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Kunst · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Wohnformen der Zukunft

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler durch das eigene Entwerfen und Bauen ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Architektur, Natur und menschlichen Bedürfnissen entwickeln. Die Verbindung von Theorie und praktischer Umsetzung fördert Kreativität und kritisches Denken, während sie gleichzeitig räumliche und soziale Aspekte begreifbar macht.

KMK BildungsstandardsBildnerische ProduktionRezeption
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Brainstorming-Karussell45 Min. · Kleingruppen

Gruppenmodellbau: Utopisches Haus

Teilen Sie die Klasse in kleine Gruppen auf. Jede Gruppe entwirft ein nachhaltiges Wohnkonzept mit recycelten Materialien wie Karton und Pflanzen. Sie skizzieren Bedürfnisse, bauen ein Modell und notieren Vorteile. Abschließend präsentieren sie ihr Konzept.

Analysieren Sie, welche grundlegenden Bedürfnisse ein Haus erfüllen muss.

ModerationstippFordern Sie die Gruppen während des Modellbaus auf, ihre Entwürfe mit einer kurzen Liste der erfüllten Bedürfnisse zu begleiten, um den Fokus auf die Aufgabenstellung zu lenken.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Welches grundlegende Bedürfnis muss Ihr zukünftiges Wohnkonzept am besten erfüllen und warum?' Sie schreiben eine kurze Antwort und fügen eine Skizze eines Elements hinzu, das dieses Bedürfnis erfüllt.

ErinnernVerstehenAnalysierenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Brainstorming-Karussell30 Min. · Partnerarbeit

Paaranalyse: Raumformen bewerten

In Paaren besuchen Schüler reale oder virtuelle Räume, z. B. Klassenzimmer oder Online-Architekturvideos. Sie listen auf, wie Formen das Wohlbefinden beeinflussen, und vergleichen mit Partner. Gemeinsam zeichnen sie Verbesserungsvorschläge.

Entwerfen Sie ein Wohnkonzept, das Natur und Architektur besser miteinander verbindet.

ModerationstippLassen Sie die Schülerinnen und Schüler bei der Paaranalyse bewusst unterschiedliche Perspektiven einnehmen, indem sie abwechselnd die Rolle des Bewohners und des Besuchers einnehmen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie leben in einem Haus, das komplett von der Natur umgeben ist. Welche drei Vorteile und welche zwei Herausforderungen sehen Sie darin?' Die Schüler diskutieren in Kleingruppen und notieren die wichtigsten Punkte.

ErinnernVerstehenAnalysierenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Brainstorming-Karussell20 Min. · Ganze Klasse

Klassenrunde: Bedürfnisse brainstormen

Im Plenum sammelt die Klasse grundlegende Hausbedürfnisse auf Flipchart. Jeder Schüler trägt eine Idee bei. Gruppen clustern die Ideen und priorisieren sie für zukünftige Wohnformen.

Bewerten Sie, wie die Form eines Raumes unser Wohlbefinden beeinflusst.

ModerationstippNutzen Sie die Klassenrunde, um eine klare Struktur vorzugeben, etwa durch die Vorgabe, zunächst individuelle Ideen zu sammeln und diese dann gemeinsam zu clustern.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Räumen (z.B. ein enges, dunkles Zimmer vs. ein offenes, helles Wohnzimmer). Fragen Sie: 'Welcher Raum vermittelt Ihnen mehr Geborgenheit, welcher mehr Freiheit? Begründen Sie kurz Ihre Wahl.'

ErinnernVerstehenAnalysierenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Brainstorming-Karussell25 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Skizzenbuch-Ideen

Jeder Schüler entwirft allein ein Wohnkonzept, das Natur integriert. Sie zeichnen Grundriss und Querschnitt, notieren Materialien. Im Anschluss teilen sie Favoriten in der Klasse.

Analysieren Sie, welche grundlegenden Bedürfnisse ein Haus erfüllen muss.

ModerationstippErmutigen Sie die Schülerinnen und Schüler im Skizzenbuch, nicht nur Zeichnungen, sondern auch kurze Notizen oder Symbolskizzen zu verwenden, um ihre Ideen festzuhalten.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Welches grundlegende Bedürfnis muss Ihr zukünftiges Wohnkonzept am besten erfüllen und warum?' Sie schreiben eine kurze Antwort und fügen eine Skizze eines Elements hinzu, das dieses Bedürfnis erfüllt.

ErinnernVerstehenAnalysierenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Bei diesem Thema ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler von Anfang an in einen Gestaltungsprozess einzubinden, der ihre Lebenswelt berücksichtigt. Vermeiden Sie es, fertige Lösungen vorzugeben, sondern lenken Sie ihre Aufmerksamkeit auf reale Beispiele wie nachhaltige Wohnprojekte oder traditionelle Bauweisen. Forschung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler besonders dann motiviert sind, wenn sie die Relevanz ihrer Arbeit erkennen – daher sollten Sie immer wieder den Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit herstellen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler grundlegende Wohnbedürfnisse in ihren Entwürfen erkennen und umsetzen können. Sie argumentieren überzeugend, warum bestimmte Raumformen oder Materialien gewählt wurden, und reflektieren dabei sowohl praktische als auch emotionale Aspekte des Wohnens.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Gruppenmodellbau-Phase hören Sie oft die Aussage: 'Ein Haus braucht nur Schutz vor Regen und Kälte.'

    Nutzen Sie die Bedürfnislisten, die die Gruppen parallel zum Modell erstellen sollen, und fragen Sie konkret nach: 'Wo im Modell seht ihr Licht und Luft? Wo gibt es einen Ort für Gemeinschaft?'

  • Während der Gruppendiskussion über Raumformen hören Sie: 'Zukünftige Wohnformen sind immer hochtechnisiert.'

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ihre Modelle zu betrachten und zu erklären, wie natürliche Materialien oder grüne Elemente integriert sind. Zeigen Sie Beispiele wie Lehmhäuser oder Holzbauten als Inspiration.

  • Während der Paaranalyse der Raumformen sagen Schülerinnen und Schüler: 'Raumform beeinflusst Wohlbefinden nicht.'

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Bewertung der Räume mit konkreten Beispielen begründen, etwa: 'Dieser Raum wirkt auf mich eng, weil die Wände nur einen Meter Abstand haben – das erinnert mich an mein Kinderzimmer.'


In dieser Übersicht verwendete Methoden