • In der Paararbeit zur Farbwahl wird häufig gesagt, dass Farben keine besondere Bedeutung haben.

    Begleiten Sie die Schülerinnen und Schüler bei der Farbwahl mit einer kurzen Übung: Lassen Sie sie zu jedem Logo zwei passende und zwei unpassende Farben wählen und begründen, warum. Nutzen Sie dabei die Farbwirkungstabelle aus der Stationenarbeit.

  • Während der Logo-Revision argumentieren einige Schülerinnen und Schüler, ein Logo müsse alle Eigenschaften der Marke abbilden.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, in ihrer Revision die Kernbotschaft zu isolieren und nur diese zu visualisieren. Zeigen Sie Beispiele wie das McDonald’s-Logo, das ohne Text sofort erkennbar ist, aber nicht alle Produkte abbildet.


In dieser Übersicht verwendete Methoden