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Kunst · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Höhlenmalerei: Die ersten Künstler

Kinder dieser Altersstufe lernen am besten durch sinnliche Erfahrungen und Handeln. Die Höhlenmalerei bietet hier ideale Anknüpfungspunkte, weil die Schüler Materialien und Techniken direkt erproben können. So wird abstrakte Geschichte greifbar und nachhaltig im Gedächtnis verankert.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - KunstgeschichteKMK: Grundschule - Bildnerische Verfahren
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Höhlenmalerei-Techniken

Richten Sie vier Stationen ein: Finger malen mit Ocker, Moos als Pinsel, Blasrohr mit Farbe, Abdrücke mit Händen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen. Abschließend teilen sie Erfahrungen im Plenum.

Was wollten die Menschen zeigen, als sie Bilder in Höhlen malten?

ModerationstippWährend der Stationenarbeit 'Höhlenmalerei-Techniken' gehen Sie von Gruppe zu Gruppe und fragen gezielt nach den gemachten Beobachtungen, um die Reflexion anzuregen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit drei Feldern: 'Farben', 'Werkzeuge', 'Zweck'. Sie sollen für jedes Feld mindestens ein Beispiel aus der Höhlenmalerei aufschreiben, das sie heute gelernt haben.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Mysteriöses Objekt50 Min. · Kleingruppen

Gruppenprojekt: Eigene Höhlenwand

Gruppen gestalten eine große Papiermauer als Höhle mit Naturfarben und Tieren. Sie wählen Motive aus Bildern von Lascaux und erklären ihre Bilder. Materialien: Lehmfarben, Steine, Pflanzen.

Welche Farben und Werkzeuge haben die Höhlenmaler benutzt?

ModerationstippBeim Gruppenprojekt 'Eigene Höhlenwand' legen Sie Wert auf eine klare Aufgabenverteilung und regelmäßige Zwischenreflexionen im Plenum.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft zeigt Bilder von verschiedenen Höhlenmalereien (z.B. Tiere, Hände, Symbole). Die Schüler zeigen mit den Fingern an, wie viele verschiedene Farben sie erkennen, und nennen ein mögliches Werkzeug, das für die Darstellung verwendet worden sein könnte.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Mysteriöses Objekt30 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Persönliches Höhlenbild

Jedes Kind malt ein Tier oder Symbol mit selbst gemischten Farben auf Steinpapier. Sie schreiben eine kurze Notiz zur Bedeutung. Ausstellung in der Klasse folgt.

Male dein eigenes Höhlenbild mit Naturfarben.

ModerationstippBeim individuellen 'Persönlichen Höhlenbild' geben Sie gezielte Impulse zur Materialauswahl, um die Kreativität zu fördern ohne sie einzuschränken.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern die Frage: 'Wenn Sie heute in einer Höhle malen würden, welche modernen Farben und Werkzeuge würden Sie wählen und warum? Wie unterscheidet sich das von dem, was die Höhlenmaler hatten?'

VerstehenAnalysierenBewertenSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Mysteriöses Objekt20 Min. · Ganze Klasse

Whole Class: Höhlenführung simulieren

Klasse dimmt Licht, Lehrer leitet 'Höhlenwanderung' mit Taschenlampen zu Gruppenarbeiten. Jede Gruppe präsentiert ihr Bild und erzählt eine Geschichte dazu.

Was wollten die Menschen zeigen, als sie Bilder in Höhlen malten?

ModerationstippWährend der simulierten 'Höhlenführung' achten Sie darauf, dass jedes Kind mindestens einmal aktiv ein Bild oder eine Technik vorstellt.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit drei Feldern: 'Farben', 'Werkzeuge', 'Zweck'. Sie sollen für jedes Feld mindestens ein Beispiel aus der Höhlenmalerei aufschreiben, das sie heute gelernt haben.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Aktives Handeln und multisensorisches Lernen sind hier besonders wirksam, da die Höhlenmalerei eine Brücke zwischen Geschichte, Kunst und Naturwissenschaft schlägt. Vermeiden Sie Frontalunterricht mit reinen Faktenvermittlungen, da dies die Faszination für die Thematik mindert. Die Kombination aus praktischem Tun, Bildanalyse und Reflexion schafft ein ganzheitliches Verständnis. Studien zeigen, dass Kinder durch eigene Experimente mit Naturmaterialien nachhaltiger lernen als durch bloße Erklärung.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schüler die Materialien und Werkzeuge der Höhlenmaler benennen können, ihre Absichten nachvollziehen und eigene kreative Umsetzungen mit historischem Bezug gestalten. Die Kinder sollen die Unterschiede zwischen Steinzeitkunst und heutiger Praxis begründen können.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenarbeit 'Höhlenmalerei-Techniken' hören Sie häufig: 'Die haben doch bestimmt Pinsel gehabt wie wir!'.

    Zeigen Sie den Schülern die bereitgestellten Materialien (Finger, Moos, Blasrohre) und bitten Sie sie, die Unterschiede in der Anwendung zu beschreiben. Fragen Sie: 'Wie fühlt sich Ocker auf der Haut an im Vergleich zu Acrylfarbe?' und lassen Sie die Schüler ihre Beobachtungen aufschreiben.

  • Nach dem Gruppenprojekt 'Eigene Höhlenwand' äußern Schüler: 'Die haben einfach nur Bilder gemalt, weil es schön aussah.'

    Legen Sie den Schülern Bilder mit Jagd- oder Ritualszenen vor und fordern Sie sie auf, in der Gruppe zu überlegen, welche Absichten die Künstler damit verfolgt haben könnten. Dokumentieren Sie die Ideen auf einem Plakat.

  • Beim Vergleich verschiedener Höhlenbilder im Rahmen der 'Höhlenführung simulieren' wird geäußert: 'Alle Höhlen sehen gleich aus, die haben immer dieselben Tiere gemalt.'

    Fordern Sie die Schüler auf, in Kleingruppen die Motive zu sortieren und regionale Unterschiede zu benennen. Stellen Sie Fragen wie: 'Welche Tiere fehlen in dieser Höhle? Warum könnte das so sein?' und lassen Sie die Gruppen ihre Ergebnisse präsentieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden