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Kunst · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Eigene Bildgeschichten entwickeln

Aktives Zeichnen und Planen fördert bei Sechstklässlern das Verständnis für visuelles Erzählen, weil sie durch eigene Bildsequenzen Handlung, Emotionen und Spannung selbst gestalten. Die Kombination aus Gruppenarbeit und individueller Umsetzung macht abstrakte dramaturgische Konzepte greifbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsBildnerische ProduktionBildnerische Verfahren
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Projektbasiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Gruppen-Storyboard: Geschichte planen

Schüler in kleinen Gruppen brainstormen eine einfache Geschichte mit Anfang, Mitte und Ende. Sie skizzieren ein 8-Panel-Storyboard auf Vorlagenpapier und markieren dramaturgische Elemente wie Nahaufnahmen. Gruppen präsentieren und erhalten Feedback.

Erklären Sie, wie eine Geschichte allein durch Bilder verständlich und spannend erzählt werden kann.

ModerationstippWährend der Gruppen-Storyboard-Phase achten Sie darauf, dass jedes Mitglied mindestens eine Panel-Idee einbringt, um alle zu beteiligen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein leeres Blatt mit vier Feldern. Sie sollen für jedes Feld ein Stichwort notieren, das eine dramaturgische Funktion beschreibt (z.B. 'Nahaufnahme für Spannung', 'Großaufnahme für Überraschung', 'Symbol für Gefühl', 'Perspektivwechsel für Dynamik').

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Projektbasiertes Lernen50 Min. · Einzelarbeit

Individuell zeichnen: Panels umsetzen

Jeder Schüler wählt eine Gruppenidee und zeichnet die Panels detailliert mit Bleistift und Tusche. Sie experimentieren mit Perspektiven und Übergängen. Am Ende scannen sie das Storyboard für eine digitale Präsentation.

Analysieren Sie, welche dramaturgischen Mittel in einer Bildgeschichte eingesetzt werden können.

ModerationstippGeben Sie beim individuellen Zeichnen konkrete Hinweise zu Panelgrößen oder Perspektiven, statt nur allgemeine Korrekturen zu geben.

Worauf zu achten istZwei Schüler tauschen ihre Storyboard-Entwürfe aus. Jeder Schüler gibt dem anderen Feedback zu zwei Punkten: 1. Ist die Handlung klar erkennbar? 2. Gibt es mindestens ein Panel, das durch seine Größe oder Perspektive besonders auffällt? Die Schüler notieren ihr Feedback kurz auf einem separaten Blatt.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Paar-Feedback: Dramaturgie prüfen

In Paaren tauschen Schüler Storyboards aus und notieren Stärken sowie Verbesserungsvorschläge zu Spannung und Verständlichkeit. Sie überarbeiten ein Panel gemeinsam und diskutieren gewählte dramaturgischen Mittel.

Entwickeln Sie ein Storyboard für eine eigene Bildgeschichte und setzen Sie es um.

ModerationstippBeim Paar-Feedback moderieren Sie den Austausch, indem Sie gezielt fragen: 'Was macht dieses Panel besonders deutlich?'

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt eine Sequenz von drei bis vier Panels aus einer bekannten stummen Comic-Geschichte. Die Schüler sollen per Handzeichen anzeigen, ob sie die Handlung verstehen und welche Emotionen sie wahrnehmen. Der Lehrer fragt gezielt: 'Was macht dieses Panel besonders deutlich?'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen40 Min. · Ganze Klasse

Klassenrunde: Bildgeschichten zeigen

Jede Gruppe oder Person präsentiert die fertige Bildgeschichte. Die Klasse rät die Handlung und bewertet die Bildsprache. Abschließende Reflexion notiert Erfolgsfaktoren.

Erklären Sie, wie eine Geschichte allein durch Bilder verständlich und spannend erzählt werden kann.

ModerationstippIn der Klassenrunde achten Sie darauf, dass die präsentierenden Schüler ihre Entscheidungen für Layout und Symbolik erklären.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein leeres Blatt mit vier Feldern. Sie sollen für jedes Feld ein Stichwort notieren, das eine dramaturgische Funktion beschreibt (z.B. 'Nahaufnahme für Spannung', 'Großaufnahme für Überraschung', 'Symbol für Gefühl', 'Perspektivwechsel für Dynamik').

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte starten mit einfachen, stummen Comic-Sequenzen, um die Wirkung von Panelgrößen und Perspektiven direkt erlebbar zu machen. Sie vermeiden abstrakte Erklärungen und setzen stattdessen auf schnelle Skizzen und Iteration. Wichtig ist, dass die Schüler selbst experimentieren, Fehler machen und diese reflektieren. Feedback sollte immer konkret auf die Wirkung der Bilder eingehen, nicht auf ästhetische Details.

Erfolg zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler ein Storyboard erstellen, das ohne Worte eine klare Handlung, Charakterentwicklung und emotionale Tiefe vermittelt. Die Panels nutzen bewusst Größe, Perspektive und Symbolik, um Spannungsbögen zu unterstützen und Dynamik zu erzeugen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Gruppen-Storyboard-Phase äußern einige Schüler: 'Eine Geschichte kann nur mit Text erzählt werden.'

    Fordern Sie die Gruppe auf, zunächst ohne Worte auszukommen und stattdessen Mimik, Gestik und Symbolik in den Panels zu nutzen. Fragen Sie gezielt: 'Wie zeigt ihr, dass der Charakter Angst hat?'

  • Während des individuellen Zeichnens besteht die Annahme: 'Alle Panels müssen gleich groß sein.'

    Weisen Sie in der Gruppenphase darauf hin, dass ungleiche Panelgrößen Spannung erzeugen. Geben Sie den Schülern verschiedene Layouts vor und lassen Sie sie vergleichen, welches eine dramatischere Wirkung hat.

  • Beim Paar-Feedback wird geäußert: 'Perspektivenwechsel sind unnötig.'

    Fordern Sie das Paar auf, ein Panel mit und ohne Perspektivwechsel zu skizzieren. Fragen Sie: 'Welche Version vermittelt mehr Raumgefühl?' und lassen Sie die Schüler ihre Beobachtungen notieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden