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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Gletscher und Eiszeiten: Landschaftsformer der Vergangenheit

Aktives Lernen funktioniert besonders gut bei diesem Thema, weil Schülerinnen und Schüler in Klasse 6 durch greifbare Modelle und konkrete Vergleiche abstrakte Prozesse wie Gletscherbewegung und Landschaftsformung besser verstehen. Die Kombination aus praktischen Versuchen und realen Spuren vor der Haustür macht die Zusammenhänge direkt erfahrbar und prägt sich nachhaltig ein.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - GeomorphologieKMK: Sekundarstufe I - Klimageschichte
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Gletscherformen

Richten Sie Stationen ein: 1. Erosion mit Sand und Holzbrett als Gletscher. 2. Ablagerung durch Schütteln von Geschiebe. 3. Fotos von Moränen analysieren. 4. Regionale Karte mit Spuren markieren. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen.

Erklären Sie, wie Gletscher Landschaften durch Erosion und Ablagerung formen.

ModerationstippLassen Sie die Schüler beim Stationenlernen in Kleingruppen zunächst alle Stationen durchlaufen, bevor sie sich auf eine konzentrieren – so wird der Vergleich zwischen den Formen bewusst gesteuert.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte einer Region mit sichtbaren eiszeitlichen Spuren (z.B. Moränenwälle, ein U-Tal). Sie sollen zwei dieser Spuren benennen und kurz erklären, wie sie durch Gletscher entstanden sind.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Ausstellungsmethode30 Min. · Partnerarbeit

Modellbau: Gletscherbewegung

Schüler bauen in Paaren ein Gletschermodell mit Mehl als Gestein, Wasser als Schmelzwasser und einem Brett als Eis. Sie kippen es, beobachten Erosion und Ablagerung. Danach diskutieren sie Parallelen zu realen Tälern.

Analysieren Sie die sichtbaren Spuren der Eiszeiten in Ihrer Region oder in Deutschland.

ModerationstippVerwenden Sie beim Modellbau einen klaren Zeitrahmen und achten Sie darauf, dass die Schüler ihre Beobachtungen direkt auf einem Arbeitsblatt notieren, um den Transfer von der Handlung zur Erkenntnis zu fördern.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wenn Sie heute in einer Landschaft leben, die früher von Gletschern geformt wurde, welche drei Dinge könnten Sie dann in der Landschaft beobachten, die auf diese Vergangenheit hinweisen?' Lassen Sie die Schüler ihre Beobachtungen und Begründungen austauschen.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Ausstellungsmethode35 Min. · Kleingruppen

Kartenanalyse: Eiszeitspuren

Verteilen Sie topografische Karten Deutschlands. Schüler markieren U-Täler, Moränen und Findlinge. In Kleingruppen vergleichen sie mit Luftbildern und notieren regionale Merkmale.

Prognostizieren Sie die zukünftigen Auswirkungen des Gletscherschwunds auf die Landschaft und Wasserversorgung.

ModerationstippBei der Kartenanalyse arbeiten die Schüler mit farbigen Markierungen, um glaziale und fluviatile Spuren eindeutig zu unterscheiden – so wird die visuelle Diskriminierung trainiert.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Landschaftsformen (z.B. Fjorde, Drumlin, Gebirgsbach-Tal). Die Schüler ordnen jedem Bild die korrekte Entstehungsweise zu (glaziale Erosion, glaziale Ablagerung, fluviale Erosion) und begründen kurz ihre Wahl.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Debatte40 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Gletscherschwund

Ganzer Klassenraum teilt sich in Gruppen: Pro und Contra Auswirkungen auf Wasserversorgung. Jede Gruppe präsentiert Argumente basierend auf Modellen und Daten.

Erklären Sie, wie Gletscher Landschaften durch Erosion und Ablagerung formen.

ModerationstippIn der Zukunftsdebatte geben Sie den Schülerinnen und Schülern feste Rollen vor (z.B. Landwirt, Klimaforscher), um die Debatte strukturiert und argumentationsstark zu führen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte einer Region mit sichtbaren eiszeitlichen Spuren (z.B. Moränenwälle, ein U-Tal). Sie sollen zwei dieser Spuren benennen und kurz erklären, wie sie durch Gletscher entstanden sind.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen bei diesem Thema auf eine Balance zwischen Anschaulichkeit und Systematik. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da die Dynamik von Gletschern und die Vielfalt der Landschaftsformen sonst zu abstrakt wirken. Nutzen Sie stattdessen Alltagsbezüge – etwa durch Vergleiche mit Schneematsch oder Eiswürfeln – um die Bewegung von Gletschern begreifbar zu machen. Wichtig ist, dass die Schüler die Prozesse nicht nur beschreiben, sondern durch Modelle und Experimente selbst nachvollziehen.

Nach diesen Aktivitäten erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass Gletscher nicht statisch sind, sondern durch ihre Bewegung Landschaften formen. Sie können typische eiszeitliche Spuren benennen und deren Entstehung erklären, sowohl in Modellen als auch in realen Landschaften.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens 'Gletscherformen' beobachten einige Schüler, dass Gletscher wie unbewegliche Eisblöcke wirken.

    Nutzen Sie die Station mit dem Modell der Gletscherbewegung: Lassen Sie die Schüler ein elastisches Material (z.B. Knete) langsam über eine schräge Fläche ziehen und beobachten, wie es sich verformt – so wird die langsame, aber kontinuierliche Bewegung sichtbar.

  • Während des Stationenlernens 'Gletscherformen' verwechseln Schüler U-förmige Täler mit Flusslandschaften.

    Stellen Sie an der Station mit den Vergleichsbildern klar: Fordern Sie die Schüler auf, die Ränder der Täler zu betrachten – bei Gletschertälern sind sie glatt geschliffen, bei Flusstälern eher zerklüftet.

  • Während der Zukunftsdebatte 'Gletscherschwund' argumentieren einige Schüler, dass das Abschmelzen von Gletschern keine direkten Auswirkungen auf sie habe.

    Verweisen Sie auf die Kartenanalyse: Zeigen Sie, wie Schmelzwasser Flüsse speist, die für Trinkwasser und Landwirtschaft genutzt werden – so wird der lokale Bezug hergestellt.


In dieser Übersicht verwendete Methoden