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Kunst · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Moderne Kunst: Picasso und die Formen

Aktive Methoden helfen Kindern, Picassos Spiel mit Formen und Perspektiven zu begreifen, indem sie seine Techniken selbst ausprobieren. Durch Zeichnen und Analysieren erleben sie, wie Kunst nicht nur aussieht, sondern auch Gedanken und Gefühle ausdrückt.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - KunstgeschichteKMK: Grundschule - Bildnerische Mittel
40–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Porträtzeichnen: Picasso-Gesicht von zwei Seiten

Jedes Kind skizziert ein Gesicht mit Merkmalen von vorne und der Seite gleichzeitig, wie bei Picasso. Dann füllen sie mit kräftigen Farben aus und experimentieren mit verschobenen Augen oder Ohren. Am Ende präsentieren sie ihr Werk der Klasse.

Was hat Picasso mit Gesichtern und Körpern in seinen Bildern gemacht?

ModerationstippBegleiten Sie die Schüler beim Porträtzeichnen mit konkreten Hilfestellungen, z.B. 'Male zuerst die Nase quer durch das Gesicht, dann die Augen von der Seite.'

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit zwei leeren Gesichtsformen. Sie sollen eine Hälfte des Gesichts von vorne und die andere Hälfte von der Seite zeichnen und dabei mindestens drei kubistische Elemente (z.B. verschobene Augen, eckige Nase) einbauen. Auf der Rückseite schreiben sie einen Satz, der erklärt, warum ihr Bild 'anders' aussieht.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Stationenrunde: Picasso-Bilder analysieren

Richten Sie vier Stationen ein: Eine mit Gesichtern, eine mit Körpern, eine mit Farben und eine mit Perspektiven. Gruppen notieren Beobachtungen zu Picassos Veränderungen und diskutieren, warum er so malte. Nach 10 Minuten Rotation.

Warum sehen Picassos Bilder so anders aus als normale Fotos oder Zeichnungen?

ModerationstippLegen Sie in der Stationenrunde Vergleichsfotos neben Picassos Werke, um den Perspektivwechsel sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Schülern ein bekanntes Picasso-Porträt. Fragen Sie: 'Was seht ihr hier, das in einem normalen Foto anders wäre? Nennt mindestens zwei Dinge.' Fordern Sie sie auf, ihre Beobachtungen mit den Begriffen 'Kubismus' und 'Perspektive' zu verbinden.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Kubistische Selbstporträts in Paaren

In Paaren fotografieren Kinder einander und zeichnen dann kubistische Versionen mit multiplen Ansichten. Sie tauschen Ideen aus und malen gemeinsam Elemente wie Nase oder Mund um. Fertige Bilder werden gehängt.

Male ein Gesicht im Stil von Picasso, das von vorne und von der Seite zu sehen ist.

ModerationstippFordern Sie die Paare beim kubistischen Selbstporträt auf, sich gegenseitig Fragen zu stellen wie 'Wo siehst du mein Ohr von vorne und wo von der Seite?'

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, in Kleingruppen ein einfaches Objekt (z.B. einen Apfel) aus drei verschiedenen Blickwinkeln zu skizzieren. Vergleichen Sie die Skizzen und besprechen Sie, wie die verschiedenen Ansichten kombiniert werden könnten, um ein 'Picasso-artiges' Bild zu schaffen.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Klassenfresko: Picassos Formenwelt

Die ganze Klasse entwirft ein großes Bild mit Picasso-inspirierten Figuren. Jeder trägt Teile bei, die Formen verzerren. Abschließende Reflexion: Was fühlt man beim Betrachten?

Was hat Picasso mit Gesichtern und Körpern in seinen Bildern gemacht?

ModerationstippZeigen Sie beim Klassenfresko bewusst nur einen kleinen Ausschnitt auf einmal, um die Gesamtdynamik der kubistischen Formen zu betonen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit zwei leeren Gesichtsformen. Sie sollen eine Hälfte des Gesichts von vorne und die andere Hälfte von der Seite zeichnen und dabei mindestens drei kubistische Elemente (z.B. verschobene Augen, eckige Nase) einbauen. Auf der Rückseite schreiben sie einen Satz, der erklärt, warum ihr Bild 'anders' aussieht.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lassen Sie die Kinder zunächst realistische Zeichnungen anfertigen, bevor sie Picassos Stil ausprobieren. So erkennen sie bewusst den Unterschied zwischen 'richtig' und 'anders'. Vermeiden Sie es, kubistische Bilder als 'falsch' zu bezeichnen – betonen Sie stattdessen die bewusste künstlerische Entscheidung. Forschung zeigt, dass Kinder moderne Kunst besser verstehen, wenn sie selbst experimentieren und ihre Werke mit Fachbegriffen verknüpfen.

Erfolg zeigt sich darin, dass Kinder Picassos Absicht verstehen und in ihren eigenen Bildern gezielt Verzerrungen oder Perspektivwechsel einsetzen. Ihre Arbeiten wirken bewusst 'anders' und können mit Fachbegriffen wie Kubismus oder Perspektive erklärt werden.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Aktivität 'Porträtzeichnen: Picasso-Gesicht von zwei Seiten', hören Sie manchmal: 'Das sieht ja komisch aus, ich kann das nicht.'

    Lenken Sie den Fokus auf Picassos Absicht: 'Picasso malte Gesichter so, weil er Gefühle und Ideen zeigen wollte. Probiert aus, welche Wirkung eure Verzerrungen haben – mal lustig, mal geheimnisvoll.'

  • Während der 'Stationenrunde: Picasso-Bilder analysieren' könnte ein Kind sagen: 'Das ist doch nur ein Durcheinander, das verstehe ich nicht.'

    Führen Sie die Gruppe mit gezielten Fragen: 'Wo seht ihr in diesem Bild ein Auge? Ist es ganz? Wo wäre es in einem Foto?' So entdecken sie die logische Struktur hinter den Formen.

  • Während der Aktivität 'Kubistische Selbstporträts in Paaren' könnte ein Kind behaupten: 'Hier gibt es keine Regeln, ich male einfach drauflos.'

    Weisen Sie auf die gemeinsame Aufgabe hin: 'Picasso nutzte klare Regeln wie 'Fragmente zeigen'. Stellt euch vor, ihr müsst eurem Partner erklären, warum ihr eure Merkmale so platziert habt.'


In dieser Übersicht verwendete Methoden