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Geographie · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Die Rolle von Global Playern

Globale Produktionsketten sind für Schülerinnen und Schüler oft abstrakt. Aktive Methoden wie Stationenarbeit oder Rollenspiele machen diese Prozesse greifbar und zeigen, dass Wirtschaft kein statisches System ist, sondern durch Entscheidungen von Konzernen, Politik und Gesellschaft gestaltet wird.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - SystemcheckKMK: Sekundarstufe I - Beurteilung
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Expertenrunde45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Global Player im Fokus

Richten Sie vier Stationen ein: Wertschöpfungskette (Karten sortieren), Lobbyeinfluss (Videos analysieren), Steuertricks (Fallbeispiele diskutieren), Regulierungen (Abkommen vergleichen). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Erkenntnisse. Abschließende Plenumrunde fasst zusammen.

Erklären Sie, wie multinationale Konzerne globale Produktions- und Handelsströme steuern.

ModerationstippBei der Stationenrotation achten Sie darauf, dass die Materialien an jeder Station konkrete Beispiele mit Quellenangaben enthalten, damit Schülerinnen und Schüler ihre Aussagen belegen können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen eines multinationalen Konzerns (z.B. Adidas, Siemens, Bayer). Sie sollen auf der Rückseite zwei globale Aktivitäten des Konzerns beschreiben (z.B. Produktion, Rohstoffbeschaffung) und eine mögliche soziale oder ökologische Herausforderung nennen, die damit verbunden ist.

VerstehenAnwendenAnalysierenBewertenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: UN-Verhandlungen

Teilen Sie Rollen zu: Konzern-CEO, Gewerkschaft, Umwelt-NGO, Regierung. Gruppen verhandeln über einen Mindestlohn in Lieferketten. Protokollieren Sie Positionen und finden Sie Kompromisse. Debriefing reflektiert reale Machtverhältnisse.

Beurteilen Sie die Verantwortung von Global Playern für soziale und ökologische Standards.

ModerationstippIm Rollenspiel der UN-Verhandlungen geben Sie den Schülergruppen klare Rollenprofile mit Interessen und Handlungsoptionen vor, damit die Debatte strukturiert und zielgerichtet verläuft.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Sollten multinationale Konzerne weltweit die gleichen Arbeits- und Umweltstandards einhalten, auch wenn dies in einigen Ländern zu höheren Produktionskosten führt?' Lassen Sie die Schüler Argumente für und gegen diese Aussage sammeln und diskutieren.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Debatte30 Min. · Partnerarbeit

Debatte: Verantwortung bewerten

Paare ziehen Thesenkarten, z. B. 'Global Player schaffen Jobs weltweit'. Bereiten Sie Argumente vor, debattieren gegeneinander und wechseln Seiten. Bewertung durch Klasse mit Thumbs-up.

Diskutieren Sie die Möglichkeiten der Regulierung multinationaler Unternehmen durch internationale Abkommen.

ModerationstippIn den Debattenpaaren fordern Sie die Schüler auf, ihre Argumente mit konkreten Beispielen aus den Fallstudien zu untermauern, um oberflächliche Meinungen zu vermeiden.

Worauf zu achten istPräsentieren Sie eine kurze Fallstudie über ein fiktives Unternehmen, das seine Produktion in ein Land mit sehr niedrigen Umweltauflagen verlagert. Die Schüler sollen in Kleingruppen die potenziellen wirtschaftlichen Vorteile und die ökologischen Nachteile dieser Entscheidung identifizieren und kurz vorstellen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Expertenrunde35 Min. · Einzelarbeit

Kartenwerkstatt: Handelsströme

Individuell zeichnen Schüler Weltkarten mit Strömen eines Konzerns (z. B. Nestlé). Erklären Sie Quellen, Produktion, Absatz. Gemeinsam präsentieren und korrigieren.

Erklären Sie, wie multinationale Konzerne globale Produktions- und Handelsströme steuern.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen eines multinationalen Konzerns (z.B. Adidas, Siemens, Bayer). Sie sollen auf der Rückseite zwei globale Aktivitäten des Konzerns beschreiben (z.B. Produktion, Rohstoffbeschaffung) und eine mögliche soziale oder ökologische Herausforderung nennen, die damit verbunden ist.

VerstehenAnwendenAnalysierenBewertenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Dieses Thema lebt von der Verbindung zwischen Theorie und realen Beispielen. Vermeiden Sie trockene Definitionen und setzen Sie stattdessen auf Fallstudien und aktuelle Beispiele, die zeigen, wie Global Player in verschiedenen Regionen agieren. Wichtig ist, dass Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Entscheidungen nicht immer eindeutig sind und oft trade-offs zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zielen bestehen.

Am Ende der Einheit erkennen Schülerinnen und Schüler, dass Global Player durch ihre Entscheidungen in Produktion, Handel und Politik lokale und globale Auswirkungen haben. Sie können komplexe Zusammenhänge in Wertschöpfungsketten erklären und bewerten, welche Interessen dabei eine Rolle spielen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation hören Sie möglicherweise die Aussage: 'Global Player sind immer nur profitorientiert und schaden der Umwelt.'

    Nutzen Sie die Station mit Fallstudien zu Nachhaltigkeitsinitiativen, z.B. von Unilever oder Nestlé. Fordern Sie die Schüler auf, die Zertifizierungen wie Rainforest Alliance oder Fairtrade zu prüfen und zu diskutieren, inwiefern diese Maßnahmen tatsächlich wirksam sind.

  • Im Rollenspiel der UN-Verhandlungen könnte die Aussage fallen: 'Multinationale Konzerne lassen sich nicht regulieren.'

    Verweisen Sie auf die Simulation der OECD-Richtlinien während des Rollenspiels. Lassen Sie die Schüler in der Diskussion erkennen, wie internationale Abkommen durch Druck von NGOs und Staaten tatsächlich Wirkung entfalten können.

  • In den Debattenpaaren könnte die Annahme geäußert werden: 'Der Einfluss von Global Playern beschränkt sich auf Wirtschaft, nicht auf Politik.'

    Nutzen Sie die Station zur Lobbyarbeit und Steueroptimierung. Zeigen Sie den Schülern konkrete Beispiele wie Freihandelsabkommen (z.B. TTIP) und lassen Sie sie in Kleingruppen diskutieren, wie Konzerne hier direkten Einfluss nehmen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden