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Kunst · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Farben mischen: Lasieren und Deckend malen

Aktives Ausprobieren hilft hier, weil Schülerinnen und Schüler die Unterschiede zwischen Lasur- und Deckfarben nicht nur theoretisch verstehen, sondern durch eigenes Tun erfassen. Die praktischen Erfahrungen mit Schichtaufbau und Lichtbrechung fördern ein nachhaltiges Farbverständnis, das über reine Farblehre hinausgeht.

KMK BildungsstandardsKMK-BS-BK-P-2.2KMK-BS-BK-V-2.3
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Lasur vs. Deckend

Richten Sie vier Stationen ein: 1. Lasur aufschichten mit Verdünnung, 2. Deckfarbe auftragen, 3. Vergleich auf gleichem Untergrund, 4. Leuchtkraft prüfen mit Taschenlampe. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen in einem Protokoll.

Vergleichen Sie die Transparenz und Leuchtkraft von Lasur- und Deckfarben.

ModerationstippBeobachten Sie während des Stationenlernens, ob Schüler die Transparenz von Lasuren aktiv mit den deckenden Farben vergleichen, und lenken Sie bei Bedarf mit gezielten Fragen wie 'Was fällt Ihnen beim Untergrund auf?'

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Bildbeispiel. Bitten Sie die Schüler, auf der Karte zu notieren: 'Diese Technik ist lasierend/deckend, weil...' und 'Ein möglicher Effekt ist...'. Sammeln Sie die Karten am Ende der Stunde ein.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Schichtmalerei

In Paaren mischen Schüler Lasuren in Primärfarben und überlagern sie schrittweise auf Acrylfolie. Sie beobachten Farbveränderungen und besprechen, wie Transparenz neue Töne erzeugt. Abschließend vergleichen sie mit deckenden Varianten.

Erklären Sie, wie durch Überlagerung von Lasuren neue Farbtöne entstehen.

ModerationstippIn der Paararbeit zur Schichtmalerei achten Sie darauf, dass beide Partner abwechselnd malen und ihre Beobachtungen direkt austauschen, um Missverständnisse sofort zu klären.

Worauf zu achten istStellen Sie zwei Farbmuster nebeneinander: eines mit einer Lasur über einer dunklen Fläche und eines mit einer Deckfarbe über derselben dunklen Fläche. Fragen Sie: 'Welches Muster zeigt die Lasurtechnik? Begründen Sie Ihre Antwort anhand der Transparenz.'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen50 Min. · Ganze Klasse

Whole-Class-Challenge: Gemischtes Bild

Die Klasse gestaltet gemeinsam ein großes Wandbild: Eine Gruppe malt lasierende Bereiche, die andere deckende. Jeder trägt bei und reflektiert in Plenum, wie Techniken harmonieren.

Gestalten Sie ein Bild, das sowohl lasierende als auch deckende Elemente enthält.

ModerationstippBei der Whole-Class-Challenge betonen Sie die Bedeutung der Farbschichtung, indem Sie die Klasse auffordern, ihre individuellen Schritte zu beschreiben, bevor das gemeinsame Bild entsteht.

Worauf zu achten istDie Schüler malen zwei kleine Testflächen, eine lasierend, eine deckend. Sie tauschen die Testflächen mit einem Partner. Jeder Partner gibt Feedback: 'Ich sehe, dass die Lasur durchscheint, weil...' und 'Die Deckfarbe verdeckt gut, weil...'. Geben Sie den Schülern einen Satz zur Formulierung des Feedbacks vor.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen35 Min. · Einzelarbeit

Individual: Persönliches Farbstudium

Jedes Kind erstellt ein Aquarell mit Lasur- und Deckflächen, notiert Effekte und wählt eine Technik für ein freies Motiv. Präsentation in Kleingruppen.

Vergleichen Sie die Transparenz und Leuchtkraft von Lasur- und Deckfarben.

ModerationstippBeim individuellen Farbstudium geben Sie konkrete Feedbackfragen wie 'Wie beeinflusst die Schichtdicke die Leuchtkraft?' vor, um gezielte Reflexion anzuregen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Bildbeispiel. Bitten Sie die Schüler, auf der Karte zu notieren: 'Diese Technik ist lasierend/deckend, weil...' und 'Ein möglicher Effekt ist...'. Sammeln Sie die Karten am Ende der Stunde ein.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf hands-on Experimente, weil Schüler durch direktes Ausprobieren physikalische Prinzipien wie Lichtbrechung und Pigmentaddition selbst erleben. Vermeiden Sie reine Theoriephasen, da diese das sensorische Verständnis für Farbwirkung nicht ersetzen. Forschungsbasiert zeigt sich, dass Schüler nach aktiver Anwendung Techniken länger behalten und transferieren.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schülerinnen und Schüler die Transparenz und Leuchtkraft von Lasuren erklären können und gezielt Techniken zum schichtweisen Auftragen anwenden. Sie vergleichen selbstständig Farbwirkungen und begründen ihre Entscheidungen mit konkreten Beobachtungen aus den Experimenten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens 'Lasur vs. Deckend' beobachten Sie, dass einige Schüler Lasuren wie normale Farben behandeln.

    Führen Sie die Schüler mit der Frage 'Was sehen Sie hinter der Farbe?' zurück zu den Materialien und lassen Sie sie die Transparenz durch direktes Hintereinanderhalten von Farbschichten und Untergrund überprüfen.

  • Während der Paararbeit 'Schichtmalerei' hören Sie Äußerungen wie 'Immer dunkler wird es einfach nur'.

    Fordern Sie die Paare auf, ihre Schichten systematisch zu nummerieren und die Farbveränderungen nach jeder Schicht schriftlich festzuhalten, um additive Effekte sichtbar zu machen.

  • Während des Stationenlernens 'Lasur vs. Deckend' deuten Schüler die Leuchtkraft allein als Folge der Farbwahl.

    Nutzen Sie die bereitgestellten Lampen, um zu zeigen, wie Licht durch Lasurschichten reflektiert wird und Farben dadurch intensiver wirken als bei deckenden Techniken.


In dieser Übersicht verwendete Methoden