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Kunst · Klasse 1

Ideen für aktives Lernen

Upcycling-Bilderrahmen

Beim Upcycling von Bilderrahmen lernen Kinder durch aktives Tun. Das haptische Erleben von Materialien und die direkte Anwendung von Techniken machen abstrakte Ideen greifbar und fördern ein tieferes Verständnis für Materialeigenschaften und Gestaltungsprozesse.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Bildnerische VerfahrenKMK: Grundschule - Bildnerische Funktionen
20–35 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen25 Min. · Kleingruppen

Material-Sammelrunde: Fundus erkunden

Schüler durchsuchen in Gruppen einen Sammel-Fundus mit Kartons, Zeitungen und Stoffen. Sie sortieren und testen Materialien auf Festigkeit durch Ziehen und Biegen. Jede Gruppe notiert Vor- und Nachteile für den Rahmenbau.

Bastle einen Bilderrahmen aus Recyclingmaterialien für dein Kunstwerk.

ModerationstippWährend der Material-Sammelrunde, ermutigen Sie die Gruppen, kreativ über mögliche Verwendungen für ungewöhnliche Fundstücke nachzudenken.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten einen kleinen Zettel. Darauf malen sie ein Symbol für ein Material, das sie für ihren Rahmen verwendet haben, und schreiben einen Satz darüber, warum sie dieses Material gewählt haben.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen35 Min. · Partnerarbeit

Rahmen-Prototyping: Kleben und Formen

In Paaren schneiden Schüler Rahmenformen aus Karton und kleben Verstärkungen aus Zeitungsröhren. Sie probieren Kleber und Tapen aus, um Stabilität zu erreichen. Nach 10 Minuten testen sie den Halt mit einem Bild drin.

Erkläre, wie du alte Materialien so umgestalten kannst, dass sie neu und schön aussehen.

ModerationstippBeim Rahmen-Prototyping, beobachten Sie Paare genau, wie sie verschiedene Klebetechniken und Verstärkungen anwenden, um die Stabilität zu testen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welches Material war am schwierigsten zu verarbeiten und warum?'. Ermutigen Sie die Schüler, ihre Erfahrungen mit Kleben, Schneiden oder Falten zu teilen und mögliche Lösungen für zukünftige Projekte zu diskutieren.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Einzelarbeit

Dekor-Station: Personalisieren

Ganzer Klassenraum wird zu Dekor-Stationen mit Farben, Glitzer und Resten. Schüler wählen Elemente und gestalten ihren Rahmen einzigartig. Abschließend hängen sie die Werke auf und diskutieren Favoriten.

Probiere verschiedene Materialien aus: Welche halten am besten zusammen für deinen Rahmen?

ModerationstippAn den Dekor-Stationen, achten Sie darauf, dass alle Schüler Zugang zu einer Vielfalt an Dekormaterialien haben und ermutigen Sie zum Experimentieren mit Texturen und Farben.

Worauf zu achten istGehen Sie während der Bastelphase herum und stellen Sie jedem Schüler eine Frage zu seinem Arbeitsprozess, z.B.: 'Wie hast du dieses Stück Stoff am Karton befestigt?' oder 'Welche Form wird dein Rahmen haben?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen20 Min. · Ganze Klasse

Rahmen-Testlauf: Präsentation

Schüler präsentieren Rahmen vor der Klasse und erklären Materialwahl. Andere testen Stabilität sanft. Gemeinsam bewerten sie Erfolge und Verbesserungsvorschläge.

Bastle einen Bilderrahmen aus Recyclingmaterialien für dein Kunstwerk.

ModerationstippWährend des Rahmen-Testlaufs, leiten Sie die Schüler an, konstruktives Feedback zur Stabilität und Gestaltung zu geben und zu empfangen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten einen kleinen Zettel. Darauf malen sie ein Symbol für ein Material, das sie für ihren Rahmen verwendet haben, und schreiben einen Satz darüber, warum sie dieses Material gewählt haben.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Dieser Ansatz nutzt das Prinzip des Experiential Learning, bei dem Schüler durch Machen lernen und anschließend reflektieren. Durch die Museum Exhibit-Methode werden die Schüler zudem zu Kuratoren und Präsentatoren ihrer eigenen Kreationen, was das Verständnis vertieft und die Präsentationsfähigkeiten stärkt.

Erfolgreiche Lerner präsentieren einen stabilen, individuell gestalteten Bilderrahmen, der aus wiederverwendeten Materialien gefertigt ist. Sie können erklären, welche Materialien sie verwendet haben und warum, und zeigen ein Bewusstsein für die Transformation von Abfall zu Kunst.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Rahmen-Prototyping-Aktivität, achten Sie auf Schüler, die glauben, dass Karton allein nicht stabil genug ist.

    Leiten Sie die Schüler an, bei der Rahmen-Prototyping-Aktivität bewusst Verstärkungen wie Zeitungsröhren oder das Kleben mehrerer Lagen Karton auszuprobieren, um die Stabilität zu erhöhen, und lassen Sie sie die Ergebnisse im Rahmen-Testlauf vergleichen.

  • Während der Dekor-Station, beobachten Sie, ob Schüler denken, dass Upcycling nur das Sammeln von Materialien bedeutet und nicht die kreative Gestaltung.

    Ermutigen Sie während der Dekor-Station explizit zum kreativen Umgestalten der gefundenen Materialien und lenken Sie die Diskussionen nach dem Basteln auf die Transformation hin, um das Verständnis zu vertiefen.

  • Während der Material-Sammelrunde und Dekor-Station, achten Sie auf die Annahme, dass nur bunte, neue Materialien schön aussehen.

    Fordern Sie die Schüler auf, während der Material-Sammelrunde und Dekor-Station bewusst mit Texturen von Stoffresten oder Mustern von Zeitungsausschnitten zu experimentieren, um ihre eigene Ästhetik zu entdecken und Vorurteile abzubauen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden