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Kunst · Klasse 4 · Begegnung mit der Kunstgeschichte · 2. Halbjahr

Ägyptische Kunst: Symbole und Hieroglyphen

Die Schülerinnen und Schüler entdecken die Kunst des Alten Ägypten, ihre Symbole und die Bedeutung von Hieroglyphen in der Bildsprache.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - KunstgeschichteKMK: Grundschule - Kommunikation

Über dieses Thema

Der Surrealismus öffnet das Tor zur Welt der Träume und des Unbewussten. Viertklässler lieben dieses Thema, da es ihre natürliche Fantasie anspricht und die Logik der Alltagswelt auf den Kopf stellt. Sie lernen Künstler wie Salvador Dalí und René Magritte kennen, die Dinge kombinierten, die eigentlich nicht zusammenpassen. Dies entspricht den KMK-Standards zur Bildnerischen Gestaltung und Kunstgeschichte.

Die Schüler experimentieren mit Verfremdungstechniken: Sie verändern Größenverhältnisse, lassen feste Gegenstände schmelzen oder setzen Objekte in völlig fremde Umgebungen. Dabei lernen sie, dass Kunst keine Grenzen kennt und dass das 'Unmögliche' im Bild möglich wird. Dies fördert die kreative Problemlösefähigkeit und den Mut zu ungewöhnlichen Ideen.

Durch spielerische Methoden wie das 'Automatische Zeichnen' oder kombinatorische Spiele erfahren sie, wie Zufall und Unterbewusstsein als Inspirationsquellen genutzt werden können.

Leitfragen

  1. Erkläre, was Symbole und Farben in der ägyptischen Kunst bedeuten.
  2. Erkläre, wie Hieroglyphen als Bild- und Schriftsprache funktionieren.
  3. Gestalte ein eigenes Bild im ägyptischen Stil, das eine Geschichte oder Botschaft enthält.

Lernziele

  • Erklären Sie die Funktion von Symbolen und Farben in der ägyptischen Kunst unter Berücksichtigung ihrer religiösen und sozialen Bedeutungen.
  • Analysieren Sie die Struktur von Hieroglyphen und erklären Sie, wie sie sowohl als Bild als auch als Schriftsprache fungieren.
  • Entwerfen Sie ein eigenes Bild im ägyptischen Stil, das eine klare Geschichte oder Botschaft mittels Symbolen und/oder Hieroglyphen vermittelt.
  • Identifizieren Sie mindestens drei wiederkehrende Symbole in der ägyptischen Kunst und beschreiben Sie deren jeweilige Bedeutung.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Bildgestaltung: Formen und Farben

Warum: Schüler müssen grundlegende Kenntnisse über Formen und Farben haben, um deren Bedeutung und Anwendung in der ägyptischen Kunst zu verstehen.

Einführung in Erzählformen

Warum: Das Verständnis, wie Geschichten visuell erzählt werden können, ist wichtig, um die Bildsprache und die Botschaften in ägyptischen Kunstwerken zu erfassen.

Schlüsselvokabular

HieroglyphenEin Schriftsystem des Alten Ägypten, das Bilder und Symbole verwendet, um Wörter und Laute darzustellen.
SymbolEin Zeichen oder Bild, das eine bestimmte Idee, ein Konzept oder eine Gottheit im Alten Ägypten repräsentiert.
FarbensymbolikDie Bedeutung, die bestimmten Farben in der ägyptischen Kunst zugeschrieben wurde, wie z.B. Grün für Leben und Rot für Gefahr.
BildspracheDie Art und Weise, wie Bilder und Symbole verwendet werden, um eine Geschichte zu erzählen oder eine Botschaft zu vermitteln, wie in der ägyptischen Kunst.
PharaoDer Herrscher des Alten Ägypten, oft als göttlicher Mittler zwischen den Menschen und den Göttern dargestellt.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungSurrealismus ist einfach nur 'Quatsch' malen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Schüler denken oft, es gäbe keinen Sinn. Durch die Analyse von Werken lernen sie, dass Surrealisten oft sehr präzise malten, um die Traumwelt so 'echt' wie möglich erscheinen zu lassen und tiefere Gefühle anzusprechen.

Häufige FehlvorstellungMan muss ein guter Zeichner sein, um surreale Bilder zu machen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Die Idee ist hier wichtiger als die perfekte Form. Techniken wie die Collage helfen Kindern, die Hemmschwelle zu überwinden und sich ganz auf die unlogische Kombination von Bildteilen zu konzentrieren.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Archäologen und Ägyptologen arbeiten weltweit an Ausgrabungsstätten wie in Luxor und Gizeh, um Artefakte und Inschriften zu entschlüsseln und so mehr über die ägyptische Kultur zu erfahren. Ihre Arbeit hilft uns, die Bedeutung von Symbolen und Hieroglyphen zu verstehen.
  • Museen wie das Ägyptische Museum in Kairo oder das British Museum in London präsentieren Exponate mit ägyptischer Kunst und Hieroglyphen. Besucher können dort Originalkunstwerke betrachten und die visuelle Sprache des Alten Ägypten direkt erleben.
  • Moderne Designer und Künstler lassen sich von der Ästhetik und den Symbolen des Alten Ägypten inspirieren. Sie integrieren diese Elemente in Schmuck, Kleidung oder Grafiken, um eine Verbindung zur Geschichte und Kultur herzustellen.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Geben Sie jedem Kind eine Karte mit einem ägyptischen Symbol (z.B. Ankh, Skarabäus, Auge des Horus). Die Schüler schreiben auf die Rückseite eine kurze Erklärung, was das Symbol bedeutet, und malen es noch einmal auf.

Diskussionsfrage

Zeigen Sie ein Bild einer ägyptischen Wandmalerei oder eines Papyrus. Stellen Sie die Frage: 'Welche Botschaft könnte diese Darstellung haben? Welche Symbole oder Bilder helfen uns, sie zu verstehen?' Sammeln Sie die Antworten der Schüler und diskutieren Sie die verschiedenen Interpretationen.

Kurze Überprüfung

Erstellen Sie eine Liste mit kurzen Sätzen, die typische Aussagen über ägyptische Kunst enthalten (z.B. 'Hieroglyphen sind nur Bilder.', 'Farben hatten keine besondere Bedeutung.'). Die Schüler markieren jeden Satz als 'richtig' oder 'falsch' und korrigieren die falschen Aussagen kurz.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet das Wort 'Surrealismus'?
Es kommt aus dem Französischen und bedeutet 'über der Realität'. Es beschreibt eine Kunstrichtung, die versucht, die Logik auszuschalten und stattdessen Träume, Visionen und das Unbewusste darzustellen.
Wie erkläre ich Magrittes 'Dies ist keine Pfeife'?
Erklären Sie den Kindern, dass das Bild nur das *Abbild* einer Pfeife ist. Man kann sie nicht stopfen oder rauchen. Magritte wollte zeigen, dass Bilder und Wörter nicht die Dinge selbst sind, sondern nur Symbole.
Welche Materialien eignen sich für surreale Collagen?
Alte Zeitschriften, Kataloge und Fotos sind perfekt. Die Kinder können Motive ausschneiden und neu kombinieren. Das fördert das Denken in Metaphern und Analogien ohne zeichnerischen Druck.
Wie hilft aktives Lernen, die Angst vor 'Fehlern' zu nehmen?
Im Surrealismus gibt es kein 'Falsch'. Wenn ein Baum aus Löffeln besteht, ist das eine kreative Entscheidung. Durch spielerische Zufallstechniken erleben Schüler, dass Ungeplantes oft die besten Ideen hervorbringt.