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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Entwurf eines Gebrauchsgegenstandes

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler durch eigenes Handeln verstehen, dass Design nicht nur Theorie ist, sondern konkrete Lösungen erfordert. Der Prozess vom Problem zur Lösung fördert logisches Denken und zeigt, wie Material und Form zusammenhängen, was im Alltag direkt anwendbar ist.

KMK BildungsstandardsProduktionBildnerische Verfahren
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Brainstorming-Karussell30 Min. · Kleingruppen

Brainstorming-Karussell: Problemidentifikation

Schülerinnen und Schüler listen in Gruppen Alltagsprobleme auf und wählen eines aus. Sie skizzieren erste Ideen und notieren Zielgruppe sowie Funktionen. Jede Gruppe teilt eine Idee mit der Klasse.

Welche Schritte sind notwendig, um ein Designprodukt zu entwickeln?

ModerationstippLassen Sie während des Brainstormings bewusst auch ungewöhnliche Ideen zu, um kreative Lösungen anzuregen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Aufforderung: 'Nennen Sie einen Gebrauchsgegenstand, den Sie gerne verbessern würden. Beschreiben Sie kurz das Problem und schlagen Sie ein neues Material vor, das Sie dafür verwenden würden. Begründen Sie Ihre Wahl.'

ErinnernVerstehenAnalysierenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Projektbasiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Skizzierstationen: Entwurfsentwicklung

Richten Sie Stationen für Recherche, Skizzieren und Materialtests ein. Gruppen rotieren, zeichnen Varianten und testen mit Mustern. Abschließend präsentieren sie ihren Favoriten.

Begründen Sie die Wahl bestimmter Materialien für Ihr Designobjekt.

ModerationstippStellen Sie an den Skizzierstationen verschiedene Materialproben bereit, damit die Schülerinnen und Schüler ihre Entwürfe direkt materialtechnisch überprüfen können.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler tauschen ihre Entwurfsskizzen aus. Jeder Partner prüft: Ist die Funktion des Gegenstandes klar erkennbar? Sind mindestens zwei Materialien genannt und kurz begründet? Die Partner geben sich gegenseitig einen konstruktiven Verbesserungsvorschlag.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen50 Min. · Partnerarbeit

Prototyping: Modellbau

Mit recycelten Materialien bauen Schülerinnen und Schüler einen Prototyp. Sie testen Funktionalität und notieren Verbesserungen. Peer-Reviews schließen den Kreislauf ab.

Gestalten Sie einen Gebrauchsgegenstand, der ein spezifisches Problem löst.

ModerationstippFördern Sie in der Präsentationsrunde gezielt die Frage nach dem 'Warum', um die Begründungen der Schülerinnen und Schüler zu vertiefen.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt Bilder von verschiedenen Gebrauchsgegenständen (z.B. Stuhl, Tasse, Lampe). Die Schülerinnen und Schüler schreiben auf einen Zettel, für welche Zielgruppe sie den Gegenstand am geeignetsten halten und warum. Dies dient zur Überprüfung des Verständnisses von 'Zielgruppe'.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen35 Min. · Ganze Klasse

Präsentationsrunde: Begründung

Jede Gruppe präsentiert Entwurf, begründet Material und Funktion. Die Klasse stellt Fragen und votet. Reflexion erfolgt in einem Plenum.

Welche Schritte sind notwendig, um ein Designprodukt zu entwickeln?

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Aufforderung: 'Nennen Sie einen Gebrauchsgegenstand, den Sie gerne verbessern würden. Beschreiben Sie kurz das Problem und schlagen Sie ein neues Material vor, das Sie dafür verwenden würden. Begründen Sie Ihre Wahl.'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Gehen Sie schrittweise vor und betonen Sie immer wieder den Zusammenhang zwischen Problem, Zielgruppe und Lösung. Vermeiden Sie es, Vorgaben zu machen, die die Kreativität einschränken könnten. Nutzen Sie die natürlichen Stolpersteine der Schülerinnen und Schüler als Lernchancen, indem Sie sie selbst Lösungen finden lassen. Forschung zeigt, dass Iteration und Feedback die Qualität der Entwürfe deutlich steigern.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler einen Gebrauchsgegenstand nicht nur entwerfen, sondern auch seine Funktion, Zielgruppe und Materialwahl schlüssig begründen können. Ihre Skizzen und Modelle sollten praktische Verbesserungen erkennen lassen und im Austausch mit Mitschülerinnen und Mitschülern weiterentwickelt werden.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Skizzierstationen beobachten Sie, dass Schülerinnen und Schüler vor allem auf die Optik achten. Korrigieren Sie dies, indem Sie sie auffordern, Funktion und Zielgruppe direkt auf den Skizzen zu vermerken und durch Pfeile oder Notizen zu erklären.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, bei der Ideensammlung gezielt nach Mängeln im Alltag zu suchen und diese in Stichpunkten zu notieren. Verwenden Sie diese Notizen als Grundlage für die Skizzen, um den Fokus auf die Problemlösung zu lenken.

  • Beobachten Sie im Prototyping, dass Materialien ohne Begründung gewählt werden. Korrigieren Sie dies, indem Sie die Schülerinnen und Schüler anhalten, für jede Materialwahl ein kurzes Protokoll anzulegen, das Haltbarkeit, Kosten und Umweltverträglichkeit einbezieht.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in der Brainstorming-Phase gezielt nach Materialeigenschaften recherchieren oder experimentieren, um Vor- und Nachteile direkt mit dem Problem zu verknüpfen.

  • Während der Präsentationsrunde wird deutlich, dass Schülerinnen und Schüler ihren ersten Entwurf als endgültig betrachten. Greifen Sie dies auf, indem Sie eine kurze Feedback-Runde einbauen, in der Mitschülerinnen und Mitschüler konkrete Verbesserungsvorschläge machen müssen.

    Führen Sie nach dem Prototyping eine kurze Reflexion ein, in der die Schülerinnen und Schüler notieren, was sie am Modell ändern würden, wenn sie mehr Zeit oder andere Materialien hätten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden