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Kunst · Klasse 1

Ideen für aktives Lernen

Strukturen und Muster

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil das Thema Strukturen und Muster nicht nur gesehen, sondern auch gefühlt und selbst gestaltet werden muss. Die Kombination aus haptischen und visuellen Erfahrungen fördert ein ganzheitliches Verständnis und verankert die Konzepte nachhaltiger.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Bildnerische MittelKMK: Grundschule - Wahrnehmen
20–35 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Kugellager35 Min. · Kleingruppen

Stationsrotation: Linien fühlen und malen

Richten Sie drei Stationen ein: 1. Dichte und lockere Linien auf Karton fühlen und beschreiben. 2. Mit Bleistift enge Linien malen, um eine Fläche dunkel zu füllen. 3. Rhythmische Muster mit Lineal zeichnen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen.

Fühle ein dichtes und ein lockeres Linienmuster mit dem Finger , was spürst du?

ModerationstippWährend der Stationsrotation die Schüler auffordern, die Muster mit geschlossenen Augen zu ertasten und nur mit Worten zu beschreiben, bevor sie sie malen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten zwei kleine Papierbögen. Auf den einen malen sie ein möglichst dichtes Linienmuster, auf den anderen ein möglichst lockeres. Sie beschriften beide Bögen mit 'dicht' oder ''locker' und geben sie ab.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Kugellager25 Min. · Partnerarbeit

Umgebungssuche: Muster entdecken

Schüler suchen in Kleidern, Wänden und Böden Linienmuster, zeichnen sie ab und besprechen Unterschiede zwischen dicht und locker. Sammeln Sie Fotos oder Skizzen in einem Klassenbuch. Abschließend teilen Paare Funde.

Male mit vielen engen Linien eine Fläche ganz dunkel, ohne Farbe zu benutzen.

ModerationstippBei der Umgebungssuche gezielt auf Materialien achten, die sowohl dichte als auch lockere Muster bieten, um Vergleiche zu erleichtern.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft zeigt Bilder von verschiedenen Oberflächen (z.B. Holzmaserung, gestreifter Stoff, Mauerwerk). Die Schüler zeigen mit den Fingern nach oben, wenn sie ein klares Linienmuster erkennen, und nach unten, wenn nicht. Anschließend werden einige Beispiele besprochen.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Kugellager20 Min. · Partnerarbeit

Linienverdichtung: Schattierübung

Jedes Kind malt auf Papier Flächen mit zunehmender Linienverdichtung von hell zu dunkel. Vergleichen Sie Ergebnisse paarweise und fühlen die Strukturen mit den Fingern nach.

Schau dich um: Welche Muster entdeckst du an der Wand, am Boden oder an deiner Kleidung?

ModerationstippIn der Schattierübung den Schülern zeigen, wie sie durch Veränderung des Drucks beim Linienziehen die Wirkung verstärken können.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft fragt: 'Wenn ihr mit den Fingern über ein dichtes Linienmuster fahrt, was spürt ihr dann? Und was spürt ihr bei einem lockeren Muster?' Die Schüler antworten und vergleichen ihre Erlebnisse.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Kugellager30 Min. · Kleingruppen

Gruppenmuster: Rhythmus schaffen

In Gruppen reihen Schüler Linien aneinander, verdichten sie zu Mustern und präsentieren das Ganze der Klasse. Diskutieren Sie, wie Dichte die Wirkung verändert.

Fühle ein dichtes und ein lockeres Linienmuster mit dem Finger , was spürst du?

ModerationstippFür die Gruppenmuster klare Absprachen treffen, wer welche Rolle übernimmt, damit alle aktiv mitwirken.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten zwei kleine Papierbögen. Auf den einen malen sie ein möglichst dichtes Linienmuster, auf den anderen ein möglichst lockeres. Sie beschriften beide Bögen mit 'dicht' oder ''locker' und geben sie ab.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einer kurzen, greifbaren Einstimmung: Lassen Sie die Kinder mit den Fingern über verschiedene Oberflächen streichen und beschreiben, was sie spüren. Vermeiden Sie lange Erklärungen im Voraus, denn die eigene Erfahrung der Schüler ist entscheidend. Nutzen Sie Alltagsmaterialien wie Stoffreste oder Verpackungen, um die Brücke zwischen Kunst und Realität zu schlagen. Beobachten Sie genau, wo Unsicherheiten entstehen, und greifen Sie diese sofort mit gezielten Fragen auf.

Die Schüler unterscheiden sicher zwischen dichten und lockeren Linienmustern, beschreiben deren Wirkung auf Hell-Dunkel-Effekte und erkennen rhythmische Strukturen in ihrer Umgebung. Sie können ihre Wahrnehmungen in Worten erklären und praktisch umsetzen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationsrotation Line fühlen und malen, beobachten Sie, ob Schüler Farben als notwendigen Bestandteil von Mustern betrachten.

    Fordern Sie die Schüler auf, mit geschlossenen Augen die Muster zu ertasten und erst danach zu malen. Fragen Sie gezielt: 'Kannst du das Muster auch ohne Farbe sehen? Wie spürst du den Unterschied zwischen hell und dunkel?' So korrigieren Sie die Fehlvorstellung direkt durch die haptische Erfahrung.

  • Während der Stationsrotation Line fühlen und malen, achten Sie darauf, ob Schüler Linienmuster unabhängig von ihrer Dichte als gleich empfinden.

    Lassen Sie die Schüler die Muster mit geschlossenen Augen ertasten und beschreiben, wie sich die Linien anfühlen. Fragen Sie: 'Spürst du einen Unterschied zwischen den Mustern? Welches fühlt sich glatter oder rauer an?' Peer-Diskussionen festigen die Korrektur durch geteilte Erfahrungen.

  • Während der Umgebungssuche Muster entdecken, ist zu beobachten, ob Schüler Muster nur in der Kunst vermuten.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Alltagsgegenstände wie Fliesen, Kleidung oder Verpackungen. Fragen Sie: 'Wo siehst du hier Linien, die ein Muster ergeben? Zeichne es ab.' So wird die Verbindung zwischen Kunst und Alltag greifbar gemacht.


In dieser Übersicht verwendete Methoden