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Moderne Kunst: Picasso und die FormenAktivitäten & Unterrichtsstrategien

Aktive Methoden helfen Kindern, Picassos Spiel mit Formen und Perspektiven zu begreifen, indem sie seine Techniken selbst ausprobieren. Durch Zeichnen und Analysieren erleben sie, wie Kunst nicht nur aussieht, sondern auch Gedanken und Gefühle ausdrückt.

Klasse 3Farbenwelten und Formensprache: Kreatives Gestalten in der 3. Klasse4 Aktivitäten40 Min.60 Min.

Lernziele

  1. 1Analysieren Sie die charakteristischen Merkmale von Picassos Porträts, indem Sie die Darstellung von Gesichtsmerkmalen aus verschiedenen Perspektiven identifizieren.
  2. 2Erklären Sie, wie Picasso durch die Zerlegung und Neuanordnung von Formen die Wahrnehmung von Tiefe und Perspektive veränderte.
  3. 3Vergleichen Sie die Darstellung von Gesichtern in einem realistischen Stil mit der kubistischen Darstellung Picassos.
  4. 4Entwerfen Sie ein eigenes Porträt im Stil Picassos, das simultan Vorder- und Seitenansichten eines Gesichts integriert.

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45 Min.·Einzelarbeit

Porträtzeichnen: Picasso-Gesicht von zwei Seiten

Jedes Kind skizziert ein Gesicht mit Merkmalen von vorne und der Seite gleichzeitig, wie bei Picasso. Dann füllen sie mit kräftigen Farben aus und experimentieren mit verschobenen Augen oder Ohren. Am Ende präsentieren sie ihr Werk der Klasse.

Vorbereitung & Details

Was hat Picasso mit Gesichtern und Körpern in seinen Bildern gemacht?

Moderationstipp: Begleiten Sie die Schüler beim Porträtzeichnen mit konkreten Hilfestellungen, z.B. 'Male zuerst die Nase quer durch das Gesicht, dann die Augen von der Seite.'

Setup: Stühle sind in zwei konzentrischen Kreisen angeordnet

Materials: Diskussionsfrage oder Impuls (projiziert), Beobachtungsbogen für den Außenkreis

AnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit
50 Min.·Kleingruppen

Stationenrunde: Picasso-Bilder analysieren

Richten Sie vier Stationen ein: Eine mit Gesichtern, eine mit Körpern, eine mit Farben und eine mit Perspektiven. Gruppen notieren Beobachtungen zu Picassos Veränderungen und diskutieren, warum er so malte. Nach 10 Minuten Rotation.

Vorbereitung & Details

Warum sehen Picassos Bilder so anders aus als normale Fotos oder Zeichnungen?

Moderationstipp: Legen Sie in der Stationenrunde Vergleichsfotos neben Picassos Werke, um den Perspektivwechsel sichtbar zu machen.

Setup: Stühle sind in zwei konzentrischen Kreisen angeordnet

Materials: Diskussionsfrage oder Impuls (projiziert), Beobachtungsbogen für den Außenkreis

AnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit
40 Min.·Partnerarbeit

Kubistische Selbstporträts in Paaren

In Paaren fotografieren Kinder einander und zeichnen dann kubistische Versionen mit multiplen Ansichten. Sie tauschen Ideen aus und malen gemeinsam Elemente wie Nase oder Mund um. Fertige Bilder werden gehängt.

Vorbereitung & Details

Male ein Gesicht im Stil von Picasso, das von vorne und von der Seite zu sehen ist.

Moderationstipp: Fordern Sie die Paare beim kubistischen Selbstporträt auf, sich gegenseitig Fragen zu stellen wie 'Wo siehst du mein Ohr von vorne und wo von der Seite?'

Setup: Stühle sind in zwei konzentrischen Kreisen angeordnet

Materials: Diskussionsfrage oder Impuls (projiziert), Beobachtungsbogen für den Außenkreis

AnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit
60 Min.·Ganze Klasse

Klassenfresko: Picassos Formenwelt

Die ganze Klasse entwirft ein großes Bild mit Picasso-inspirierten Figuren. Jeder trägt Teile bei, die Formen verzerren. Abschließende Reflexion: Was fühlt man beim Betrachten?

Vorbereitung & Details

Was hat Picasso mit Gesichtern und Körpern in seinen Bildern gemacht?

Moderationstipp: Zeigen Sie beim Klassenfresko bewusst nur einen kleinen Ausschnitt auf einmal, um die Gesamtdynamik der kubistischen Formen zu betonen.

Setup: Stühle sind in zwei konzentrischen Kreisen angeordnet

Materials: Diskussionsfrage oder Impuls (projiziert), Beobachtungsbogen für den Außenkreis

AnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit

Dieses Thema unterrichten

Lassen Sie die Kinder zunächst realistische Zeichnungen anfertigen, bevor sie Picassos Stil ausprobieren. So erkennen sie bewusst den Unterschied zwischen 'richtig' und 'anders'. Vermeiden Sie es, kubistische Bilder als 'falsch' zu bezeichnen – betonen Sie stattdessen die bewusste künstlerische Entscheidung. Forschung zeigt, dass Kinder moderne Kunst besser verstehen, wenn sie selbst experimentieren und ihre Werke mit Fachbegriffen verknüpfen.

Was Sie erwartet

Erfolg zeigt sich darin, dass Kinder Picassos Absicht verstehen und in ihren eigenen Bildern gezielt Verzerrungen oder Perspektivwechsel einsetzen. Ihre Arbeiten wirken bewusst 'anders' und können mit Fachbegriffen wie Kubismus oder Perspektive erklärt werden.

Diese Aktivitäten sind ein Ausgangspunkt. Die vollständige Mission ist das Erlebnis.

  • Vollständiges Moderationsskript mit Lehrkraft-Dialogen
  • Druckfertige Schülermaterialien, bereit für den Unterricht
  • Differenzierungsstrategien für jeden Lerntyp
Mission erstellen

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungWährend der Aktivität 'Porträtzeichnen: Picasso-Gesicht von zwei Seiten', hören Sie manchmal: 'Das sieht ja komisch aus, ich kann das nicht.'

Was Sie stattdessen lehren sollten

Lenken Sie den Fokus auf Picassos Absicht: 'Picasso malte Gesichter so, weil er Gefühle und Ideen zeigen wollte. Probiert aus, welche Wirkung eure Verzerrungen haben – mal lustig, mal geheimnisvoll.'

Häufige FehlvorstellungWährend der 'Stationenrunde: Picasso-Bilder analysieren' könnte ein Kind sagen: 'Das ist doch nur ein Durcheinander, das verstehe ich nicht.'

Was Sie stattdessen lehren sollten

Führen Sie die Gruppe mit gezielten Fragen: 'Wo seht ihr in diesem Bild ein Auge? Ist es ganz? Wo wäre es in einem Foto?' So entdecken sie die logische Struktur hinter den Formen.

Häufige FehlvorstellungWährend der Aktivität 'Kubistische Selbstporträts in Paaren' könnte ein Kind behaupten: 'Hier gibt es keine Regeln, ich male einfach drauflos.'

Was Sie stattdessen lehren sollten

Weisen Sie auf die gemeinsame Aufgabe hin: 'Picasso nutzte klare Regeln wie 'Fragmente zeigen'. Stellt euch vor, ihr müsst eurem Partner erklären, warum ihr eure Merkmale so platziert habt.'

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Nach der Aktivität 'Porträtzeichnen: Picasso-Gesicht von zwei Seiten' erhält jedes Kind ein Blatt mit zwei leeren Gesichtsformen. Sie zeichnen eine Hälfte von vorne und die andere von der Seite, bauen mindestens drei kubistische Elemente ein und schreiben auf die Rückseite, warum ihr Bild 'anders' aussieht.

Diskussionsfrage

Nach der 'Stationenrunde: Picasso-Bilder analysieren' zeigen Sie ein bekanntes Picasso-Porträt und fragen: 'Was seht ihr hier, das in einem normalen Foto anders wäre? Nennt mindestens zwei Dinge.' Die Schüler verbinden ihre Beobachtungen mit den Begriffen 'Kubismus' und 'Perspektive'.

Kurze Überprüfung

Während der Aktivität 'Kubistische Selbstporträts in Paaren' bitten Sie die Schüler, ein einfaches Objekt wie einen Apfel aus drei Blickwinkeln zu skizzieren. Vergleichen Sie die Skizzen und besprechen Sie, wie die verschiedenen Ansichten kombiniert werden könnten, um ein 'Picasso-artiges' Bild zu schaffen.

Erweiterungen & Unterstützung

  • Fordern Sie schnelle Schüler auf, ein zweites Picasso-Gesicht zu malen, das diesmal drei Elemente gleichzeitig zeigt (z.B. Auge von vorne, Mund von der Seite, Ohr von oben).
  • Für unsichere Kinder bereiten Sie vorbereitete Gesichtsformen vor, bei denen nur die Platzierung der Merkmale markiert ist, z.B. ein Dreieck für die Nase.
  • Vertiefen Sie das Thema durch eine Exkursion zu einer lokalen Galerie oder einem Besuch eines Künstlers, der über Kubismus spricht.

Schlüsselvokabular

KubismusEine Kunstrichtung, die Objekte in geometrische Formen zerlegt und sie aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig darstellt.
PerspektiveDie Art und Weise, wie ein Künstler den Eindruck von Tiefe und Raum auf einer flachen Oberfläche erzeugt, oft durch die Darstellung von Objekten, wie sie von einem bestimmten Punkt aus gesehen werden.
FormzersetztungDer Prozess, bei dem ein Künstler ein Objekt oder eine Figur in seine grundlegenden geometrischen Formen zerlegt, um es neu zu arrangieren.
SimultaneitätDie Darstellung mehrerer Ansichten oder Zeitpunkte gleichzeitig in einem einzigen Bild, wie es im Kubismus üblich ist.

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