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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Verwitterung: Der langsame Wandel der Gesteine

Aktive Lernformate helfen Schülerinnen und Schülern, die langsamen und oft unsichtbaren Prozesse der Verwitterung begreifbar zu machen. Durch Experimente, Modelle und Beobachtungen werden abstrakte geologische Zeiträume und komplexe Wechselwirkungen greifbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - GesteinskreislaufKMK: Sekundarstufe I - Bodenkunde
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Verwitterungsarten

Richten Sie drei Stationen ein: physikalisch (Salz kristallisieren lassen in Gesteinsrissen), chemisch (Kalkstein mit Essig beträufeln), biologisch (Moos auf Stein beobachten). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Veränderungen und diskutieren Ergebnisse.

Differenzieren Sie zwischen physikalischer, chemischer und biologischer Verwitterung anhand von Beispielen.

ModerationstippBereiten Sie beim Stationenlernen für jede Station klare Materiallisten und Beobachtungsaufträge vor, damit die Schüler eigenverantwortlich arbeiten können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten drei Gesteinsproben (z.B. Granit, Kalkstein, Sandstein) und eine kurze Beschreibung eines Klimas (z.B. feucht-warm, trocken-kalt). Sie sollen für jede Probe eine Vermutung abgeben, welche Verwitterungsart dort am stärksten wirken würde und warum.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen an Stationen30 Min. · Partnerarbeit

Experiment: Frostverwitterung

Füllen Sie Fläschchen mit Wasser und Gesteinsstücken, frieren Sie sie ein. Am nächsten Tag beobachten Risse und messen Volumenänderungen. Schüler vergleichen mit ungekühlten Proben und erklären den Prozess.

Analysieren Sie, wie Verwitterungsprozesse zur Entstehung von Böden beitragen.

ModerationstippFühren Sie das Experiment zur Frostverwitterung mit präzisen Zeitangaben und Temperaturkontrollen durch, um reproduzierbare Ergebnisse zu sichern.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wie würden Sie einem jüngeren Geschwisterkind erklären, warum Berge im Laufe von Millionen von Jahren ihre Form verändern?' Die Schüler sollen die verschiedenen Verwitterungsarten und ihre Rolle bei der Landschaftsformung in ihrer Antwort berücksichtigen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen an Stationen50 Min. · Kleingruppen

Bodenbildung-Modell

Schichten Sie Gesteinsmehl, Humus und Wasser in Gläser, schütteln Sie und beobachten Schichtung. Gruppen fügen Pflanzenreste hinzu und prognostizieren Bodenentwicklung über Wochen.

Beurteilen Sie die Bedeutung der Verwitterung für die Gestaltung von Landschaften über lange Zeiträume.

ModerationstippNutzen Sie bei der Freifeldbeobachtung vorbereitete Skizzenblätter, auf denen die Schüler ihre Fundstücke und Beobachtungen direkt eintragen können.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Landschaften (z.B. eine Schlucht, eine Karstlandschaft, eine Felswand mit Pflanzenbewuchs). Die Schüler sollen aufschreiben, welche Verwitterungsart sie in jeder Landschaft primär am Werk sehen und einen kurzen Beleg dafür liefern.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen an Stationen60 Min. · Ganze Klasse

Freifeldbeobachtung: Lokale Verwitterung

Spaziergang zur Umgebung, Gesteine fotografieren und Verwitterungsspuren skizzieren. Zurück in der Klasse Arten zuordnen und Landschaftsentwicklung diskutieren.

Differenzieren Sie zwischen physikalischer, chemischer und biologischer Verwitterung anhand von Beispielen.

ModerationstippModellieren Sie beim Bodenbildung-Modell schrittweise die Schichtentstehung und lassen Sie die Schüler die Prozesse in eigenen Worten beschreiben.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten drei Gesteinsproben (z.B. Granit, Kalkstein, Sandstein) und eine kurze Beschreibung eines Klimas (z.B. feucht-warm, trocken-kalt). Sie sollen für jede Probe eine Vermutung abgeben, welche Verwitterungsart dort am stärksten wirken würde und warum.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine Mischung aus direkten Instruktionen zu Beginn und selbstgesteuerten Lernphasen. Sie vermeiden zu abstrakte Erklärungen ohne Bezug zur Lebenswelt und nutzen stattdessen konkrete Materialien. Wichtig ist, die Zeitskala durch Simulationen oder Langzeitbeobachtungen erfahrbar zu machen und biologische Prozesse nicht zu vernachlässigen, da sie oft unterschätzt werden.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schülerinnen und Schüler Verwitterungsarten nicht nur benennen, sondern in Experimenten nachweisen und in natürlichen Phänomenen wiedererkennen. Sie verbinden Prozesse mit konkreten Beispielen und verstehen deren Bedeutung für die Bodenbildung.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Stationenlernen: Verwitterungsarten, notieren viele Schüler nur mechanische Prozesse und übersehen chemische oder biologische Aspekte wie Säureeinwirkung oder Flechtenwachstum.

    Nutzen Sie die Station zu chemischer Verwitterung mit Salzsäuretests an Kalkstein und die biologische Station mit Moosproben, um gezielt auf diese Prozesse hinzuweisen. Diskutieren Sie im Plenum, warum beide Prozesse gleichwertig sind.

  • During Experiment: Frostverwitterung, unterschätzen Schüler die Langsamkeit des Prozesses und erwarten sichtbare Veränderungen innerhalb weniger Minuten.

    Führen Sie das Experiment über mehrere Tage oder Wochen und lassen Sie die Schüler wöchentlich Veränderungen dokumentieren. Zeigen Sie Vergleichsproben von unbehandelten Steinen, um den Unterschied sichtbar zu machen.

  • During Bodenbildung-Modell, erkennen Schüler den Zusammenhang zwischen Verwitterung und Bodenbildung nicht, wenn das Modell zu abstrakt bleibt.

    Verwenden Sie beim Modellieren reale Materialien wie Sand, Ton und zerkleinerte Gesteinsproben. Lassen Sie die Schüler die Schichten Schritt für Schritt aufbauen und die Rolle der Verwitterung als Ausgangsmaterial betonen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden