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Informatik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Flussdiagramme und Pseudocode

Aktives Handeln hilft Schülern, abstrakte Abläufe greifbar zu machen. Durch das Erstellen von Flussdiagrammen und Pseudocode verknüpfen sie Theorie direkt mit Praxis. Das fördert nicht nur das logische Denken, sondern zeigt auch, wie Algorithmen im Alltag und in der Programmierung Anwendung finden.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - AlgorithmenKMK: Sekundarstufe I - Darstellen und Interpretieren
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Concept-Mapping30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Flussdiagramm für Alltagsprozess

Paare wählen einen alltäglichen Prozess wie Brot backen und zeichnen ein Flussdiagramm mit Standard-Symbolen. Sie testen den Algorithmus, indem einer die Schritte vorliest und der andere ausführt. Abschließend notieren sie Stärken der grafischen Darstellung.

Vergleiche die Vorteile von Flussdiagrammen und Pseudocode zur Darstellung eines Algorithmus.

ModerationstippFordern Sie die Paare auf, ihren Alltagsprozess (z. B. 'Schultasche packen') zuerst mündlich zu erklären, bevor sie das Flussdiagramm skizzieren. Das schult die Strukturierung von Abläufen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Blatt mit zwei einfachen Problemen: 1. Beschreiben Sie den Algorithmus zum Binden von Schnürsenkeln in Pseudocode. 2. Zeichnen Sie ein Flussdiagramm für die Entscheidung, ob ein Regenschirm mitgenommen wird (basierend auf der Wettervorhersage).

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 02

Concept-Mapping45 Min. · Kleingruppen

Small Groups: Pseudocode für Zahlenratespiel

Gruppen schreiben Pseudocode für ein Ratespiel, bei dem ein Zufallszahl erraten wird. Sie integrieren Schleifen und Bedingungen. Jede Gruppe führt ihren Code vor und verbessert ihn basierend auf Feedback.

Entwerfe ein Flussdiagramm für einen alltäglichen Prozess (z.B. Kaffee kochen).

ModerationstippGeben Sie den Kleingruppen für das Zahlenratespiel konkrete Pseudocode-Beispiele an die Hand, die sie als Vorlage nutzen können. Das reduziert Frustration und fokussiert die Logik.

Worauf zu achten istDie Schüler erstellen ein Flussdiagramm für einen einfachen Prozess (z. B. Frühstück machen). Sie tauschen ihre Diagramme aus und bewerten sie anhand von Kriterien: Sind alle Schritte logisch? Sind die Symbole korrekt verwendet? Gibt es eine klare Start- und Endmarkierung? Die Partner geben sich gegenseitig Feedback.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 03

Concept-Mapping40 Min. · Ganze Klasse

Whole Class: Vergleichsstationen

Richten Sie Stationen ein: Eine für Flussdiagramm, eine für Pseudocode eines identischen Algorithmus. Die Klasse rotiert, vergleicht Vor- und Nachteile und diskutiert in Plenum.

Beurteile, wann die grafische Darstellung eines Algorithmus sinnvoller ist als eine textuelle Beschreibung.

ModerationstippPlatzieren Sie die Vergleichsstationen so, dass Schüler mit unterschiedlichen Lernstilen die Materialien leicht erreichen und ihre Beobachtungen direkt notieren können.

Worauf zu achten istStellen Sie folgende Frage an die Tafel: 'Welches Werkzeug – Flussdiagramm oder Pseudocode – ist besser geeignet, um einen Algorithmus mit vielen Verzweigungen darzustellen, und warum?' Sammeln Sie Antworten von einigen Schülern, um das Verständnis zu prüfen.

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Aktivität 04

Concept-Mapping25 Min. · Einzelarbeit

Individual: Eigener Algorithmus entwerfen

Jeder Schüler entwirft Flussdiagramm oder Pseudocode für einen persönlichen Prozess wie Umziehen. Sie tauschen mit einem Partner und bewerten Klarheit.

Vergleiche die Vorteile von Flussdiagrammen und Pseudocode zur Darstellung eines Algorithmus.

ModerationstippBitten Sie die Schüler, ihren eigenen Algorithmus zunächst auf einem Concept-Map zu skizzieren, bevor sie ihn in Flussdiagramm oder Pseudocode übertragen. Das hilft, die Komplexität zu reduzieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein Blatt mit zwei einfachen Problemen: 1. Beschreiben Sie den Algorithmus zum Binden von Schnürsenkeln in Pseudocode. 2. Zeichnen Sie ein Flussdiagramm für die Entscheidung, ob ein Regenschirm mitgenommen wird (basierend auf der Wettervorhersage).

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginne mit greifbaren Beispielen aus dem Schüleralltag, um die Bedeutung von Algorithmen zu verdeutlichen. Vermeide zu frühe Abstraktion durch Programmiersyntax. Nutze Peer-Feedback, um Missverständnisse zu korrigieren, bevor sie sich verfestigen. Forschung zeigt, dass Schüler durch das Erklären ihrer Lösungen an andere ihr eigenes Verständnis vertiefen.

Am Ende sollen die Schüler in der Lage sein, einfache Algorithmen sowohl grafisch als auch textuell zu planen und zu beschreiben. Sie erkennen, wann Flussdiagramme und Pseudocode sinnvoll eingesetzt werden und können beide Formen korrekt anwenden. Kritische Reflexion über Vor- und Nachteile steht im Vordergrund.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit zum Alltagsprozess, achten Sie darauf, dass einige Schüler ausschließlich auf die Grafik fokussieren und die Beschreibung des Prozesses vernachlässigen.

    Fordern Sie die Paare explizit auf, ihren Prozess zunächst in 3-4 klaren Sätzen zu beschreiben, bevor sie das Flussdiagramm erstellen. So wird die Logik vor der Visualisierung geklärt.

  • Während der Gruppenarbeit zum Pseudocode für das Zahlenratespiel, hören Sie Schüler sagen, dass ihr Text 'wie echter Code' aussieht.

    Halten Sie die Gruppe an, den Pseudocode mit vorgegebenen Regeln (z. B. nur Großbuchstaben und deutsche Schlüsselwörter) umzuschreiben. So wird die Abstraktion bewusst gemacht.

  • Während der Entwurfphase des eigenen Algorithmus entdecken Sie, dass Schüler lineare Prozesse ohne Verzweigungen erstellen.

    Fragen Sie gezielt nach: 'Welche Entscheidung muss hier getroffen werden?' und verweisen Sie auf die Raute im Flussdiagramm. Lassen Sie sie die Entscheidung im Pseudocode mit 'WENN' und 'SONST' formulieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden